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Jud Süss

Hörspiel

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Aus allen Gemeinden, aus Fürth und Prag, aus Worms, Hamburg und Frankfurt, machen sich die Männer auf, das Kind zu bestatten des Finanzmannes Josef Süß Oppenheimer, das schöne und kluge Mädchen Naemi, das gestorben ist, weil ihm vor der Lüsternheit des Herzogs Karl Alexander grauste. Die Hand seines Landesherrn, zur Versöhnung gereicht, ergreift Süß nur zum Schein. Er wird seine Rache raffiniert arrangieren. Er wird die ehrgeizigen Pläne des Karl Alexanders von Württemberg fördern, er wird ihm Cäsar-Träume einpflanzen, ins Blut brennen. Dann aber wird er das große Projekt des Herzogs, seinen Staatsstreich, im Moment der größten Siegeszuversicht verraten. Doch des Herzogs Ende besiegelt auch den Untergang des Josef Süß Oppenheimer. Im Gefängnis vollzieht sich die große Wandlung des genialen, des glanzvollen, erfolgreichen Finanzpolitikers: die Fragwürdigkeit allen Machtstrebens erkennend, wendet er sein Denken ab "vom Tun zum Nichttun, von der Aktion zur Betrachtung", zu den geistig-ethischen Werten jüdischen Glaubens. Die gebotene Chance zu seiner Rettung schlägt er aus. Im Verzicht liegt für ihn der Gewinn menschlich-moralischer Integrität

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Jud Süss, Lion Feuchtwanger

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
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Titel
Jud Süss
Untertitel
Hörspiel
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2006
ISBN10
3898135721
ISBN13
9783898135726
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Aus allen Gemeinden, aus Fürth und Prag, aus Worms, Hamburg und Frankfurt, machen sich die Männer auf, das Kind zu bestatten des Finanzmannes Josef Süß Oppenheimer, das schöne und kluge Mädchen Naemi, das gestorben ist, weil ihm vor der Lüsternheit des Herzogs Karl Alexander grauste. Die Hand seines Landesherrn, zur Versöhnung gereicht, ergreift Süß nur zum Schein. Er wird seine Rache raffiniert arrangieren. Er wird die ehrgeizigen Pläne des Karl Alexanders von Württemberg fördern, er wird ihm Cäsar-Träume einpflanzen, ins Blut brennen. Dann aber wird er das große Projekt des Herzogs, seinen Staatsstreich, im Moment der größten Siegeszuversicht verraten. Doch des Herzogs Ende besiegelt auch den Untergang des Josef Süß Oppenheimer. Im Gefängnis vollzieht sich die große Wandlung des genialen, des glanzvollen, erfolgreichen Finanzpolitikers: die Fragwürdigkeit allen Machtstrebens erkennend, wendet er sein Denken ab "vom Tun zum Nichttun, von der Aktion zur Betrachtung", zu den geistig-ethischen Werten jüdischen Glaubens. Die gebotene Chance zu seiner Rettung schlägt er aus. Im Verzicht liegt für ihn der Gewinn menschlich-moralischer Integrität