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Autobiografische Trilogie

Diese Trilogie taucht tief in die Erinnerung ein und schildert die Formung einer Persönlichkeit von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Der Autor rekonstruiert mit Ehrlichkeit und reicher Fantasie entscheidende Lebensmomente, einschließlich Kriegserlebnisse und künstlerische Anfänge. Es ist eine intime Beichte über die Suche nach Identität, Liebe und Kunst, die den Leser durch ihre Menschlichkeit und ihren Humor berührt.

Trilogie der Erinnerung
Grimms Wörter
Die Box
Beim Häuten der Zwiebel

Empfohlene Lesereihenfolge

  1. Günter Grass erzählt von sich selbst. Vom Ende seiner Kindheit beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Vom Knaben in Uniform, der so gern zur U-Boot-Flotte möchte und sich hungernd in einem Kriegsgefangenenlager wiederfindet. Von dem jungen Mann, der sich den Künsten verschreibt, den Frauen hingibt und in Paris an der „Blechtrommel“ arbeitet. Günter Grass erzählt von der spannendsten Zeit eines Menschen: den Jahren, in denen eine Persönlichkeit entsteht, geformt wird, ihre einzigartige Gestalt annimmt. Zwischen den vielen Schichten der „Zwiebel Erinnerung“ sind zahllose Erlebnisse verborgen. Grass legt sie frei, schreibt über den Arbeitsdienst-Kameraden, der niemals eine Waffe in die Hand nahm, schildert genüsslich einen Lager-Kochkurs, der mangels Lebensmitteln abstrakt blieb, und berichtet, wie der Kunststudent sein Geld in einer Jazzband verdiente. Zudem zeichnet er liebevolle Porträts von seiner Familie, von Freunden, Lehrern, Weggefährten. Beim Häuten der Zwiebel ist ein mit komischen und traurigen, oft ergreifenden Geschichten prall gefülltes Erinnerungsbuch, das immer wieder Brücken in die Gegenwart schlägt. Günter Grass faßt den jungen Menschen von damals nicht mit Samthandschuhen an, enthüllt seine Schwächen, legt den Finger auf manches Versagen und noch heute schmerzende Wunden. Daß er die ein oder andere Erinnerungslücke mit Hilfe seiner reichen Phantasie ausgemalt haben könnte, gesteht er offen ein.

    Beim Häuten der Zwiebel1
    4,0
  2. Eigentlich ist die Box eine altmodische Kastenkamera. Marie ist Fotografin. Wenn der Schriftstellerfreund auf Motivsuche für seine Bücher "Knips mal, Mariechen" sagt, arbeitet sie mit der Box. So schreiben die Box und der Schriftsteller ihre wahren und ihre Dunkelkammergeschichten. Grass schreibt in diesem Buch, das durch die "Optik" der Spezial-Kamera eine Erzählebene und eine unerwartete Perspektive gewinnt, seine Autobiografie fort. Zugleich hat er damit der Fotografin und Freundin Maria Rama, die ihn und seine Familie ab Mitte der 1950er-Jahre bis zu ihrem Tod 1997 begleitete, ein heiteres Denkmal gesetzt. (Verlagstext) (Ronald Schneider).

    Die Box2
    3,5
  3. Grimms Wörter

    • 357 Seiten
    • 13 Lesestunden

    Die Brüder Grimm erhalten im Jahr 1838 einen ehrenvollen Auftrag: Ein Wörterbuch der deutschen Sprache sollen sie erstellen. Voller Eifer machen sie sich ans Werk. Aberwitz, Angesicht, Atemkraft – fleißig sammeln sie Wörter und Zitate, in wenigen Jahren sollte es zu schaffen sein. Barfuß, Bettelbrief, Biermörder – sie erforschen Herkommen und Verwendung, sie verzetteln sich gründlich. Capriolen, Comödie, Creatur – am Ende ihres Lebens haben Jacob und Wilhelm Grimm nur wenige Buchstaben bewältigt. Günter Grass erzählt das Leben der Brüder Grimm auf einzigartige Weise als Liebeserklärung an die deutsche Sprache und die Wörter, aus denen sie gefügt ist. Er schreibt über die Lebensstationen der Märchen-Brüder, über ihre uferlose Aufgabe und die Zeitgenossen an ihrer Seite: Familie und Verleger, Freunde, Verehrer und Verächter. Spielerisch-virtuos spürt Grimms Wörter dem Reichtum der deutschen Sprache nach und durchstreift die deutsche Geschichte seit der Fürstenherrschaft und den ersten Gehversuchen der Demokratie. Von der Vergangenheit mit ihren politischen Kämpfen und ganz alltäglichen Sorgen schlägt Günter Grass manche Brücke in seine eigene Zeit.

    Grimms Wörter3
    3,6

Dazugehörige Bücher

  • Trilogie der Erinnerung

    Beim Häuten der Zwiebel, Die Box, Grimms Wörter

    • 960 Seiten
    • 34 Lesestunden

    'Mit der Veröffentlichung von ›Grimms Wörter‹ endete ein siebeneinhalb Jahre andauernder Prozeß, der aus dreimal wechselnder Sicht mich zum Gegenstand hatte: als Jugendlicher, als Vater und als politisch engagierter Bürger. Während einer vergleichbar langen Schreibperiode war vor fünfzig Jahren die ›Danziger Trilogie‹ entstanden, und wie ›Die Blechtrommel‹, ›Katz und Maus‹ und ›Hundejahre‹ den Beginn meiner Existenz als Schriftsteller markierten, so fügten sich ›Beim Häuten der Zwiebel‹, ›Die Box‹ und ›Grimms Wörter‹ zur abschließenden Trilogie, die, wäre es nicht vermessen, unter dem traditionsreichen Titel ›Aus meinem Leben‹ stehen könnte.' Günter Grass, Sechs Jahrzehnte

    Trilogie der Erinnerung
    5,0