Kurt Schwitters hat mehr als nur gewöhnliche Sätze gefunden, um seiner Liebe zu einer gewissen Anna Blume Ausdruck zu verleihen. Und seine 'Ursonate' ist das wohl berühmteste Lautgedicht, das je erdacht wurde. Hier eine Auswahl der verblüffenden Sprachakrobatik des dadaistischen Künstlers.
Band 4 der Gesamtausgabe Kurt Schwitters. Alle Text e bietet erstmals eine vollständige Edition der von Kurt Schwitters herausgegebenen, multimedialen Künstlerzeitschrift Merz . Sie ermöglicht durch eine umfassende editorische Aufbereitung und eine vielschichtige Kommentierung mit komplexer Verweisstruktur einen neuen Zugang zu der kunstformenübergreifenden Reihe Merz . Dafür wurden die Inhalte sowie strukturelle und gestalterische Besonderheiten der Reihe interdisziplinär erforscht. Eine genaue wissenschaftliche Analyse der einzelnen Hefte, die relevante, bisher noch unerforschte Materialien einbezieht, liefert Erkenntnisse zur Entwicklung und zu künstlerischen Strategien des Gesamtwerks von Schwitters sowie zur Verortung von Merz in der internationalen Avantgarde der 1920er bis 1930er Jahre. Die kritische Transkription ermöglicht insbesondere im Falle der als Text-Bild-Collagen komponierten Seiten eine erhöhte Lesbarkeit. Die Materialität der Reihe Merz kann und will das Buch nicht dokumentarisch abbilden. Die Leserinnen und Lesern sollen vielmehr in die Lage versetzt werden, durch die editorische Aufbereitung des Materials dessen Spezifik zu erfassen. Aus diesem Grund wendet sich die Edition an Experten und Interessierte gleichermaßen, bietet sie doch sowohl Spezial- als auch Überblickswissen.
"Bleichsucht und Blutarmut", "Gästebuch für die Merzausstellung", "Schwarzes Notizbuch VI", "8 uur", "Kritiken. Spezialhaus für Abfälle" und lose Kritiken. Mitarbeit v. Sprengel Museum
1075 Seiten
38 Lesestunden
Kurt Schwitters' Sammelkladden aus den 1920er Jahren sind eine faszinierende Sammlung von nahezu sechshundert Texten und Bildern, die Leserbriefe, Künstlerkorrespondenzen und Kommentare enthalten. Diese bislang weitgehend unbekannten Notizbücher werden hier erstmals umfassend erschlossen und bieten tiefgreifende Einblicke in Schwitters' kreative Prozesse. Sie zeugen von seiner Leidenschaft für das Sammeln und Konstruieren und eröffnen neue Perspektiven auf die Vielfalt und Komplexität seiner Merzkunst.
Kurt Schwitters' berühmte Erzählung über das Verhältnis von Kunst und Kritik erschien vor neunzig Jahren udn ist nochimmer aktuell - eine Neuausgabe in besonders schöner Ausstattung und mit einem Nachwort versehen von Christian Demand. 'Auguste Bolte sah etwa 10 Menschen auf der Straße, die in einer und derselben Richtung geradeaus vorwärts gingen. Das kam Auguste Bolte verdächtig vor. 10 Menschengingen in einer und derselben Richtung. 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10. Da musste etwas los sein.' Um das herauszufinden, folgt sie den Menschen. Als sich die Gruppe teilt, entscheidet sie sich zunächst, nur dem einen Teil weiter zu folgen, rennt dann aber zwischen beiden hin und her. Unterwegs zeiht sie sich bis auf das Unterhemd aus, um schneller laufen zu können. Und dann verlässt ein junges Mädchen die Gruppe und verschwindet in einem Haus. Was macht Auguste nun? Eine herrlich verrückte Persiflage voller Reime und Wortspiele, die auch die Form der wissenschaftlichen Arbeit nicht verschont.
Kurt Schwitters revolutionized the art world in the 1920s with his Dadaist
Merz collages, theater performances, and poetry. But at the same time he was
also writing extraordinary fairy tales that were turning the genre upside down
and inside out. This book gathers thirty-two stories written between 1925 and
Schwitters' death in 1948.
Kurt Schwitters hat mehr als nur gewöhnliche Sätze gefunden, um seiner Liebe zu einer gewissen Anna Blume Ausdruck zu verleihen. Und seine 'Ursonate' ist das wohl berühmteste Lautgedicht, das je erdacht wurde. Hier eine Auswahl der verblüffenden Sprachakrobatik des dadaistischen Künstlers.
Ausstellungskatalog:Sprengel Museum Hannover 20.8.-5.11.2000.Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 25.11.2000-18.2.2001.Haus Der Kunst München 9.3.-20.5.2001.Texts by Dietmar Elger, Anette Kruszynski, Isabel Ewig, Justin Hoffman, Gerhard Schaub, Julia Schmidt u.a.
Kurt Schwitters, "der seltsamste Bürger von Hannover", kombiniert ernsthafte Ziele mit humorvollen Erzählungen. Seine Geschichten über Abenteuer mit einem geliehenen Fahrrad und absurde Alltagsdramen zeigen seinen einzigartigen Humor. Schwitters, ein vielseitiger Künstler, strebte nach der Einheit von Kunst und Leben.
Die berühmten Anna Blume-Texte (u.a. Anna Blume, Memoiren Anna Blumes in Bleie, Die Blume Anna) des Dadaisten Kurt Schwitters liegen nun in neuer Ausstattung vor.
The book features a rich tapestry of biographical and topographical insights, detailing the author's life experiences in Hannover and beyond. It reflects on themes of rebirth, the beauty of life, and the essence of art intertwined with personal narratives. The text includes a variety of poems and manifestos that explore the absurdities of existence, the interplay of madness and creativity, and the significance of Dadaism.
The collection includes notable works such as "Anna Blume," "Welt voll Irrsinn," and various experimental poems that challenge conventional forms. It also presents a series of manifestos that articulate the principles of Dada and Merz, emphasizing the importance of artistic freedom and the rejection of traditional norms.
Throughout, the author engages with the concept of art as a reflection of societal conditions, addressing themes of madness, identity, and the human experience. The interplay between humor and seriousness is evident, as is a deep-seated critique of societal structures. The text culminates in a call for artistic innovation and a reevaluation of what constitutes art in a rapidly changing world. Overall, it serves as a profound exploration of creativity, identity, and the complexities of modern life.
Kurt Schwitters war einer der einflussreichsten, bahnbrechendsten und zukunftsorientiertesten Künstler des Modernismus, doch nur bestimmte Bereiche seines immens vielfältigen Schaffens wurden gründlich untersucht und katalogisiert. Mit diesem ersten Band eines wegweisenden dreibändigen Katalogs wird sein Werk nun erstmals umfassend dokumentiert, wobei viele von Schwitters' bisher unveröffentlichten Collagen, Zeichnungen und Gemälden ans Licht kommen. Dieser erste Band behandelt die frühen Jahre des Künstlers, von 1905 bis 1922, und umfasst wenig bekannte Werke aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sowie die frühesten Merz-Stücke, die er zwischen 1918 und 1922 schuf. Die Werke sind chronologisch und innerhalb der Jahre nach Genre organisiert. Das Buch enthält zudem eine detaillierte und illustrierte Biografie des Künstlers.