Am 08. Mai 1981 wurde die US-amerikanische Journalistin Alice Sebold in einem Tunnel vergewaltigt, an einem Ort, wo zuvor ein Mädchen brutal ermordet worden war. Ein Polizeibeamter bemerkte zynisch, sie habe "Glück gehabt" im Vergleich zu dem toten Mädchen. Diese grausame Realität wird in Sebolds neuem Werk eindringlich thematisiert. Mit 18 Jahren fühlte sie sich mehr mit dem toten Mädchen verbunden als mit dem Polizeibeamten oder ihren erschütterten Kommilitoninnen, da sie beide an demselben schäbigen Ort gelitten hatten. Sebolds Erlebnisbericht schildert nicht nur die grausame Tat, sondern auch ihren ungewöhnlichen Umgang mit der Hölle danach. Anstatt sich zurückzuziehen, suchte sie aktiv den Dialog mit dem Verbrechen. Die Verarbeitung ihrer Erfahrungen durch Sprache wird als entscheidender Schritt dargestellt. Dieses Buch ist kein Werk für schwache Nerven, sondern ein eindringlicher Bericht über Trauma und Bewältigung, der zeigt, wie wichtig es ist, sich mit solch dunklen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Sebolds eindrucksvolle Schilderungen machen deutlich, dass das, was sie durchlebt hat, in der Literatur einen Platz finden muss.
Claudia Valeria Letizia Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Ragazze, cappelli e Hitler
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Vienna 1938. Giovane, bella e chic, Trudi Miller crea cappelli per le donne più eleganti della città. Quando comincia a frequentare Walter, un uomo d’affari affascinante e carismatico, in breve se ne innamora. Ma il loro idillio avrà vita breve: Trudi e Walter sono ebrei e quando i carri armati di Hitler entrano in Austria sanno che saranno costretti a fuggire. Ragazze, cappelli e Hitler narra un’incredibile storia di vita vissuta che da Vienna a Praga, dall’Est-Europa fino alla Londra dei bombardamenti, racconta dei disperati tentativi compiuti da Trudi per garantire un rifugio sicuro a sé e Walter, per fuggire dagli orrori che hanno inghiottito l’Europa.
Muriel Spark entwirft in diesem Roman ein faszinierendes Szenario, in dem sich ein komplexes Netz von Handlungen um die regelmäßigen Treffen eines außergewöhnlichen spiritistischen Zirkels entfaltet. Im Mittelpunkt steht der teuflische Medium Patrick Seton, der eine Vielzahl von Charakteren anzieht, die sich in ihrer Exzentrizität unterscheiden, jedoch durch ihren Zivilstand und eine hartnäckige Abneigung gegen Veränderungen verbunden sind. Diese Abneigung kann, wenn die Umstände es erfordern, sogar zu Verbrechen führen. Die Ausgangssituation, bereits ansprechend, wird in ein London eingebettet, das mit wenigen Strichen in eine metaphysische Geografie verwandelt wird. Es ist unmöglich, sich diesem Roman nicht sofort hinzugeben und ihn nicht mit der tiefen Dankbarkeit zu lesen, die man den – äußerst seltenen – Autoren zollt, für die das Schreiben das Erfinden eines Verbrechens und gleichzeitig das Schmunzeln darüber bedeutet.
Die scheinbar heile Welt der Professorenfamilie Carlyle wird durch einen Mord zerstört. Jemand glaubt, dass Julia Carlyle das Geheimnis des Toten kennt. Doch sie ist ahnungslos. Sie weiß nur: Sie muss das Rätsel lösen, wenn sie ihre Familie retten will. Nach und nach enthüllt sie eine Affäre, die sogar den Präsidenten der Vereinigten Staaten in Gefahr bringt.
