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- 368 Seiten
- 13 Lesestunden
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Das Theater des 18. Jahrhunderts war ein Schauplatz bedeutender Auseinandersetzungen, die unsere Wahrnehmung von Kunst, Wirklichkeit, Illusion, Natur und Geschlechterrollen bis heute prägen. Schauspielerinnen spielten dabei eine zentrale Rolle, da der Bruch zwischen Realität und Fiktion in ihrer Physis und Psyche aufgehoben werden sollte. Die Schriften von und über Schauspielerinnen sind daher essenzielle, jedoch bislang vernachlässigte Forschungsquellen. In dieser Untersuchung werden sie als kontroverse Stimmen in Diskussionen betrachtet, in denen die Begriffe Frauen und Fiktion aus einem Machtinteresse verknüpft wurden. Anstelle einer Rekonstruktion historischer Wahrheiten wird die Fiktionalität von Texten in den Fokus gerückt, wobei unterschiedliche Perspektiven auf Wirklichkeit und Illusion beleuchtet werden. Es wird untersucht, welche Rollen Männer und Frauen einnahmen und umstritten, anstatt zu fragen, wie sie waren oder sein sollten. Antagonisten wie Väter und Töchter, Herrscher und Untertaninnen sowie Gelehrte und Prinzipalinnen treten in den Vordergrund. Schauspielerinnen nahmen eine kritische Haltung gegenüber einer unaufgeklärten sowie einer sich selbst für aufgeklärt haltenden Öffentlichkeit ein. Ihr Kampf um Selbstbestimmung war jedoch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erschöpft und für alle Frauen verloren. Zweihundert Jahre später ist es an der Zeit, ihre Ziele, Konflikte, Proteste und Erkenntnisse zu reflektier
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Internationale Forschungen zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft - 26: Schauspielerinnen im Europa des 18. Jahrhunderts, Ruth B. Emde
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1997
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- (Paperback),
- Buchzustand
- Gebraucht - Gut
- Preis
- 41,99 €inkl. MwSt.
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- Titel
- Internationale Forschungen zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft - 26: Schauspielerinnen im Europa des 18. Jahrhunderts
- Untertitel
- Ihr Leben, Ihre Schriften und Ihr Publikum
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Ruth B. Emde
- Verlag
- Rodopi
- Erscheinungsdatum
- 1997
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 368
- ISBN10
- 9042003510
- ISBN13
- 9789042003514
- Reihe
- Schlagwörter
- Beschreibung
- Das Theater des 18. Jahrhunderts war ein Schauplatz bedeutender Auseinandersetzungen, die unsere Wahrnehmung von Kunst, Wirklichkeit, Illusion, Natur und Geschlechterrollen bis heute prägen. Schauspielerinnen spielten dabei eine zentrale Rolle, da der Bruch zwischen Realität und Fiktion in ihrer Physis und Psyche aufgehoben werden sollte. Die Schriften von und über Schauspielerinnen sind daher essenzielle, jedoch bislang vernachlässigte Forschungsquellen. In dieser Untersuchung werden sie als kontroverse Stimmen in Diskussionen betrachtet, in denen die Begriffe Frauen und Fiktion aus einem Machtinteresse verknüpft wurden. Anstelle einer Rekonstruktion historischer Wahrheiten wird die Fiktionalität von Texten in den Fokus gerückt, wobei unterschiedliche Perspektiven auf Wirklichkeit und Illusion beleuchtet werden. Es wird untersucht, welche Rollen Männer und Frauen einnahmen und umstritten, anstatt zu fragen, wie sie waren oder sein sollten. Antagonisten wie Väter und Töchter, Herrscher und Untertaninnen sowie Gelehrte und Prinzipalinnen treten in den Vordergrund. Schauspielerinnen nahmen eine kritische Haltung gegenüber einer unaufgeklärten sowie einer sich selbst für aufgeklärt haltenden Öffentlichkeit ein. Ihr Kampf um Selbstbestimmung war jedoch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erschöpft und für alle Frauen verloren. Zweihundert Jahre später ist es an der Zeit, ihre Ziele, Konflikte, Proteste und Erkenntnisse zu reflektier


