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Mitbürger aus der Fremde

Soziogenese ethnischer Minoritäten

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  • 204 Seiten
  • 8 Lesestunden

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Vor einigen Jahren warnte der bekannte Ethnologe Claude Meillassoux, dass Arbeitsmigranten nicht ausschließlich aus einer ethnologischen Perspektive betrachtet werden sollten. Er argumentierte, dass es eine fehlerhafte Einsicht ist, Arbeitseinwanderer in ihre Ethnizität einzubinden, da dies mit einer Politik der Nicht-Integration einhergeht. Meillassoux kritisiert nicht die Ethnologie selbst, sondern deren Umgang mit der Migrationsproblematik in fortgeschrittenen Industriegesellschaften. Er plädiert für einen Ansatz, der von romantisierenden und antiquierten Sichtweisen wegführt, da diese die Probleme der Migranten eher verdecken als aufdecken. Diese kritisierte Sichtweise spiegelt eine bestimmte politische Haltung im Umgang mit Arbeitseinwanderern wider. Im aktuellen Kontext beschäftigen wir uns nicht direkt mit ethnologischen Arbeiten über Migranten, sondern mit sozialwissenschaftlichen und alltäglichen Stellungnahmen. Dennoch gilt Meillassoux' Kritik auch hier, da oft ethnologische Ansätze verwendet werden, um die Situation von Migranten zu diskutieren. Besonders in Deutschland werden ethnische Merkmale häufig als Grundlage für Diskussionen herangezogen, wobei behauptet wird, dass die kulturellen Unterschiede der Migranten ihre Integration erschweren.

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Mitbürger aus der Fremde, Wolf-Dietrich Bald

Sprache
Erscheinungsdatum
1988
Einband
(Paperback)
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Titel
Mitbürger aus der Fremde
Untertitel
Soziogenese ethnischer Minoritäten
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
1988
Einband
Paperback
Seitenzahl
204
ISBN10
3531118765
ISBN13
9783531118765
Reihe
Beschreibung
Vor einigen Jahren warnte der bekannte Ethnologe Claude Meillassoux, dass Arbeitsmigranten nicht ausschließlich aus einer ethnologischen Perspektive betrachtet werden sollten. Er argumentierte, dass es eine fehlerhafte Einsicht ist, Arbeitseinwanderer in ihre Ethnizität einzubinden, da dies mit einer Politik der Nicht-Integration einhergeht. Meillassoux kritisiert nicht die Ethnologie selbst, sondern deren Umgang mit der Migrationsproblematik in fortgeschrittenen Industriegesellschaften. Er plädiert für einen Ansatz, der von romantisierenden und antiquierten Sichtweisen wegführt, da diese die Probleme der Migranten eher verdecken als aufdecken. Diese kritisierte Sichtweise spiegelt eine bestimmte politische Haltung im Umgang mit Arbeitseinwanderern wider. Im aktuellen Kontext beschäftigen wir uns nicht direkt mit ethnologischen Arbeiten über Migranten, sondern mit sozialwissenschaftlichen und alltäglichen Stellungnahmen. Dennoch gilt Meillassoux' Kritik auch hier, da oft ethnologische Ansätze verwendet werden, um die Situation von Migranten zu diskutieren. Besonders in Deutschland werden ethnische Merkmale häufig als Grundlage für Diskussionen herangezogen, wobei behauptet wird, dass die kulturellen Unterschiede der Migranten ihre Integration erschweren.