Barbara Gowdy, geboren 1950, lebt in Toronto. Sie studierte Theaterwissenschaft und Musik, arbeitete erst als Lektorin in einem Literaturverlag, später frei für verschiedene Zeitungen und das Fernsehen. Im Kunstmann Verlag erschienen von ihr u. a. „Seltsam wie die Liebe“, „Mister Sandman“ und zuletzt „Der weiße Knochen“ ( 50.000 verkaufte Exemplare ), über den John Irving schrieb: „Ich war hingerissen. Ich kenne nichts Vergleichbares“.
Verdammte Helden
- 418 Seiten
- 15 Lesestunden
In den USA avancierte Joe Menos Roman zum Sensationsbestseller und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Direkt und unverfälscht, dabei komisch und anrührend zugleich, erzählt „Verdammte Helden“ die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier junger Außenseiter auf der Suche nach sich selbst. Erzählt wird die Geschichte der rebellischen Heldentaten von Brian und seiner besten Freundin Gretchen. Brian ist ein schüchterner 17-Jähriger, der Heavy Metal und Videospiele liebt und heimlich für Gretchen schwärmt. Gretchen ist pummelig, hat pinkfarbene Haare und eine Vorliebe für Punkrock und Schlägereien. Beide sind sie Außenseiter, auf der Suche nach sich selbst und nach der Liebe. Ihre Probleme und Nöte sind typische Teenagerthemen - bösartige Lehrer, knappe Finanzen, der erste Sex. Andererseits sind sie alt und aufmerksam genug, um mit treffsicheren und schonungslosen Kommentaren über den Zustand der Welt zu erstaunen. Meno erzählt Nöte und Hoffnungen seiner Protagonisten unsentimental und glaubwürdig, und die direkte und authentische Sprache zieht den Leser unwiderstehlich in die Geschichte hinein. Es geht um Zugehörigkeit und die Sehnsucht danach, ein Gefühl, das jedem nur zu bekannt ist. „Joe Menos Love-Story über zwei Außenseiter in der Pubertätshölle ist authentisch, rührend - und rockt!“ Jolie „Witziger Pageturner für alle, die auch Nick Hornby lieben.“ YOUNG womans magazine „Ein Muss für Punks und Ex-Punks.“
Ein rundherum tolles Land
- 487 Seiten
- 18 Lesestunden
Die Fortsetzung von Frank McCourts Lebenserinnerungen beginnt auf einem irischen Schiff vor New York, wo der neunzehnjährige Frank mit nichts als Hoffnung auf eine bessere Zukunft ankommt. Arm, mit schlechten Zähnen und entzündeten Augen, muss er schnell feststellen, dass sein Aussehen und Akzent ihn im neuen Land als Außenseiter erscheinen lassen. Doch mit der Hilfe eines unkonventionellen katholischen Priesters, der demokratischen Partei und der US Army findet er seinen Platz in der Gesellschaft. Seine ungewöhnlichen Stationen reichen von Hoteldiener über Hafenarbeiter bis hin zu Soldat in Bad Tölz, wo er vom Hundeabrichter zum Materialverwalter aufsteigt. Trotz aller Widrigkeiten wird er High-School-Lehrer, dank der GI-Bill, seiner Liebe zur Literatur und seinem unerschütterlichen Humor. Er gründet eine Familie und holt seine Mutter und Brüder aus Limerick nach. Seine Frau ist Protestantin, und abends erzählt er in irischen Kneipen Anekdoten aus seinem Leben. Auch Limerick besucht er erneut, um die Asche seiner Mutter auf den Gräbern der Familie zu verstreuen. McCourts zweiter Erinnerungsband ist voll unglaublicher Geschichten über Priester, irische Kneipen und die Eigenheiten der Amerikaner, geschildert mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Traurigkeit und Witz.
»Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.« Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den 30er und 40er Jahren gehören zum Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die Besonderheiten der irischen Seele geschrieben worden ist: eine Geschichte zwischen tiefstem Elend und höchster Lebenslust, so komisch wie tragisch, erzählt mit unglaublichem Humor und Sprachwitz - und jedes Wort davon ist wahr.

