Gewöhnliche Liebe und Guter Wille
- 221 Seiten
- 8 Lesestunden
Die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin stellt die Zerbrechlichkeit des Familienlebens in den thematischen Mittelpunkt ihrer beiden Novellen.
Jane Smiley ist eine amerikanische Romanautorin, deren Werke sich durch tiefe Einblicke in die menschliche Natur und soziale Beziehungen auszeichnen. In ihren Romanen verbindet sie meisterhaft Beschreibungen des Landlebens mit universellen Themen wie Liebe, Verlust und der Suche nach Sinn. Ihr Stil ist präzise und evokativ, wobei sie sich oft auf Familiendynamiken und die Innenwelten ihrer Charaktere konzentriert. Durch ihr Schreiben erforscht sie die Komplexität der menschlichen Existenz und findet Schönheit in alltäglichen Momenten.







Die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin stellt die Zerbrechlichkeit des Familienlebens in den thematischen Mittelpunkt ihrer beiden Novellen.
Als Eric der Rote um das Jahr 985 aus Island vertrieben wurde, segelte er nach Grönland und ließ sich mit der Besatzung seiner zahlreichen Schiffe auf der Insel nieder. Während der nächsten 500 Jahre lebten die Nachkommen dieser Nordmänner auf Grönland und trieben Handel mit Europa. Als jedoch im 14. Jahrhundert die Pest auf dem Festland wütete, brach die lebensnotwendige Verbindung zur Außenwelt ab. Viel später, im frühen 17. Jahrhundert, kamen dänische Seefahrer nach Grönland und fanden dort nur noch Ruinen vor, die Einwohner waren verschwunden. Was in der Zwischenzeit geschehen war erzählt dieser Roman.
Vollblutpferde, Rennbahnen, Turnierpreise und der Glanz des Geldes - das ist die Welt, in der Rosalind Maybrick lebt. Ihrem Mann Al sind die Rennsiege seiner Pferde schon lange wichtiger als seine Frau. Aber auch Rosalind liebt die erregende Spannung der Rennbahn, die nervöse Schönheit der Vollblüter. Als sie dem Pferdetrainer Dick Winterson begegnet, ist es sein souveräner, sanfter Umgang mit den Tieren, der eine schicksalhafte Spannung zwischen ihnen entstehen lässt. Aber wie kann Rosalind ihrem Gefühl folgen, da sie doch alle unlösbar in die gleiche Welt verstrickt sind? Ein gewaltiges Gesellschaftspanorama entwirft Jane Smiley auf den Rennbahnen von Kalifornien bis Paris. Leidenschaftlich und idealistisch, aber auch korrupt und kaltherzig sind die Menschen, denen Pferde das Leben bedeuten. Vom jungen Roberto mit dem perfekten Renninstinkt, reitbessenen Teenagern, von Millionären, Spielern und fanatischen Jockeys bis zu den hinreißend geschilderten Rennpferden selbst entfaltet si ch die glamouröse Welt aus Sehnsucht und Liebe, Ehrgeiz und Hass, die den Leser bis zum Ende in Atem hält.
Jane Smiley zeichnet ein erfrischend unprätentiöses Portrait des großen englischen Schriftstellers Charles Dickens.
Der tyrannische Laurence Cook lebt mit seinen Töchtern Ginny und Rose auf einer Farm in Iowa. Um die Erbschaftssteuer zu sparen, beschließt er, ihnen den Millionenbesitz noch zu Lebzeiten zu überschreiben. Für die Töchter ist das der Augenblick der Rache und der Befreiung: Gewalt, Mißhandlung, Inzest, alles, was der Vater ihnen angetan hat, wollen sie ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Jane Smileys dramatischer Roman mit seinen genau aufgezeichneten Charakteren wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
Lidie Newton, die Heldin aus Jane Smileys großem historischen Roman, ist eine starke Frau aus den Pioniertagen der USA, der Welt von 'Huckleberry Finn' und 'Vom Winde verweht'. Mutig und entschlossen unternimmt sie alles, damit sich der Lauf der Dinge ändert und Freiheit für alle gilt. „Spannend - eine aufrüttelnde Geschichte von Liebe und Tapferkeit“ „Los Angeles Times“
„Joe Stratford ist jemand, den man mögen muss. Er lebt in einer kleinen amerikanischen Stadt in New Jersey, und er verdient sein Geld auf ehrliche Weise, indem er netten Leuten hilft, nette Häuser zu kaufen und zu verkaufen. Seine Scheidung hat er hinter sich, und nun möchte er neu beginnen. Er ist einigermaßen zufrieden, fast glücklich. Und mit Felicity, der lebhaften, sinnlichen, wenn auch leider verheirateten Tochter seines Mentors und Geschäftspartners, scheint sogar eine neue Liebe am Horizont seines Lebens aufzutauchen. Aber da ist Marcus Burns, der nicht nur Joe, sondern auch andere mehr oder minder rechtschaffene Bürger des Städtchens davon überzeugt, dass nun, in den achtziger Jahren, eine neue Zeit angebrochen ist, eine Zeit, in der jeder, der Mut und Unternehmungslust zeigt, schnell reich werden kann, wirklich reich. In gutem Glauben fängt die Verführungen und Illusionen ein, die in amerikanischen Boomzeiten immer wieder wie ein gesellschaftliches Fieber ausbrechen. Auch Joe lässt sich anstecken, aber ist er der Mann für ein solches Unternehmen? “
Jane Smiley, die für ihren Roman "Tausend Morgen" mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, legt einen weiteren, diesmal heiter-ironischen Roman vor. Er spielt auf dem Campus einer "Ackerbau- und Viehzuchtuniversität" irgendwo im Mittleren Westen der USA. Hier wimmelt es von Dummköpfen und Weisen, Wohltätern und Profitjägern, Denkern, Karrieristen und Spezialisten der verschiedensten Disziplinen. Ihnen allen gemeinsam ist das Bestreben, Sponsoren ausfindig zu machen, die die leeren Uni-Kassen füllen sollen. Besondere Hoffnung setzen sie auf einen texanischen Milliardär, dessen Reichtum auf dem Einfall beruht, Hühnerdreck als Hühnerfutter zu verkaufen.
Unerwartet sieht sich Anna Robison der Invasion ihrer drei erwachsenen Töchter und ihrer Enkelin ausgesetzt. Möglicherweise liegt der 77jährige Ike, Annas Mann, im Sterben. Unter dem Eindruck dieser existentiellen Herausforderung lassen drei Frauengenerationen Bruchstücke ihrer persönlichen und kollektiven Geschichte lebendig werden und versuchen zugleich ihre unterschiedlichen Positionen und Rollen neu auszuloten.