Freunde aus Barcelona verbringen gemeinsam eine Woche am Meer. Zwölf Jahre später blicken sie auf die Zeit zurück und fragen sich, was aus ihren Hoffnungen geworden ist. Die Tage in Atzavara waren für Paco, Vicente, Luisa, Adriana und die anderen eine ganz besondere Zeit. Im Sommer 1974, kurz vor Francos Tod, herrschte politische Aufbruchstimmung. Persönlich standen die jungen Freunde aus Barcelona am Anfang ihres Werdegangs. Zwölf Jahre später blicken sie zurück. Was ist aus ihrem Land geworden? Aus ihrer Amour fou? Ihren Berufswünschen? Vázquez Montalbán lässt jeden der Freunde aus seiner Perspektive über die Zeit in Atzavara berichten: Von ihren großen Reden über die Freiheit und den kleinen Träumen. Willi Zurbrüggen erhielt für diese Übersetzung den begehrten Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums.
Manuel Vázquez Montalbán Bücher
Dieser produktive spanische Autor war ein vielseitiger Erzähler, dessen Werk zahlreiche Genres umfasste und scharfe Beobachtungen von Gesellschaft und Politik zeigte. Sein Schreiben zeichnet sich durch intellektuelle Tiefe und erzählerisches Geschick aus, oft durchdrungen von Ironie und einem tiefen Verständnis der menschlichen Natur. Er tauchte in komplexe Welten ein und spiegelte seine breit gefächerten Interessen von Philosophie bis Gastronomie wider. Seine unverwechselbare Stimme bietet den Lesern eine einzigartige Perspektive auf die Komplexität des modernen Lebens.






Wissen Detektive wirklich alles über die Frauen, in die sie verliebt sind?
Hof der Lust
- 284 Seiten
- 10 Lesestunden
Das Spezialgebiet des Literaturwissenschaftlers Julio Matasanz sind die Ritter um König Artus. Kurz vor Weihnachten soll er einen Preis erhalten und einen Vortrag über das Traumpaar am Artushof, Erek und Enite, halten. Julios Ehefrau Madrona hätte es lieber gesehen, wenn ihr Gatte sich mehr um die Weihnachtsvorbereitungen kümmern würde, anstatt zu verreisen. Schließlich bemüht sie sich sehr darum, den Sohn Pedro und seine Freundin Myriam, die in Lateinamerika für eine gerechtere Welt kämpfen, zum Fest nach Hause auf den Familiensitz zu holen. Aber Julio fährt, denn zu dieser Veranstaltung reist, wie zu allen Kongressen auf denen er spricht, auch seine Geliebte Myrna an ...
Eine argentinische Anthropologin engagiert Carvalho, um nach ihrer Jugendfreundin Helga Mushnik zu suchen. Doch noch ehe Carvalho mit seinen Nachforschungen richtig beginnen kann, wird Helga in der Metro tot aufgefunden – ermordet. Dringend tatverdächtig ist ein Obdachloser, mit dem Helga die letzten Jahre in Barcelona zusammengelebt hat. Dabei hätte doch alles anders und aus Helga eine Filmdiva werden können: Erfolgreich hatte sie sich damals in ihrer Heimat für die Hauptrolle in der argentinischen Version von Emmanuelle beworben; eine Karriere als Erotikfilmsternchen schien ihr so gut wie sicher . . . Carvalho kämpft in diesem erstmals übersetzten Roman mit den Tücken eines Faxgeräts (da er das Internet boykottiert), schlägt sich mit den Theorien des semiologiebegeisterten Inspektors Lifante herum und scheucht ein paar unverbesserliche Anhänger der argentinischen Militärdiktatur auf.
City Crimes - Die besten Morde aus den Metropolen - bk1378; Scherz Verlag; Amanda Cross, Colin Dexter, Daphne du Maurier, u.v.a.; pocket_book; 2000
Marcos, Herr der Spiegel
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden
Vazquez Montalban beschreibt eine Reise zu den Nachfahren der Mayas nach Chiapas, das Warten auf den Subcomandante, der sich auch „Herr der Spiegel“ nennt, schließlich das mehrere Tage und Nächte andauernde Gespräch. Dabei geht es um die Entwicklung der zapatistischen Bewegung seit 1994, um die Rolle von Marcos als Vermittler einer neuen Sprache, die Bedeutung der Maske als Symbol, um Globalisierung und Neoliberalismus. Der Romancier Manuel Vazquez Montalban wird mit diesem Buch in Deutschland erstmals auch als brillanter Essayist und scharfer Gesellschaftskritiker vorgestellt.
Barcelona 1984, in den Tagen nach dem Wahlsieg der Sozialisten in einem Land, das sich nach Jahrzehnten der Diktatur wieder an demokratische Verhaltensweisen gewöhnen will: Der gefeierte Komponist Luis Doria trifft in einem Nachtclub in Barcelona den alten Barpianisten Alberto Rosell wieder. Viele Jahrzehnte sind vergangen, seit sich beide zum letzten Mal begegneten, und sie erinnern sich der glücklicheren Tage, als sie junge Musiker mit einer viel versprechenden Zukunft waren - 1936, bevor der Spanische Bürgerkrieg ihr Leben veränderte. Der eine ließ sich seine Freiheit nicht nehmen und kehrte Spanien den Rücken, der andere stellte sich seiner Verantwortung und blieb; bezahlt haben letztlich beide für ihr Tun. [krimi-couch.de]
Von Barcelona nach Istanbul, von Kalkutta nach Bangkok, von Sydney nach Buenos Aires: Spaniens schrägstes Ermittlerpaar Pepe Carvalho und sein Gehilfe Biscuter auf einer kriminalistisch-kulinarischen Reise rund um die Welt, die Don Quijote und Sancho Pansa hätte vor Neid erblassen lassen eine gefährliche Jagd um den Erdball, denn Pepe Carvalho wird wegen Mordes gesucht.
Kaiser oder nichts
- 360 Seiten
- 13 Lesestunden
Der katalanische Kardinal Rodrigo Borgia wird 1492 in Rom zum Papst Alexander IV. gekrönt und begründet die berüchtigte Herrschaft der Borgias. Manuel Vázquesz Montalbàn erzählt den Aufstieg und den Niedergang der Borgia-Familie in einer modernen Sprache. Was ihn dabei interessiert, ist der Wille zur Macht und das Funktionieren von Macht. Er sieht auf die Geschichte samt ihrer Akteure und zieht aus ihr einen spannenden fiktiven Text: Alexander VI. nutzt den Papststuhl bereits, um Familienpolitik zu betreiben; sein Lieblingssohn, Cesare Borgia, Herzog von Valentinois und Erzbischof von Valencia, und Vorbild für Machiavellis Der Fürst, will sogar Herr über ganz Italien werden. Aut Caesar aut nihil! (Kaiser oder nichts!) lautet das Motto der Borgias - und nicht von ungefähr ist Cesare sein entschlossenster Verwirklicher. Seine schöne gebildete Schwester Lucrezia hingegen holt die berühmtesten Dichter und Denker der Zeit, Ariost, Petrarca, Leonardo da Vinci, an ihren Hof. in die Jahre der grausamen Borgia-Herrschaft fällt paradoxerweise auch die Blütezeit des Humanismus. und als sich am Ende das Schicksal wendet und die Borgias das Glück verlässt, siegt damit wieder die Reaktion. Das Motto der Borgias wird abgewandelt: Aut Deus aut nihil! Zurück in finstere Zeiten



