"Die Erfindung der Einsamkeit ist ... ein überraschend leicht lesbares Buch von existentieller Wucht und beispielloser Wahrhaftigkeit ... Paul Auster, dessen Vorfahren aus Österreich kamen, erinnert an einen Robert Musil, der Hammett und Chandler gelesen hat." (Klaus Modick, Süddeutsche Zeitung)
Zwei befreundete Künstlerfamilien im New Yorker Stadtteil Soho. Siri Hustvedt erzählt vom Aufbrechen und Ankommen, von Idealen und Lebensentwürfen, von Eltern und Kindern – und davon, wie ein tragischer Unfall ein sorgsam geplantes Glück jäh zerstört.
Was ist der Verstand? Wie unterscheidet er sich vom Körper? In ihrem Essay nimmt sich Siri Hustvedt das uralte, noch immer nicht gelöste Geist-Körper-Problem vor und macht deutlich, wie sehr die unterschiedlichen Antworten auf diese Frage tiefgreifende Bedeutung für unser Verständnis von uns selbst haben. Mit ihrem multidisziplinären Zugang zeigt Hustvedt, wie sehr ungerechtfertigte Annahmen über Körper und Geist das Denken der Neurowissenschaftler, Genetiker, Psychiater, Evolutionspsychologen und der Forscher zur Künstlichen Intelligenz verzerrt und verwirrt hat. Sie führt den Leser in körperintegrierende Theorien von Bewusstsein ein, die die aktuelle Debatte über Verstand und Körper verändern - betont aber, dass keine Idee unantastbar ist. «Hier münden Hustvedts literarisches Werk und ihre wissenschaftlichen und philosophischen Essays in eine ganz eigene Variante poetischer Gelehrsamkeit.» SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Série d'éloges qui sont autant de variations sur les sujets les plus variés : la Bible, la librairie, l'horreur, le plaisir, les animaux, le blasphème ou la France.
En première lecture, ce livre est un essai sur le film de James Whale (1935), ses origines (le célèbre roman de Mary Shelley), l'écriture de son scénario, le choix de ses acteurs, la relation avec la censure, etc. Mais, plus profondément, c'est un essai sur la création, sur les relations du créateur avec sa création, sur la prédominance de l'acte de création sur tout autres considérations philosophiques, religieuses ou morales. C'est aussi un essai sur le mal, sur la tentation de puissance, sur le vertige des interdits. A sa première apparition, le visage du monstre est présenté par Manguel comme l'une des icônes de notre temps, au même titre que le visage de Greta Garbo... Cela fait partie des nombreuses réussites de ce livre provoquées par ces rapprochements inattendus où nous entraînent l'intelligence et la culture de Manguel. La comparaison, du point de vue de la création pure, entre la Fiancée créée par Frankenstein et la Mariée mise à nu par ses célibataires créée par Duchamp est un grand moment d'analyse et de jubilation ! Enfin, et d'une façon assez classique dans la littérature et le cinéma fantastiques, la monstruosité n'est peut-être pas là où on le penserait. Le monstre n'aspire qu'à une harmonie que la société des hommes " normaux " lui refuse. L'instant de bonheur que connaît le monstre en compagnie d'un vieillard aveugle est une scène magnifiquement décrite...
Eine Frau heiratet, ohne es zu wissen, ihren Bruder; ein unsteter Reisender taucht im rechten Moment auf, um ein Paar vor dem Verhungern zu bewahren; ein Mann findet durch einen unverhofften Anruf die verloren geglaubte Liebe seines Lebnes wieder. In einem roten Notizbuch hat Paul Auster über viele Jahre Ereignisse aus seinem Leben festgehalten; Ereignisse, bei denen der Zufall eine entscheidende Rolle spielte: fünfzehn unglaubliche Erzählungen, allesamt wahr und doch so phantastisch.
Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane-Scatcherd-Preis.
Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Bislang hat sie sieben Romane publiziert. Mit «Was ich liebte» hatte sie ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschienen «Die gleißende Welt» und «Damals». Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin. Bei Rowohlt liegen von ihr die Essaybände «Nicht hier, nicht dort», «Leben, Denken, Schauen», «Being a Man», «Die Illusion der Gewissheit» und «Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen» vor.
New York, 1967: Der gutaussehende, hochsensible Adam Walker will Dichter werden. Da bietet ihm auf einer Party ein reicher Franzose namens Rudolf Born das Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift an. Adam hält den Vorschlag zunächst für eine Schnapsidee, aber als Born ihn ein paar Tage später zum Essen einlädt, bekommt er die glaubhafte Bestätigung in Gestalt eines Schecks. Allerdings zeigt sich bei diesem Essen auch ein sinistrer Born, ein Mann voll verhaltenem Jähzorn, der Adam betrunken empfängt und ihn zu dem Eingeständnis nötigen will, er begehre seine Freundin. Das tut Adam in der Tat; und Margot sitzt ihm gegenüber und wirft ihm verschattete Blicke zu. Kurz darauf reist Born für ein paar Tage nach Paris, Margot ruft Adam an, und eine Amour fou beginnt. Doch Born ist zu fürchten, er geht, wie sich bald erweisen wird, über Leichen.AUSTER hat noch kein intensiveres und drastischeres Buch über die Liebe und das Schicksal geschrieben. In «Unsichtbar» ist er auf der Höhe seines Schaffens – erfindungsreich, abgründig und direkt am Puls des Lebens.
Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University und verbrachte nach dem Studium einige Jahre in Frankreich. International bekannt wurde er mit seinen Romanen Im Land der letzten Dinge und der New-York-Trilogie. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Gedichte sowie Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik.
«E se le cose fossero andate in un altro modo?». Domande che chiunque si pone quando riflette sulla Storia. Roy Lewis esplora questa tematica in un romanzo, utilizzando lo stesso approccio vivace e illuminante che ha caratterizzato il suo lavoro sulla preistoria. Immagina un supercomputer che elabora la vittoria del socialismo anziché del capitalismo nella rivoluzione del 1848 in Europa. Il risultato è un racconto in cui la regina Vittoria abdica nel 1849 a causa della rivolta dei cartisti. Si instaura un regime socialista che, pur mantenendo la monarchia, si concentra su lavoro e uguaglianza. Tuttavia, questo socialismo bucolico si rivela un lento disastro, poiché non riesce a gestire l'impatto della tecnologia, che altera continuamente i rapporti sociali. I socialisti, incapaci di adattarsi, preparano così il terreno per una nuova rivoluzione. Ma cosa accade quando l'«ultimo re socialista» diventa complice di questa rivolta? La sua storia, narrata da lui stesso, è indimenticabile: un sovrano gentile e amabile, che avrebbe preferito insegnare matematica, si trova a guidare una controrivoluzione per rovesciare il proprio regime, esautorando se stesso. La vera storia dell'ultimo re socialista è stata pubblicata in Inghilterra nel 1990.
«allein im dunkel wälz ich die welt in meinem kopf, durchlebe den nächsten kampf mit meiner schlaflosigkeit, die nächste weiße nacht in der großen amerikanischen wildnis.» «mann im dunkel» ist eine glanzvolle parabel um krieg und macht, eine einfühlsame reflexion über das altern, die liebe und ihren verlust. ein literarisches vexierspiel, souverän und unerbittlich. «paul auster ist ein begnadeter geschichtenerzähler.» nzz am Sonntag
„Meine Schwester Inga nannte es ‚Das Jahr der Geheimnisse’“, beginnt dieser Roman, der im Verlauf eines Jahres verschiedene Geheimnisse enthüllt – einige von Verstorbenen, andere von Lebenden. Der siebenundvierzigjährige Erzähler Erik Davidsen, ein geschiedener Ex-Psychiater, lebt einsam in Brooklyn und schreibt über Medizingeschichte. Seine ältere Schwester Inga, die mit ihrer Tochter Sonya in Tribeca wohnt, wird von Erinnerungen an 9/11 verfolgt. Beide kämpfen mit dem Tod ihres Vaters in Minnesota, der mysteriöse Briefe von einer Frau namens Lisa erhielt, die ihn aufforderten, ihr Geheimnis zu wahren. Inga scheint ebenfalls etwas zu verbergen, da sie über eine rätselhafte Frau, die hastig ihre Wohnung verlässt, schweigt. Miranda, eine Immigrantin aus Santa Lucia, zieht in Eriks Gartenapartment ein. Ihre Unnahbarkeit und die kreativen Botschaften ihrer Tochter Eggy werfen Fragen auf. Erik findet schmutzig bekritzelte Fotos von Miranda und Eggy, die er aus Scham versteckt. Während Erik sich mit den Geheimnissen anderer beschäftigt, wird er mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert, die ihn an den Rand seines Lebens gebracht haben. Ein Familienroman voller dunkler Rätsel und eine Reise in die tiefsten Regionen der Seele eines amerikanischen „Jedermann“.
«Eine Weile nachdem er das Wort Pause ausgesprochen hatte, drehte ich durch und landete im Krankenhaus. Die Pause war eine Französin. Natürlich war sie jung, und ich vermute, dass Boris schon lange scharf auf seine Kollegin gewesen war, bevor er sich auf ihre signifikanten Bereiche stürzte ...»Von einer der großen Denkerinnen der US-Literatur: ein erfrischend frecher, geistreicher und amüsanter Roman über den sogenannten Geschlechterkrieg.«Die intellektuelle Demut und die Wissbegier sind Siri Hustvedts Schwestern.»DIE ZEIT
«Geschichten erfinden, verwerfen, zuspitzen, Geschichten erzählen, das kann Paul Auster.» NZZ
In einem verschlossenen, abgedunkelten Zimmer sitzt ein alter Mann: vergesslich, gebrechlich, inkontinent. Er weiß weder, wer er ist, noch wo er ist. Eine Kamera und Mikrophone beobachten ihn. Auf seinem Nachttisch stehen Fotos von Menschen, die ihm bekannt vorkommen. Je verzweifelter er sich zu besinnen versucht, desto tiefer gerät er in ein Labyrinth erdachter Welten, bis er sich schließlich in den Zeilen eines Manuskripts selbst begegnet.
«Reisen im Scriptorium» ist ein raffiniertes Vexierspiel, finten- und voltenreich, brillant und kunstvoll. Paul Auster lädt ein auf eine Reise in die Phantasie.