Friedrich Glauser gilt als erster deutschsprachiger Autor, der den Kriminalroman hof- und salonfähig gemacht hat. Seine Kriminalerzählungen besitzen eine stilistische und sprachliche Geschmeidigkeit, die es ihm ermöglichten, gekonnt Stimmung und Atmosphäre einzufangen und dabei auch ein Auge für soziale Details zu haben. Mit seinem Wachtmeister Studer schuf er einen Kollegen von Sherlock Holmes, der sich durch eine Schwäche für Außenseiter und viel Mitgefühl auszeichnet. Im vorliegenden Band sind die ersten drei Fälle von Wachtmeister Studer enthalten: Wachtmeister StuderDie FieberkurveMatto regiert
Wachtmeister Studer Reihe
Diese Serie folgt den Fällen eines zynischen, aber brillanten Polizeikommissars in Zürich. Die Charaktere sind mit psychologischer Tiefe gezeichnet, und die Erzählungen tauchen oft in die dunkleren Seiten der menschlichen Natur ein. Leser können komplexe Kriminalgeschichten und scharfe soziale Kommentare vor historischem Hintergrund erwarten. Es ist eine fesselnde Lektüre für Liebhaber klassischer Kriminalliteratur.






Empfohlene Lesereihenfolge
Die Fieberkurve
- 215 Seiten
- 8 Lesestunden
Wachtmeister Studers zweiter Fall: Die Spur beginnt in Paris; über Basel und Bern gelangt Studer nach Marokko, das Glauser aus seiner Zeit als Fremdenlegionär kennt.
Matto regiert
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Ein neuer Fall für Wachtmeister Studer spielt in einer Irrenanstalt im Kanton Bern in den zwanziger Jahren. Der Direktor ist verschwunden, und der Kindsmörder Pieterlen ist ausgebrochen. Wachtmeister Studer untersucht nicht nur einen Verbrecher, sondern begibt sich auch auf eine Reise in die Grenzregionen von Vernunft und Irrationalität, wo Matto, der Geist des Wahnsinns, seine Fäden spinnt. Der Kriminalroman bricht mit den Regeln des Genres und lässt vieles offen. Studer ist ein ungewöhnlicher Berner Kantonspolizist: phantasievoll und instinktiv, aber auch bieder und begriffstutzig. Kritiken loben die lakonische, eindringliche Sprache des Romans und beschreiben ihn als zeitlosen Genuss. Dies gilt als Glausers persönlichstes und reifstes Werk, da er einen großen Teil seines Lebens in der stationären Psychiatrie verbrachte. Die endgültige Fassung des Romans benötigte über zwei Jahrzehnte, in denen Glauser nicht nur schwere Schicksalsschläge erlebte, sondern auch seine schriftstellerische Fertigkeit mit großer Anstrengung entwickelte. Der Roman umfasst 276 Normseiten bzw. 313 Buchseiten.
Der Chinese
- 227 Seiten
- 8 Lesestunden
James Farny, von allen der Chinese genannt, wird tot in Pfründisberg aufgefunden. Jedermann im Ort scheint sich gegen die Morduntersuchungen von Wachtmeister Studer zu sträuben ... Warum wohl?
Krock & Co.
- 143 Seiten
- 6 Lesestunden
Eine Leiche, ermordet mit einer zugespitzten Fahrradspeiche - und das ausgerechnet an der Hochzeit von Wachtmeister Studers Tochter im Hotel Hirschen in Schwarzenstein ...
Friedrich Glauser: Die Speiche. Wachtmeister Studers funfter Fall Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2016 Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Erstdruck vom 15.9.1937 bis zum 15.1.1938 in der Zeitschrift Schweizerische Beobachter unter dem Titel Krock & Co.. Erste Buchausgabe 1941 im Morgarten-Verlag, Zurich. Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Heinrich Gretler als Wachtmeister Studer im gleichnamigen Film aus dem Jahre 1939. Foto: Emil Berna / Praesens-Film AG / CC BY-SA 4.0. https: //creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ Quelle: https: //commons.wikimedia.org/wiki/File: Gretler_Studer1.jpg Hier leicht farbverandert wiedergegeben. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. "