Gratisversand in ganz Deutschland!
Bookbot

Reinhard Federmann

    Reinhard Federmann
    Das Piratenbuch von 1678. Einl. v. Hermann Schreiber
    Tausend Jahre Liebe
    Herr Felix Austria und seine Wohltäter
    Das Himmelreich der Lügner
    Internationale Zone
    Chronik einer Nacht
    • 2005

      Wie bist du nur durch das Chaos gegangen? Er atmete tief. Sein schwerer, verhängter Blick irritierte sie. Sie schlug ein Bein übers andere und sog hastig an der Zigarette. Die Begegnung zweier Liebender von einst nach zehn Jahren Trennung verdichtet Reinhard Federmann in seinem Roman zu einem fesselnden Kammerspiel: Vor den Trümmern des Krieges und ihrer Beziehung stehend versuchen Ruth und Martin Ellend sich einander wieder anzunähern, doch welche Fragen wären dem anderen zu stellen, was will erzählt sein aus den Jahren des Krieges und der Verfolgung, die den Glauben an das Überleben des jeweils anderen mehr als erschwert haben? Vor allem im Unausgesprochenen, in den Wellen der assoziativen Erinnerung, die sich in diesen ersten gemeinsamen Stunden unüberwindlich zwischen Ruth und Martin auftürmen, findet Federmann die beklemmenden Worte für zwischenmenschliche Höhen und Abgründe einer ganzen Generation.

      Chronik einer Nacht
    • 2001

      Die Stimme

      Erzählungen

      In präzisen Tönen und mit feinem Humor zeichnet Reinhard Federmann seine Porträts von Wiener Exzentrikern, Weisen und Hochstaplern und beschwört dabei ein ironisches Bild der in den fünfziger und frühen sechziger Jahren aus den Fugen geratenen alten Welt herauf. Sie führen nur scheinbar eine bürgerliche Existenz: der Landesgerichtsrat Budil, der in seinem Amtszimmer leise weint und sich bis zum Wahnsinn in seinen Fällen verliert, Leo Heymerle, der ewig gelangweilte Sohn aus gutem Hause mit frühzeitigen kriminellen Neigungen, oder die Hausmeisterin Leopoldine Javurek, die glaubt, dass man die Menschen bewachen muß. Mit einem untrüglichen Gespür für jene Momente, in denen der Alltag groteske Züge annimmt, gibt Federmann seinen Geschichten eine überraschende Wendung, führt seine Figuren zu einem Augenblick des Aufbäumens gegen die Verhältnisse und gewährt ihnen damit ein kurzes Emporwachsen zu fast strahlender Größe. Ein kurzes bloß, weil Federmann der ihm eigenen Ironie und Wahrhaftigkeit verpflichtet bleibt und dem Ende, »wenn der goldene Traum zu schäbigen Resten herabsinkt«, nie ausweicht. Meisterhafte Erzählungen aus dem Wien des Nachkriegs und des Wiederaufbaus.

      Die Stimme
    • 1998

      Der junge Franz Hafner, hoffnungsvoller Student der Rechte in Wien, schreibt verstörende Briefe an seine ältere Schwester Elisabeth ins heimatliche Nikolsburg und an Bruder Anton, den in Ungarn stationierten k. k. Leutnant. Zu politischen Veranstaltungen gehe er, auf Versammlungen und gar in Kaffeehäuser, um zu diskutieren! Welche neuen, aufrührerischen Gedanken haben vom kleinen Bruder Besitz ergriffen und machen es möglich, dass er es, bei einem seiner wenigen Besuche zu Hause, sogar dem Vater gegenüber an gebührendem Respekt fehlen lässt? Wir schreiben das Jahr 1848 – die Zeit, die als Inbegriff der 'guten alten' gilt, ist vorbei und mit ihr die, nicht immer freiwillige, unpolitische österreichische Gemütlichkeit. Für die einen bedeutet das europäische Revolutionsjahr von 1848 die herbeigesehnte Änderung unerträglicher Zustände – etwa für Franz Hafner, der zum Kompaniekommandanten in der Akademischen Legion und Mitglied des Sicherheitsausschusses avanciert, oder für seinen von Metternichs Schergen zur Flucht nach Deutschland gezwungenen revolutionären Freund Carl Sonntag. Für die anderen – unter ihnen der konservative Vater, die besorgte Schwester und anfangs auch Anton, als kaisertreuer Offizier – geht mit der Angst vor der Revolution vor allem die Sorge um gesellschaftliche Umwälzungen einher. Reinhard Federmann lässt die Stimmung und die Stimmungsumschwünge des Revolutionsjahres in seinem Briefroman lebendig werden. Einfühlsam in der Sprache und detailreich in den Fakten gelingt es ihm so, seine Protagonisten stellvertretend für die verschiedenen Schichten und Standpunkte zu Wort kommen zu lassen und von den parallelen politischen Vorgängen in Frankfurt, Prag und Ungarn zu berichten. Nie aus der Rolle des Augenzeugen fallend verleiht er seinen Schilderungen eine verblüffend spannende Authentizität.

      Barrikaden
    • 1993

      Ein verschlungener, hochpolitischer Roman, dessen Held, als poilitisch aktiver Sozialdemokrat, von den österreichischen Februarkämpfen 1934 in die Sowjetunion flieht und von dort als 'Befreier' zurück in das Nachkriegsösterreich gestoßen wird, und überall nur Fremde vorfindet. Im poststalinistischen Zeitalter wiedergelesen, überrascht Reinhard Federmanns 1959 erstmals erschienenes Hauptwerk durch seine Aktualität – nur zu leicht drängen sich Analogien auch aus der Zeit gegenwärtiger Wenden und ihrer menschlichen Wetterfahnen auf.

      Das Himmelreich der Lügner
    • 1984

      Wien, Nachkriegszeit – Nach den Jahren der Zerstörung und des Hungers werden die ersten Siegergestalten des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült. Es sind einheimische und zugewanderte Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die Dor und Federmann in ihrem packenden Roman vorführen, und die atemlos dem schnellen Geld nachjagen. Sie sind es, die sich im noch unsicheren System der Besatzungszeit im aufgeteilten Wien am besten zurechtfinden, die sofort erfassen, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen. Vom Handel mit und dem Schmuggel von Zigaretten geraten sie so fast zwangsläufig in das Spiel der Spionage und schließlich des Menschenraubs. Die sowjetischen Besatzer helfen aktiv bei der Beschaffung des Schmuggelgutes: die erwartete Gegenleistung ist die Auslieferung von 'Feinden der Sowjetunion', die sich in nicht-sowjetischen Sektoren aufhalten. Dors und Federmanns negative Helden, die sich ohne Skrupel und Bedenken an dem Spiel im Wien des Dritten Mannes beteiligen, geraten allerdings bald selbst in das von ihnen ersonnene Netz, in dem sie sich verfangen und an dem sie zugrunde gehen.

      Internationale Zone
    • 1972

      Die Chinesen kommen

      Aus den Memoiren unserer Enkel, nach dem Untergang des Abendlandes

      • 172 Seiten
      • 7 Lesestunden
      Die Chinesen kommen
    • 1972