Nehmen Sie mich beim Wort ins Kreuzverhör
Vorlesungen der Wiesbadener Poetikdozentur
- 311 Seiten
- 11 Lesestunden
Ihr Werk befasst sich oft mit vergänglichen Themen, die sie auf komische, aber dennoch spannende Weise darstellt, was ihren Geschichten eine absurde Note verleiht. Sie nutzt auch die Technik der Zitation in ihren Romanen, um Erzählungen anhand offizieller Aufzeichnungen zu rekonstruieren. Als junge, erfolgreiche und weibliche Autorin gehört sie zu einer Gruppe von Schriftstellern, die von der Literaturkritik als „Fräuleinwunder“ bezeichnet wird.






Vorlesungen der Wiesbadener Poetikdozentur
Felicitas Hoppe schreibt in ihren »Sieben Schätzen« über die Welt der Wünsche, die das Erzählen ist. Sie erzählt von glücklichen Kindheiten und Zwergen mit großen Ohren, spricht über Literatur und Religion, ehrliche Erfindung und Autobiographie, über Zauberworte, Abenteuer und Ungeheuer, den literarischen Markt und das Schweigen, das im Märchen und im Leben ein Gewinn ist und eine Prüfung. Die Augsburger Vorlesungen sind ein großer Essay über Sätze, die Schätze sind, und über die Geheimnisse des Erzählens, über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die Kraft des Wortes, über die Sprache als Verständigung, als mögliche Berührung in der Dunkelheit.
"Reisen, Nachreisen, Unreisen" untersucht die Bedeutung des Reisens, sowohl physisch als auch innerlich. Felicitas Hoppe und Indra Wussow reflektieren über Sehnsüchte, kulturelle Aneignung und die Herausforderungen des Reisens, ergänzt durch Kunstwerke und Klanginstallationen. Ein interdisziplinäres Erlebnis für Reisende und Daheimgebliebene.
Von einem, der auszog, das Abenteuer zu suchen Iwein ist jung, er ist stark und er ist ein Ritter – der Beste der Besten! So gewinnt er auch das Herz der schönen Laudine. Bis zu seinem Lebensabend könnte er nun glücklich sein, an der Seite seiner Frau und als Herrscher vom Land Nebenan. Aber muss ein Ritter nicht weiter kämpfen, um sich zu beweisen? Iwein zieht aus und stürzt sich in die Abenteuer. Er kämpft mit Drachen, gewinnt einen Löwen zum Freund und besiegt sogar einen Riesen. Doch das größte aller Abenteuer wartet noch auf ihn. Ein Roman über die Freundschaft zwischen einem Ritter und seinem Löwen in der sagenhaften Welt von König Artus – fulminant!
„Die Ladung hat Priorität“, wird den Passagieren an Bord eines namenlosen Frachters mitgeteilt, der von Hamburg aus um die Welt fährt. Der zahlende Gast, der zugleich der Erzähler ist, fragt sich, warum man eine solche Reise unternimmt. Viele Fragen bleiben unbeantwortet: Warum weiß niemand, was sich in den Containern befindet? Warum will der unruhige Kapitän unbedingt von Bord? Auch die anderen Passagiere sind rätselhaft. Klarheit bringt nur Antonio Pigafetta, der nachts erscheint und von seiner Expedition unter Fernando Magellan erzählt. Durch seine Erzählungen wird deutlich, dass es neben zwei Arten von Seekrankheit eine dritte gibt: die Seekrankheit des Herzens. Eine Weltreise auf einem Schiff ist kein klassischer Trip, sondern ein abstraktes Konzept, das keinen klaren Anfang oder Ende hat. Mit etwas Glück endet sie dort, wo sie begann. Der Reiz der Reise liegt in ihrer Trivialität und Größe: trivial, weil sie an Ziele gebunden ist, großartig, weil sie ohne Vergangenheit und Geschichte nicht denkbar wäre. Die Reise wird so zu einer Reflexion über das Leben selbst, über die Suche nach Sinn und die Ungewissheit des Daseins.
Von einem, der auszog, das Abenteuer zu suchen Iwein ist jung, er ist stark und er ist ein Ritter – der Beste der Besten! So gewinnt er auch das Herz der schönen Laudine. Bis zu seinem Lebensabend könnte er nun glücklich sein, an der Seite seiner Frau und als Herrscher vom Land Nebenan. Aber muss ein Ritter nicht weiter kämpfen, um sich zu beweisen? Iwein zieht aus und stürzt sich in die Abenteuer. Er kämpft mit Drachen, gewinnt einen Löwen zum Freund und besiegt sogar einen Riesen. Doch das größte aller Abenteuer wartet noch auf ihn. Ein Roman über die Freundschaft zwischen einem Ritter und seinem Löwen in der sagenhaften Welt von König Artus – fulminant!
Fünf Porträts
Felicitas Hoppe nimmt sich fünf historische Figuren vor – fünf Fälle von seltener Hoffnungslosigkeit. Sie folgt den krummen Lebenslinien von Gaunern, Aufschneidern, Maulhelden und Pechvögeln, die eines vereint: Um sich weitestmöglich vom Ort des eigenen Versagens zu entfernen, trieb es sie hinaus aufs Meer.
Eine weit gespannte Reise durch die Kontinente und Zeiten, mit einem veritablen Ritter auf einem Pferd, einem ihn begleitenden Schreiber und drei Abenteurern auf der Suche nach dem kostbaren Fell der seltenen Berbiolette. Mit »Paradiese, Übersee« ist Felicitas Hoppe ein hinreißendes Kabinettstück Verkleidet, maskiert und gerüstet treten wir uns selbst gegenüber.
Eine Familie vermietet stundenweise einen Balkon. Die frischluftnärrischen Mieter stürzen aus ungeklärten Gründen stets in die Tiefe. Mit den Schaulustigen macht die Familie durch den Verkauf von Schnäpsen gute Geschäfte bis eines Tages sich das Kind auf den geheimnisvollen Balkon wagt. «Picknick der Friseure» ist ein Buch mit zwanzig grotesken und komischen Geschichten, die in der gegenwärtigen Literatur ihresgleichen suchen: manchmal bitterböse, voll atemberaubender Phantasie.
Roman
»Felicitas Hoppe zählt zu den klügsten Gegenwartsautoren. ›Hoppe‹ ist der Beweis.« Christoph Schröder, Journal Frankfurt ›Hoppe‹ ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein. „Das ist ein Anlass für mich, vor Freude einen Flickflack zu schlagen. Das tut Hoppe mit ihrer Sprache auch. “ Denis Scheck