Der unhandliche Philosoph
- 171 Seiten
- 6 Lesestunden
Johanna Braun war eine deutsche Autorin, die oft mit ihrem Ehemann Günter Braun zusammenarbeitete. Ihre gemeinsamen Werke tauchen tief in die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Nuancen der modernen Existenz ein, gekennzeichnet durch scharfe Beobachtung und einen sensiblen Erzählstil. Durch ihre Texte boten sie eine einzigartige Perspektive auf die Dynamik von Partnerschaften und die gesellschaftlichen Veränderungen, die ihre Generation beeinflussten. Ihr Schreiben findet bei den Lesern Anklang durch seine Ehrlichkeit und einfühlsame Darstellung der menschlichen Verfassung.






Hier sind 54 Geschichten aus dem Leben eines Herrn A. Morph zusammengefügt, der immer glaubte, keine Erlebnisse zu haben, aber welche hatte. In meist verqueren Situationen schafft sich dieser Zeitgenosse seinen speziellen Durchblick und handelt dann auf befremdliche Weise mit ausgefallenem Ergebnis.§Wie jeder Mensch hat es auch Herr A. Morph schwer. Was soll er machen, wenn er dauernd die falschen Türen öffnet, Frau Morph unerbittlich für das Wiedererwachen seiner Potenz sorgt, wenn er einen Mord aufklären muß, der nicht zu beweisen ist, und wenn er, während er einem Armen helfen will, beinahe an einer Straftat mitwirkt? Da wundert es kaum, daß Herr A. Morph gelegentlich einem kleinen Rachegefühl nachgibt oder auf der Rolltreppe des Warenhauses einfach mal zum Mount Everest fährt.§Johanna Braun und Günter Braun schreiben getrennt und veröffentlichen vereint. So enstanden ihre Kurzgeschichtenbände 'Die Nase des Neandertalers', 'Fünf Säulen des Eheglücks', 'Der Fehlfaktor' und 'Der x-mal vervielfachte Held'. Nach derselben Methode sind diese Geschichten zusammengekommen. Drei deutsche Rundfunkanstalten haben schon A. Morph-Geschichten gesendet, frühmorgens, spätabends und zwischendurch. Überall, wo eine kurzweilige Bekanntschaft gewünscht wird, ist Herr A. Morph zu Diensten.
Die Brauns begeben sich in ihrem neues utopischen Roman aufs Wasser. Da sticht ein Schiff ins Meer, das es noch nicht gab: schwimmend, fliegend, tauchend, stelzend, schaumschlagend und schaumgebremst. Mit "Totalmobil 01", wie das technische Wunderding heißt, will Professor Dr. Dr. Mittelzwerck die geheimnisvollen Meeresbewohner aufspüren, die in seinem Meeresgarten alle grünen Muscheln abgefressen und damit die Menschen einer Frucht beraubt haben, die Delikatesse und Lebenselixier zugleich bedeutet ...
Wird hier mit dem Entsetzen Scherz getrieben? Etwa, wenn in Harmonopolis friedliche Spaziergänger nur noch Blutspuren und zerfetzte Kleider hinterlassen, die Pipogeni kreischend von den Felsen der Müllgebirge steigen, im Super Gehirn eine epidemische Schlafkrankheit ausbricht, das System R einen bewährten Raumfahrtkapitätn in Angstzustände versetzt oder eine eiskalte Frau einen gefühlvollen Einbrecher testet?Die Autoren veranstalten mit Witz und Humor bildhafte Denkspiele, zu denen sie den Leser einladen. Dabei verzichten sie nicht auf Spannung. Wie in ihren früheren utopischen Büchern legen sie Wert auf lebendige, vorstellbare Charaktere, ihre utopische Welt ist keine tote Kulisse technischer Gegenstände. So sind acht Geschichten entstanden, verschieden in Farbe und Temperament, aber vergnüglich zu lesen. Inhalt:- Der große Kalos-Prozeß- Homo Pipogenus erectus- Cäsars Kuhglockengeläut- Das System R- Der Fehlfaktor- Raumfahrerauswahl- Kunstfehler in Harmonopolis- Jonatans RückkehrUmschlagzeichnung von Thomas Franke