Flauberts Erzählung "Ein schlichtes Herz" von 1876 erzählt die tragikomische Geschichte der Magd Félicité, die ein halbes Jahrhundert im Dienst einer Herrin steht, geliebt und verlassen wird und schließlich ihre Zuneigung einem ausgestopften Papagei schenkt. Ein Meisterwerk der französischen Novellistik.
Flauberts berühmter Roman schildert den Lebensweg des jugen Frédéric Moreau und seine Liebe zur verheirateten Madame Arnoux und ist zugleich ein eindrucksvolles Zeitgemälde der Jahre um 1848 in Paris.
Die Tragödie der Madame B. ist ein zeitloser Klassiker, dessen Aktualität immer wieder zu neuen Auflagen führt. Flauberts Werk bietet zahlreiche Ebenen der Interpretation, was die anhaltende Faszination um die Figur Emma Bovary erklärt. Kritiker und Literaturwissenschaftler streiten über ihre Rolle: Ist sie ein Opfer ihrer Umwelt oder ihrer selbst? War sie naiv oder gerissen? Die Geschichte zeigt, wie unterschiedliche Menschen zur gleichen Zeit unterschiedliche Schicksale erleben – während einige aufsteigen, sehen andere ihrem Niedergang entgegen. Emma Bovary, Tochter aus bürgerlichem Hause, heiratet einen Landarzt und wird bald von der Realität ihrer Ehe enttäuscht. Ihre anfänglichen Illusionen verwandeln sich in eine unerträgliche Leere, da ihr Mann viel arbeitet, um ihren bescheidenen Lebensstandard zu halten. Emma flüchtet in romantische Bücher und erlebt Phasen der Hysterie, bevor sie heimliche Liebesaffären beginnt, in der Hoffnung auf ewiges Glück. Gleichzeitig versucht sie, ihren Lebenshunger durch übermäßigen Konsum zu stillen. Ihre Suche nach Leidenschaft führt letztlich zu ihrem Untergang. Flauberts akribische Schreibweise hat ein Meisterwerk hervorgebracht, das Fragen zu Selbstverwirklichung und Schicksal aufwirft. Die Geschichte bietet viele Antworten – für jeden Leser eine eigene.