»Ein fast perfekter Roman. Shirley Hazzard schreibt so gut wie Stendhal.« The New York Times Die ungleichen Waisen Caro und Grace Bell verlassen Australien, um im England nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Leben beginnen. Sie treffen dort auf die Männer, mit denen sich ihre Leben in den folgenden drei Jahrzehnten durch alle politischen Verwerfungen und über die Kontinente hinweg verweben. Astronom Ted Tice umwirbt die selbstbewusste Caro, die einem manipulativen Theaterschriftsteller verfällt. Ihre sanfte Schwester Grace hofft auf Erfüllung in einer scheinbar glücklichen Ehe mit einem Karrierediplomaten. In präzisen und zugleich lyrischen Sätzen entwirft Shirley Hazzard eine Welt, die von unaufhaltsamen Gesetzen bestimmt ist wie die majestätischen Umlaufbahnen der Planeten - und deren Figuren in ihrer Klarheit und Unbeugsamkeit an die klassische Tragödie erinnern. »Ein plötzlicher Lichtstreif spaltete Erde und Himmel« - und genau diese magische Beleuchtung ist so besonders bei der großen Menschenschilderung von Shirley Hazzard. Transit der Venus ist ihr schönstes, reifstes und aufregendstes Werk! Michael Krüger
Claude Demanuelli Bücher





Geheimnisvoll, gespenstisch und genial Englands erfolgreichste Autorin, Vida Winter, steht im Mittelpunkt eines schockierenden Geständnisses, das sie der Buchhändlerin Margaret anvertraut. Jahrzehntelang hat Vida, einst Adeline Angelfield, das Geheimnis um den Brand ihres Familiensitzes und ihre Zwillingsschwester bewahrt. Nun, am Ende ihres Lebens, öffnet sie sich und enthüllt die Wahrheit über ihre geheimnisvolle Vergangenheit. Margaret, die sich leidenschaftlich für alte Romane und Biografien interessiert, ist erstaunt über den Brief von Vida. Ihr Geständnis führt sie tief in die Geschichte der Familie Angelfield, beginnend mit Vidas Großvater, dem der Niedergang der Familie zuzuschreiben ist, und ihrer schönen Mutter, die Freude am Schmerz fand. Besonders die Beziehung zwischen den Zwillingen Adeline und Emmeline, die gegensätzlicher nicht sein könnten, wirft Fragen auf. Während Emmeline gütig und zufrieden ist, zeigt Adeline eine grausame und wütende Seite. Margaret beginnt, an Vidas Wahrhaftigkeit zu zweifeln. Wer ist Vida Winter wirklich? Setterfield entführt die Leser in die düstere Welt der Angelfields, in der Liebe und Hass, Wahnsinn und Tod eng miteinander verwoben sind. Ein schaurig-schöner Roman, der eine Hommage an die viktorianischen Klassiker des 19. Jahrhunderts darstellt.
Schnee, der auf Zedern fällt
- 504 Seiten
- 18 Lesestunden
Der Roman spielt auf der Insel San Piedro nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein mysteriöser Mordfall läßt alte Familienfehden, Jugendlieben und die im Weltkrieg entstandenen Spannungen zwischen der japanischen und angelsächsischen Inselbevölkerung wieder aufleben. Der Hauptverdächtige, gegen den alle Indizien sprechen, ist der japanische Lachsfischer Kabuo. Ishmael Chambers, Reporter, Redakteur und Herausgeber der einzigen Zeitung der Insel, versucht den Hergang des Verbrechens zu rekonstruieren. Wie der stetig fallende Schnee die Landschaft verändert, so verdichten sich Hinweise und Indizien, bis am Ende von Chambers' geduldiger Suche die Wahrheit steht.
Zähne zeigen
- 642 Seiten
- 23 Lesestunden
In einem gottverlassenen Nest in Bulgarien verbringen die britischen Soldaten Archie Jones und Samad Iqbal das Ende des 2. Weltkrieges. Als die Russen eintreffen, versuchen sie hastig, eine Heldentat zu vollbringen. Beim Pokern „gewinnen“ sie einen jungen „Nazi“, den Archie erschießen soll. Dreißig Jahre später treffen sich die beiden in London wieder. Beide sind mit jüngeren Frauen verheiratet: Samad mit der durchsetzungsfähigen Alsana und Archie mit der langbeinigen Clara, die leider keine Vorderzähne hat. Samad, einst charismatisch, ist nun ein gedemütigter Kellner in einem Curry House, während Archie, ein einfacher, anständiger Mann, mit Papierfalten sein Geld verdient und in vielem versagt hat. Doch die wahren Herausforderungen des Lebens sind nicht der Krieg oder die Schwierigkeiten einer Existenzgründung, sondern die Konflikte mit ihren heranwachsenden Kindern. Diese Auseinandersetzungen bringen zentrale Themen wie Herkunft, Religion, Hautfarbe, Kultur und die Fragen von Gewissen und Gerechtigkeit ans Licht. Sie müssen sich mit ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen. „Das Leben ist keine Gerade, das Leben ist ein Kreis.“ Zadie Smith, 1975 in London geboren, begann während ihrer College-Vorbereitungen mit dem Schreiben ihres ersten Romans. Sie lebt in Willesden, London.
Sucht mein Angesicht
- 315 Seiten
- 12 Lesestunden
Geboren am 18.03.1932 in Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind eines Lehrers und Diakons, erlebte Updike eine Kindheit in materieller Bedrängnis. Er besuchte die Schule in Shillington und erhielt 1950 ein Stipendium für Harvard College, wo er 1954 mit summa cum laude in Anglistik abschloss. 1953 heiratete er die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington und verbrachte ein Jahr an der Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford. Nach seiner Rückkehr arbeitete er von 1955 bis 1957 beim Magazin «The New Yorker» und schrieb anschließend als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und literarische Kritiken. 1957 zog er nach Ipswich, Massachusetts, und unternahm 1964 Vortragsreisen in die UdSSR und andere osteuropäische Länder. Updike war Mitglied des National Institute of Arts and Letters und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Pulitzer Prize for Fiction 1982 und die National Medal of Arts 1989. Er starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein Werk ist vollständig auf Deutsch im Rowohlt Verlag erschienen. Maria Carlsson, seit Ende der Fünfzigerjahre als Übersetzerin tätig, ist besonders für ihre Übertragungen von Updikes Werken bekannt und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.