Beatbestseller: Un gentiluomo a Mosca
- 558 Seiten
- 20 Lesestunden



Anna, Anneta, Netočka: so entsteht der Name der Protagonistin, ein zärtlicher Kosename, den eine verzweifelte Mutter für ihre Tochter in einem elenden St. Petersburger Zimmer kreiert. In Netočka dominiert das "net" der Negation, verstärkt durch den Nachnamen Nezvanova, der "Nichtgenannte" bedeutet. Die kleine Protagonistin ist vom "Nein" geprägt: ausgeschlossen vom Festmahl des Lebens, beobachtet sie die Welt, zuerst die Erwachsenen im Haus und dann die Fremden. Sie präsentiert sich als eine weibliche Version Dostojewskis, indem sie die Analyse der inneren Welt des Mädchens mit romantischen Themen verwebt und über die Rolle des Künstlers sowie die Beziehung zu seinen Werken reflektiert. Die ersten drei Teile wurden Anfang 1849 veröffentlicht, doch Ende April wurde Dostojewski verhaftet und zum Tode verurteilt, wobei er sich in letzter Minute rettete. Es folgten Deportation und Zwangsarbeit, zehn Jahre Dunkelheit in der Steppe, in denen er nach Licht suchte. Die letzten drei Teile von Netočka wurden nie geschrieben, da April 1849 einen grundlegenden Einschnitt in Dostojewskis Kreativität markierte: Danach sollte nichts mehr wie zuvor sein.
A cura di Serena Prina - Con uno scritto di Pier Paolo Pasolini