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Aleksijewicz Swietłana

    Swetlana Alexijewitsch ist eine Autorin, deren Werke von einem tiefen Interesse an menschlichem Leid und dessen Folgen geprägt sind. Mit ihrem investigativen Ansatz deckt sie die komplexen emotionalen Landschaften derer auf, die Kriege und totalitäre Regime erlebt haben. Alexijewitsch verleiht den oft Übersehenen eine Stimme und zeichnet durch ihre Zeugnisse eine rohe und unverblümte Realität. Ihr Stil zeichnet sich durch Dringlichkeit und die Fähigkeit aus, den Leser in die Tiefen der menschlichen Seele zu ziehen.

    Secondhand-Zeit
    Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
    • Rund eine Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gekämpft, aber ihr Schicksal ist nirgendwo festgehalten. In diesem Buch sind nun ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Die Frauen schildern die unheroische Seite des Krieges, die üblicherweise in Erzählungen und Erinnerungen ausgeblendet wird. Im Gegensatz zu den Männern, die aus dem Krieg zurückkehrten, galten die Soldatinnen keineswegs als Heldinnen, vielmehr begegnete man ihnen mit Misstrauen, ja mit Verachtung. Swetlana Alexijewitsch gibt den Frauen in diesem erschütternden Buch erstmals eine Stimme. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes, unsentimentales und doch fast lyrisches Dokument, das nun in einer von der Autorin überarbeiteten Neuausgabe erscheint.

      Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
      4,6
    • Secondhand-Zeit

      Leben auf den Trümmern des Sozialismus

      • 570 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt. Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.« Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.

      Secondhand-Zeit
      4,6