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2. aktualizované vydání - skripta






2. aktualizované vydání - skripta
Kafka, Franz – Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 9675
Dieser Band versammelt Erzählungen und Kurzprosa von Franz Kafka aus den Jahren 1916 bis 1924: die Sammlungen »Ein Landarzt« und »Ein Hungerkünstler« sowie die bedeutendsten kurzen Texte aus dem Nachlaß.
„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet“ - damit beginnt der im Januar 1915 fertiggestellte Roman (hier in wissenschaftlich einwandfreier Ausgabe), der in typisch kafkaesker Weise den Sinn eines Einzelschicksals mit der Sinnlosigkeit des Daseins zu verknüpfen sucht. Josef K., dessen eigenes Verhalten Rätsel aufgibt, verstrickt sich in die hohle Form einer Gerichtsadministration, deren Rechtsgrundlagen nebulös bleiben. Auch Josef K. s Vorstellungen von Recht und Gesetz erscheinen so abwegig, dass seine schließliche Exekution den erlösenden Schlusspunkt unter das Scheitern eines Individuums setzt, das es nicht geschafft hat, sich vom vorausgesetzten Vorwurf einer generellen Schuld zu befreien. Kafka selbst fühlte sich Zeit seines Lebens von zwanghaften Schuldgefühlen verfolgt, die vor allem seine Beziehungen zu Frauen vergifteten.
Franz Kafkas ambivalente Haltung zur Veröffentlichung seiner Werke spiegelt seinen Selbstzweifel wider und hat ein literarisches Lebenswerk von großer Bedeutung hervorgebracht. In dieser Ausgabe sind sämtliche von Kafka selbst veröffentlichten Erzählungen versammelt, darunter Fabeln, Gleichnisse und Parabeln, sowie posthum veröffentlichte Texte. Dazu zählt auch das Prosastück „Der Heizer“, das später als erstes Kapitel des Romans „Amerika“ erscheint. Der Herausgeber Paul Raabe erläutert in einem Nachwort die Prinzipien seiner Edition und bietet einen umfangreichen Anmerkungsteil zur Entstehungsgeschichte und Überlieferung der Texte. Die Sammlung umfasst unter anderem „Betrachtung“, „Das Urteil“, „Die Verwandlung“, „In der Strafkolonie“ und „Ein Hungerkünstler“. Zusätzlich sind zerstreut veröffentlichte Erzählungen wie „Gespräch mit dem Beter“ und „Der Kübelreiter“ sowie Erzählungen aus dem Nachlass enthalten, darunter „Beschreibung eines Kampfes“ und „Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande“. Die Vielfalt der Erzählungen zeigt Kafkas einzigartigen Stil und die thematische Tiefe, die sein Werk prägen.
Der Roman trägt starke autobiographische Züge. Im Mittelpunkt steht die gütige Babička, die zu einer national-romantischen Identifikationsfigur wurde. Erzählt wird das idyllische Landleben im Aupatal, im Babiččino údolí (Großmuttertal), mit dem Dorf und Schloss Ratibořice. Auch die Schlossherrin Wilhelmine von Sagan wird idealisierend als verständnisvolle Fürstin (paní kněžna) charakterisiert.
Román vypráví o procesu zrání mladého muže v samostatného člena společnosti v duchu humanistických ideálů německé klasiky. V knize se čtenář setkává se silnými charaktery protagonistů, kteří v krizových okamžicích života jsou přísní k sobě, zocelují se odříkáním a kázní, zachraňují se tvořivou prací a službou bližnímu. Na cestě k dospělosti prochází hlavní hrdina školou života – odrůstá rodičovskému domu, musí se osvědčit v povolání, hledá životní vzory a potkává svou velkou lásku. Autor jako zanícený vyznavač klidného vývoje společnosti kreslí před očima čtenářů obraz harmonického světa a snaží se vštípit jim touhu po klidném, činorodém životě v souladu s přírodou a mravními principy. Sebevzdělávání a zapojení člověka do řádu přírody a společnosti je základním tématem autorova výchovného úsilí.
contains 19 fairytales translated from German
Und ein Prager Künstler
Rainer Maria Rilke, 1875 in Prag geboren, 1926 in Val Mont (Schweiz) gestorben, zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Moderne. Sein Ruhm begründete er als Lyriker, doch auch als Prosaautor machte er sich einen Namen. Sein "Malte Laurids Brigge" gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Romanen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. In diesem Band sind zwei Erzählungen aus Rilkes früher Prager Zeit versammelt, die 1899 erschienenen "Zwei Prager Geschichten". Beide Texte geben einen Einblick in das intellektuelle und politische Klima im Böhmen der Jahrhundertwende.
„Alles, was über dieses Buch gesagt werden kann, ist nur tastendes Nebenher. Man muß es selbst nachlesen, Zeile für Zeile, wie hier aus einem oft lieblichen Zusammensein von Ironie und Pietät die drohende Strenge des letztes Gerichts auftaucht. Mit diesem Buch nun wächst er vollends in die Nähe großer, zeitlos-prophetischer Kunst, eines Dante, eines Hölderlin. Was einer stammelnden Generation versagt blieb, woran sie sich ekstatisch verblutete: in diesen Fragmenten tritt es als künstlerische Vollendung in unsere Tage.“ Hans Sahl, in: Das Tagebuch (Januar 1927) „… so entsteht dieselbe Atmosphäre des Grauens und der Qual, die im Prozeß (grauenhafter, spukhafter) zu spüren war. Fragt man mich aber, welches der beiden Werke , schöner‘ ist, so muß ich bekennen: das Schloß. Denn in diesem Werk ist der große Erzähler Franz Kafka der Märchendichter, den seine kleineren früheren Werke ahnen ließen. Es gibt zauberhafte Seiten in diesem Märchen-Roman, seltsam humoristische Seiten, die ein Grauen und ein Lachen zugleich im Leser erwecken.“ Ludwig Winder, in: Bohemia (Januar 1927)
Das dunkle und verwinkelte alte Amsterdam dient Gustav Meyrink (1868–1932) als Kulisse für die mystischen und unheimlichen Bilder dieses Romans. Einer Gruppe von Freunden erscheint immer wieder ein „Grünes Gesicht“, das beklemmende Visionen eines hinter den alten Häusern lauernden Ereignisses weckt. Als irgendwann eine rätselhafte Tagebuchrolle auftaucht, nimmt das Phantom Gestalt an. „Er ist kein Gespenst, und wenn er auch einmal zu dir kommen wird wie ein Gespenst, so fürchte dich nicht, er ist der einzige Mensch auf Erden, der kein Gespenst ist. Auf der Stirne trägt er eine schwarze Binde, darunter ist das Zeichen des Ewigen Lebens verborgen.“