Der Thron des Zauberers. Die Zweiten Chroniken von Pandemia, Bd. 1
- 441 Seiten
- 16 Lesestunden
Die schöne Königin Inos heiratete den treuen Stallburschen Rap und machte ihn zu ihrem König. Sie waren sehr verliebt und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Fünfzehn Jahre vergingen, Rap und Inos waren wohlhabend, sicher und wirklich glücklich, während sie ihre Familie im kleinen abgelegenen Königreich Krasnegar großzogen, weit entfernt vom Trubel der großen Angelegenheiten. Doch im fernen Hub verschlechterte sich die Gesundheit des alten Imperators – und manche sagten, auch sein Verstand – unaufhaltsam. Die Grenzgebiete brodelten, Prinz Emshandar – oder Shandie, wie Rap ihn kannte – fand sich in der Lage, die Armeen seines Großvaters in schreckliche Schlachten zu führen, in denen Sieg und Gerechtigkeit ernsthaft in Zweifel standen. Und nun stand das Ende des Jahrtausends bevor, eingeläutet durch Prophezeiungen katastrophaler Umwälzungen in einem nie zuvor geahnten Ausmaß. In ganz Pandemia versuchten vernünftige Menschen, ein wachsendes Unbehagen als abergläubischen Unsinn abzutun. Dann erschien ein Gott Rap und warnte ihn, dass die Prophezeiungen nur wenig von der Wahrheit sprachen. Verwüstung war eine Gewissheit; totale Zerstörung drohte. Das Gefüge der Welt war in Gefahr. Und es war alles Raps Schuld. Das Verbleiben in der Welt, das Rap gewollt hatte, war ein weiteres Abenteuer. Und es könnte das letzte sein, das er je bekommen würde.



