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Müll 11173

Eine schmutzige Geschichte der Menschheit

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Müll begleitet die Geschichte der Menschheit. Unsere Urahnen ließen das Wenige, was ihnen unnütz schien, einfach zurück. Erst Sesshaftigkeit und Güterhaltung zwangen die Menschen, sich aktiv um ihren Abfall zu kümmern, darunter menschliche und tierische Ausscheidungen ebenso wie Kadaver. Roman Köster zeichnet die Entwicklung dieser Mensch-Abfall-Beziehungen über Epochen und Weltregionen anschaulich nach. Was wurde wie und wo entsorgt, weiterverwertet und wiederverwendet? Wer waren die Initiatoren für neue Formen der Müllbeseitigung? Wer lebte gar vom Gewinn durch die Sammlung, den Verkauf oder Export dessen, was andere loswerden wollten? Köster arbeitet nicht nur die Wandlungen heraus, die der Stellenwert von Müll und seine Behandlung im Lauf der Jahrhunderte erfuhren. Er beleuchtet auch die sozialen Rollen in der Müllverwertung und -entsorgung und die Bezüge zwischen Wohlstand und Müllaufkommen. Unterschiedliche Epochen und Kulturen, so zeigt das Buch, verfügten über teils bemerkenswerte Praktiken im Umgang mit Müll, und jahrhundertelang gelangten die meisten Abfälle, oft weniger aus Einsicht als aus Notwendigkeit, in irgendeiner Weise wieder in Nutzung. Erst seit dem 20. Jahrhundert sehen sich Gesellschaften, so Köster, damit konfrontiert, dass das Müllaufkommen in einer auf stetige Konsumsteigerung ausgerichteten Welt um Eindämmung und Recycling kaum mehr beherrschbar scheint – mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt.

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Müll 11173, Roman Köster

Sprache
Erscheinungsdatum
2024
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(Paperback),
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Titel
Müll 11173
Untertitel
Eine schmutzige Geschichte der Menschheit
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Roman Köster
Erscheinungsdatum
2024
Einband
Paperback
ISBN10
3742511734
ISBN13
9783742511737
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Müll begleitet die Geschichte der Menschheit. Unsere Urahnen ließen das Wenige, was ihnen unnütz schien, einfach zurück. Erst Sesshaftigkeit und Güterhaltung zwangen die Menschen, sich aktiv um ihren Abfall zu kümmern, darunter menschliche und tierische Ausscheidungen ebenso wie Kadaver. Roman Köster zeichnet die Entwicklung dieser Mensch-Abfall-Beziehungen über Epochen und Weltregionen anschaulich nach. Was wurde wie und wo entsorgt, weiterverwertet und wiederverwendet? Wer waren die Initiatoren für neue Formen der Müllbeseitigung? Wer lebte gar vom Gewinn durch die Sammlung, den Verkauf oder Export dessen, was andere loswerden wollten? Köster arbeitet nicht nur die Wandlungen heraus, die der Stellenwert von Müll und seine Behandlung im Lauf der Jahrhunderte erfuhren. Er beleuchtet auch die sozialen Rollen in der Müllverwertung und -entsorgung und die Bezüge zwischen Wohlstand und Müllaufkommen. Unterschiedliche Epochen und Kulturen, so zeigt das Buch, verfügten über teils bemerkenswerte Praktiken im Umgang mit Müll, und jahrhundertelang gelangten die meisten Abfälle, oft weniger aus Einsicht als aus Notwendigkeit, in irgendeiner Weise wieder in Nutzung. Erst seit dem 20. Jahrhundert sehen sich Gesellschaften, so Köster, damit konfrontiert, dass das Müllaufkommen in einer auf stetige Konsumsteigerung ausgerichteten Welt um Eindämmung und Recycling kaum mehr beherrschbar scheint – mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt.