Das 20. Jahrhundert entwirft sein Bild der Antike im Film, vor allem im monumentalen Spielfilm. Seit der Frühgeschichte des Kinos gehören die zumeist aufwendig inszenierten Antikfilme bis heute weltweit zu den erfolgreichsten Produktionen. Wie alle Historienfilme sind auch Antikfilme immer Ausdruck ihrer Entstehungszeit mit ihren archäologischen Wissensbeständen, aktuellen Schönheitsidealen, ästhetischen Standards und geopolitischen Vorstellungen, die jeweils auf die Handlungszeit rückprojiziert werden. Auf welche Weise dies jeweils visualisiert und verräumlicht wird und wie kontrastierende Stilzuweisungen entsprechend eingesetzt wurden, ist Gegenstand der Beiträge dieses Bandes, die sich aus kunst- und bildgeschichtlicher, archäologischer und althistorischer Perspektive mit den Bildtraditionen und -innovationen in der filmischen Darstellung von Antiken, ihren Transformationen und Aktualisierungen befassen.
Annette Dorgerloh Bücher






Kunst und Kirche im Schatten der Mauer
Aktionen in der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Berlin-Wedding
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Romantische Sehnsucht
- 71 Seiten
- 3 Lesestunden
Die Beiträge dieses Bandes behandeln die mythologischen, kultur- und bildungsgeschichtlichen Zusammenhänge von Leben, Lust und Tod in Gärten. Im 18. Jahrhundert wird der „natürliche“ landschaftliche Garten stilbildend, der auf einem veränderten Verständnis der Menschen zur Natur und Landschaft beruht. Die neu entdeckten Werte von Naturnähe und Empfindsamkeit entsprechen dem verbreiteten Wunsch nach einem kultivierten und sorgenfreien Leben in arkadisch-zeitlosen Gärten. Der spielerischen Lebenslust der Gartenfeste stehen Melancholie, Trauer und Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens gegenüber.
Friedrich II. hat die Nachwelt fasziniert wie kein anderer preußischer Herrscher. Als 'Alter Fritz' ist er eine Ikone der Alltagskultur. Der Band „Preußen aus Celluloid“ zeigt erstmals, wie stark unser Bild von Friedrich dem Großen durch das Kino des 20. Jahrhunderts geprägt wurde. Der Schauspieler Otto Gebühr, der den 'Alten Fritz' mehr als ein Dutzend Mal verkörperte, verlieh ihm ein unverwechselbares Gesicht. Eine ganze Serie von Fridericus-Produktionen schrieb die Legende des großen Königs in der Sprache der Moderne fort. Mit einzigartigem Bildmaterial und fachkundigen Texten dokumentieren die Autoren dieses Buches das sich wandelnde Preußen-Bild aus film- und bildwissenschaftlicher Sicht. Die Darstellung markanter filmästhetischer Mittel sowie Porträts der Schauspieler und Regisseure eröffnen einen faszinierenden – und manchmal auch verstörenden – Blick auf die wahren Urheber unseres heutigen Bildes vom Preußenkönig.