Bookbot

Jin Ha

    Ha Jin schreibt auf Englisch über China, eine politische Entscheidung nach den Ereignissen am Tiananmen-Platz. Seine Werke konzentrieren sich auf das Leben einfacher Menschen inmitten politischer und sozialer Umwälzungen und erforschen Themen wie die Sehnsucht nach Freiheit, persönliche Opfer und die Komplexität menschlicher Beziehungen. Sein unverwechselbarer Stil verbindet poetische Sensibilität mit scharfer Realität und schafft kraftvolle und eindringliche Erzählungen.

    Verrückt
    Warten
    • Warten

      • 333 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Der preisgekrönte Roman des chinesisch-amerikanischen Autors Ha Jin erzählt die Geschichte des 27-jährigen Lin Kong, der 1963 eine arrangierte Ehe mit der ungebildeten Shuyu eingeht. Trotz der Unattraktivität und der traditionellen Werte seiner Frau, bleibt Lin passiv und gehorcht seinen Eltern. Er schämt sich für Shuyu und erlaubt ihr nicht, ihn im Militärkrankenhaus zu besuchen, wo er arbeitet. Lin verbringt nur seine Urlaubszeit mit ihr, während er eine innere Distanz wahrt. Sein Leben ändert sich, als er die moderne Stationsschwester Manna Wu trifft und zum ersten Mal Liebe empfindet. Ihre Beziehung bleibt jedoch geheim und keusch, da eine offenherzige Verbindung seinen Ausschluss aus der Armee zur Folge hätte. Lin zögert, sich von Shuyu scheiden zu lassen, und über fast zwanzig Jahre kehrt er jeden Sommer zurück, um diesen Schritt zu wagen, nur um letztlich zu scheitern. Lin ist gefangen zwischen den Erwartungen seiner bäuerlichen Herkunft und der strengen Militärwelt, was zu einem emotionalen Stillstand führt. Die Protagonisten kämpfen mit den Anforderungen ihrer Umgebung und der Unfähigkeit, ihre Wünsche zu äußern. Ha Jin beschreibt diese komplexe, unromantische Liebesgeschichte mit einer poetischen, klaren Sprache, die die seelischen Belastungen der Charaktere eindrucksvoll einfängt.

      Warten
      3,6
    • Ha Jins neuer großer Roman»Alle waren überrascht, als Professor Yang im Frühjahr 1989 einen Schlaganfall erlitt.« Mit diesem Satz beginnt der Student Jian den Bericht über die Zeit, in der seine Welt sich zu verrücken begann. Jeden Tag wacht Jian am Krankenbett seines Lehrers und angesehenen Literaturprofessors der Universität in Shanning. Was zunächst aussieht wie eine einfache, wenn auch ungelegene Pflichterfüllung, wird zunehmend rätselhaft, ja gefährlich, als Herr Yang plötzlich beginnt, wirres Zeug von sich zu geben: unsichtbare Peiniger fleht er um Gnade an, er singt Revolutionslieder, schwärmt von einer Geliebten mit Brüsten wie Pfirsiche, rezitiert Stellen aus Dantes Göttlicher Komödie, beschimpft seine Familie, seine Kollegen und das Hochschulsystem, in dem ein Gelehrter nichts weiter sei als ein Vieh auf der Schlachtbank. Seine gerade fertiggestellte Übersetzung des Brechtschen Theaterstücks Der gute Mensch von Sezuan ruht hingegen unbeachtet auf der Fensterbank. Ist sein Professor nicht mehr ganz richtig im Kopf oder spricht er im Wahn gar die Wahrheit? Während Jian damit beschäftigt ist, den geheimnisvollen Äußerungen einen Sinn zu entlocken, ziehen sich nicht nur die Wolken über Beijing und den protestierenden Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens zusammen, auch in Jians Fakultät nimmt das grausame Spiel um die Macht seinen Lauf ...

      Verrückt
      3,5