Bookbot

Peter Caspari

    At some point there has to be peace and quiet!
    Sexualisierte Gewalt
    Gewaltpräventive Einrichtungskulturen
    Ausgeliefert und verdrängt Heimkindheiten zwischen 1949 und 1975 und die Auswirkungen auf die Lebensführung Betroffener
    Grenzenlose Orte
    Irgendwann muss doch mal Ruhe sein!
    • 2024

      Grenzenlose Orte

      Sexualisierter Gewalt im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) 1976 bis 2006

      • 460 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Dieser Band präsentiert die erste wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in einem Jugendverband im deutschsprachigen Raum. Durch qualitative Interviews und Dokumentenanalysen wird das Ausmaß und die Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder von 1976 bis 2006 untersucht. Aus sozialpsychologischer Sicht wird die enge Bindung von Kindern und Jugendlichen zu ihren Pfadfindergruppen beleuchtet. Sexualisierte Gewalt wird als ein Phänomen dargestellt, das auf tradierten Hierarchien, informellen Machtasymmetrien und emotionalen Abhängigkeiten basiert. Junge Mitglieder waren oft überfordert im Umgang mit entsprechenden Verdachtsfällen. Ihre eigenen Vorstellungen von Machbarkeit führten dazu, dass sie Betroffene ignorierten und versuchten, Täter nicht nachhaltig zu kontrollieren. Die Erkenntnisse dieser Studie bieten Empfehlungen für die Aufarbeitung und Prävention, die auch auf andere Jugendverbände übertragbar sind. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie Projektverlauf, Risikobedingungen für sexualisierte Gewalt, exemplarische Falldarstellungen, den Umgang des BdP mit Vorfällen, kommunikative Aspekte, Folgen sexualisierter Gewalt, sowie systemtheoretische Überlegungen und abschließend Empfehlungen für Prävention und Intervention.

      Grenzenlose Orte
    • 2023

      At some point there has to be peace and quiet!

      Institutional struggle to working through the past of sexual violence and abuse of power at an institute for analytical child and adolescent psychotherapy

      The book provides - for the first time in the German-speaking world - a comprehensive scientific contribution to the reappraisal of sexualized violence in a psychotherapy institute. The qualitative case study takes a look at decades of abuse of power and sexualized violence by the director of an analytical institute for children and young people. It shows that the psychotherapists involved in this system do not live up to central ideas and concepts of their profession: Silence, denial, rationalization, rejection of responsibility, and ignorance of those affected have for a long time prevented the uncovering of the acts and sustainable forms of coming to terms with them. The life of the institute is characterized by a dialectical tension between the necessity of processing and the desire for undisturbed functioning. This dynamic also proves to be analogous to the problem-solving patterns of psychotherapeutic patients. The case points to fundamental problems in the fieldof psychotherapy, which are primarily related to a structural power imbalance and pronounced dependency relationships both in the context of training and in the treatment setting. The findings of this empirical study are used to derive professional and organizational ethical considerations and - based on these - to formulate concrete recommendations for the prevention of sexualized violence in psychotherapy institutes. 

      At some point there has to be peace and quiet!
    • 2022

      Irgendwann muss doch mal Ruhe sein!

      Institutionelles Ringen um Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch an einem Institut für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

      • 264 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Das Buch bietet einen umfassenden wissenschaftlichen Beitrag zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in einem Psychotherapieinstitut. Die qualitative Fallstudie beleuchtet jahrzehntelangen Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt durch den Leiter eines analytischen Kinder- und Jugendinstituts. Es wird deutlich, dass die involvierten Psychotherapeut*innen den zentralen Vorstellungen ihrer Profession nicht gerecht werden: Schweigen, Verleugnung, Rationalisierung, Abwehr von Verantwortung und Ignoranz gegenüber Betroffenen verhindern lange Zeit die Aufdeckung und nachhaltige Aufarbeitung der Taten. Das Institutsleben ist geprägt von einer dialektischen Spannung zwischen der Notwendigkeit der Bearbeitung und dem Wunsch nach ungestörtem Funktionieren, was auch als Analogie zu Problembewältigungsmustern psychotherapeutischer Patient*innen interpretiert werden kann. Der Fall weist auf grundlegende Probleme in der Psychotherapie hin, die mit strukturellem Machtungleichgewicht und Abhängigkeitsverhältnissen in Ausbildung und Behandlung zusammenhängen. Aus den Erkenntnissen der empirischen Untersuchung werden professions- und organisationsethische Überlegungen abgeleitet, die konkrete Empfehlungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt in Psychotherapieinstituten formulieren.

      Irgendwann muss doch mal Ruhe sein!
    • 2021

      Ausgeliefert und verdrängt Heimkindheiten zwischen 1949 und 1975 und die Auswirkungen auf die Lebensführung Betroffener

      Eine begleitende Studie zur Bayerischen Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

      • 460 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Erst mit jahrzehntelanger Verspätung wurden die Belange ehemaliger Heimkinder von Politik und Öffentlichkeit wahrgenommen, was zur Einrichtung von Anlauf- und Beratungsstellen in Bayern führte. Diese Studie zeigt, dass die Arbeit dieser Stellen einen wirksamen Beitrag zur Unterstützung und Aufarbeitung des Schicksals ehemaliger Heimkinder leistete. Dies geschah vor dem Hintergrund eines bislang unbekannten Ausmaßes an Vernachlässigung, Misshandlung und sexualisierter Gewalt in Kinderheimen zwischen 1949 und 1975. Systematische biografische Rekonstruktionen bieten umfassende Einblicke in die gesundheitlichen, sozialen und beruflichen Auswirkungen dieser frühen Schädigungen auf das gesamte Leben der betroffenen Frauen und Männer, während auch deren Überlebensressourcen sichtbar werden. Die Studie fungiert zudem als Mahnung an die gegenwärtige stationäre Kinder- und Jugendhilfe, indem sie die zerstörerischen Wirkungen von Gewalt, Vernachlässigung und Machtmissbrauch auf die betroffenen jungen Menschen eindringlich beschreibt. Die Untersuchung umfasst verschiedene Aspekte, darunter den Forschungskontext, die Arbeit der Beratungsstelle aus Sicht der Berater*innen, familiäre Hintergründe, das Leben im Heim und die kulturelle Aufarbeitung der Erfahrungen.

      Ausgeliefert und verdrängt Heimkindheiten zwischen 1949 und 1975 und die Auswirkungen auf die Lebensführung Betroffener
    • 2021

      Gewaltpräventive Einrichtungskulturen

      Theorie, Empirie, Praxis

      • 356 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Das Buch analysiert die Voraussetzungen und Herausforderungen bei der Einführung gewaltpräventiver Strukturen in Bildungseinrichtungen. Es beleuchtet kritisch den Begriff des "Schutzkonzepts" und präsentiert das Instrument IPSE, das als empirisch fundiertes Tool zur partizipativen Selbstevaluierung dient. Ziel ist es, effektive Präventionsstrategien zu entwickeln und die Sicherheit in pädagogischen Kontexten zu erhöhen.

      Gewaltpräventive Einrichtungskulturen
    • 2021

      Sexualisierte Gewalt

      Aufarbeitung und Bewältigung aus einer reflexiv-sozialpsychologischen Perspektive

      Sexualisierte Gewalt