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Maurizio Bettini

    24. Juli 1947

    Maurizio Bettini ist Klassizist und Schriftsteller, der klassische Philologie an der Universität Siena lehrt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Anthropologie der antiken Welt, der er sich in zahlreichen Bänden widmete, untersucht durch philologische, metrische und linguistische Essays. Neben seiner akademischen Tätigkeit schreibt Bettini auch Romane und Kurzgeschichten und steuert Beiträge zu den Kulturseiten von "la Repubblica" bei. Seine Arbeit beleuchtet die tiefgreifenden kulturellen Strukturen der Antike.

    In Grecia
    Cultura e letteratura a Roma
    La Maschera, il doppio e il ritratto
    Vertere – Paradigmen des Übersetzens in der Kultur der Antike
    Familie und Verwandschaft im antiken Rom
    Wurzeln
    • Maurizio Bettinis Buch schildert die Praktiken und Paradigmen des Übersetzens in der griechischen und römischen Antike bis hin zu den Bibelübersetzungen des hellenistischen Judentums und der christlichen Spätantike. Es ist zugleich eine materialreiche historische Studie und ein kluger Essay über die Dimensionen des Übersetzens als Akt der kreativen Aneignung des Fremden. Im Kontrast zum modernen „postkolonialen“ Übersetzungsverständnis – das letztlich auf die monotheistische Schrift-Übersetzung zurückgeht – versteht Bettini die Übersetzungspraxis der Antike als Teil einer Kultur der sprachlich-literarischen Umwandlung, als Akt des (Nach-) Erzählens, zugleich auch als ein der Ökonomie des (sprach-)grenzüberschreitenden Austauschs verpflichtetes Handeln.

      Vertere – Paradigmen des Übersetzens in der Kultur der Antike2023
    • Wurzeln

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ein heilsames Vademecum gegen die Leitkultur- Debatte, eine kluge Warnung vor Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Missbrauch von Tradition und Geschichte. Was meinen wir eigentlich, wenn wir von unseren »Wurzeln« sprechen? In unsicheren Zeiten beschwören wir (statt der Zukunft) gern Geschichte und Tradition, unser kulturelles Erbe, die gemeinsame Identität. Doch Bilder und Metaphern sind keineswegs unschuldig. Mit dem der »Wurzeln« – so Bettini – drücken wir aus, dass unsere Welt so bleiben soll, wie sie ist. Wir wehren uns gegen Wandel und grenzen uns von anderen ab, deren eigenen kulturellen Wurzeln wir keineswegs dieselbe Wertschätzung entgegenbringen. Die Metapher suggeriert etwas Naturgegebenes, im wahrsten Sinne »Fundamentales«, eine quasi automatische Zugehörigkeit. Dabei wissen wir eigentlich, dass auch unsere Kultur wie alle anderen durch Aneignung, Wandel und Vermischung mit fremden Einflüssen entstanden ist; dass die vielzitierte kollektive Erinnerung oft nicht mehr ist als persönliche Nostalgie. Mit funkelnder Ironie umkreist Bettini die vielen Spielarten unserer neuen identitären Obsession: von wiederentdeckten, wenn nicht gar erfundenen Traditionen bis zur Inflation von Gedenktagen, vom Kult der Authentizität und Ursprünglichkeit bis zur Idealisierung von Großmutters Küche.

      Wurzeln2018
      4,0
    • Il fattore umano

      Corso di storia e geografia : 2 : Dall'Impero romano all'Alto Medioevo

      • 384 Seiten
      • 14 Lesestunden
      Il fattore umano2016
    • In Grecia

      Racconti dal mito, dall'arte e dalla memoria

      • 249 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Con un approccio scientifico e narrativo insieme, Donatella Puliga e Silvia Panichi guidano il lettore in un viaggio attraverso il mondo antico, unendo all'illustrazione dei siti archeologici la ricostruzione dei miti cui essi si collegano, le vicende storiche che vi si svolsero, i ricordi dei poeti e dei viaggiatori che vi si ispirarono. Il volume è ricco di pagine in cui storie di monumenti e di eroi, di riti religiosi e di finzioni letterarie si intrecciano in un unico racconto, restituendo la potenza di significato che la terra greca possiede. Il volume, introdotto da un saggio di Maurizio Bettini, è illustrato ed è completato dalla bibliografia essenziale e dall'indice dei nomi e dei luoghi.

      In Grecia2012
      3,8
    • Wie unterschieden sich die familiären Beziehungen im antiken Rom von unseren eigenen? Welche Metaphern verwendeten die Römer, um Abstraktionen wie Zeit auszudrücken? Was können wir aus den kulturellen Symbolen ihrer Religion und Literatur lernen? Maurizio Bettini untersucht in "Familie und Verwandtschaft im antiken Rom" eine Reihe von sozialen, ethischen und religiösen Fragen, die charakteristisch für die römische Kultur in der klassischen Periode sind. Bettini beginnt mit der Analyse des Verwandtschaftssystems innerhalb der erweiterten römischen Familie. Er zeigt, wie der "strenge" römische Vater und die "nachsichtige" römische Mutter ihre genauen Gegenstücke im rauen "Vaterbruder" (patruus) und dem toleranten "Mutterbruder" (avunculus) hatten. Er diskutiert die komplexe römische räumliche Auffassung von Zeit (in der die Zukunft beispielsweise sowohl "hinter" als auch "vor" uns liegen konnte) und wendet seine Erkenntnisse in einer Analyse der römischen Literatur und Kultur an. Zudem untersucht er die kulturellen Symbole der Biene, des Schmetterlings und der Fledermaus, die alle die Überlebensfähigkeit der menschlichen Seele nach dem Tod repräsentierten.

      Familie und Verwandschaft im antiken Rom1992