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Axel Honneth

    18. Juli 1949

    Axel Honneths Werk konzentriert sich auf die sozialpolitische und moralische Philosophie, insbesondere auf Macht-, Anerkennungs- und Respektbeziehungen. Ein Kernargument ist die Priorität intersubjektiver Anerkennungsverhältnisse für das Verständnis sozialer Beziehungen. Er vertritt die Ansicht, dass Nicht-Anerkennung und Fehl-Anerkennung die Grundlage für soziale und zwischenmenschliche Konflikte bilden. Streitigkeiten über die Verteilung von Gütern in der Gesellschaft sind seiner Meinung nach letztlich Kämpfe um Anerkennung.

    Axel Honneth
    Kampf um Anerkennung
    Die Idee des Sozialismus
    Kommunikatives Handeln
    Schlüsseltexte der kritischen Theorie
    Kommunitarismus
    Theodor W. Adorno, negative Dialektik
    • In einem Brief nennt Adorno die „Negative Dialektik“ kurz nach ihrem Erscheinen unter seinen Schriften „das philosophische Hauptwerk, wenn ich so sagen darf“. Dieser herausgehobenen Bedeutung, die das Werk für Adorno hatte, entspricht nicht nur die lange Zeit, die er mit der Abfassung des Buchs beschäftigt war, sondern auch die lange Geschichte, die ihre zentralen Motive in seinem Denken haben. Philosophische Begriffsklärung, die Arbeit an “Begriff und Kategorien“ einer negativen Dialektik, versteht Adorno dabei als dialektischen Übergang in inhaltliches Denken – und so betreibt er sie auch hier. Das hat Konsequenzen für die Form des kooperativen Kommentars, der in diesem Band versucht wird. Adornos „Negative Dialektik“ zu kommentieren, kann nur in dem Bewußtsein der unüberbrückbaren Kluft gelingen, die den Kommentar von diesem Text trennt.

      Theodor W. Adorno, negative Dialektik
      5,0
    • Kommunitarismus

      Eine Debatte über die moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften

      • 226 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Kaum eine Kontroverse innerhalb der politischen Philosophie hat in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit auf sich gezogen als die in den USA zwischen Liberalen und den sogenannten Kommunitaristen. Die Vertreter des Kommunitarismus, zu denen Charles Taylor, Michael Sandel, Alasdair MacIntyre und Michael Walzer gehören, wenden gegenüber der liberalen, heute vor allem von John Rawls repräsentierten Theorietradition ein, dass sie der unhintergehbaren Bedeutung der partikularen, gemeinschaftsgebundenen Wertüberzeugungen weder politisch noch moraltheoretisch gerecht werden kann, weil sie von vereinzelten Subjekten ausgeht. Von diesem theoretischen Schlüsselproblem aus eröffnen sich alternative Zugänge zu einer Reihe von Fragen, die die Begriffe der Gerechtigkeit, der Moral und der Demokratie betreffen.

      Kommunitarismus
      5,0
    • In einem bemerkenswerten Konvolut von Notizen äußert Theodor W. Adorno seine Bedenken gegenüber der Erstellung von Lexika für philosophische Werke. Er erkennt zwar die „unschätzbare“ Erleichterung an, die Lexika bieten, ist jedoch unzufrieden mit der Idee, komplexe Theorien von Autoren wie Marx, Hegel oder Kant auf stichwortartige Einträge zu reduzieren. Adorno fragt sich, wie die Substanz solcher tiefgreifenden Überlegungen in einzelne Begriffe zerlegt und durch knappe, summarische Eintragungen erfasst werden kann. Er befürchtet, dass viele wichtige Gedanken durch die Maschen der Begriffsregistrierungen fallen, da sie nicht unter ein Stichwort passen. Seiner Meinung nach zwingt die „lexikalische Vernunft“ zur Vergegenständlichung von etwas, das nicht gegenständlich ist. Der vorliegende Band widerspricht Adornos Kritik in vielerlei Hinsicht. Er versucht nicht nur, die von Adorno mitgeschaffene Theorietradition lexikalisch zu erfassen, sondern geht darüber hinaus, indem er alle zentralen Schriften und Aufsätze umfassend und nicht nur symptomatisch vorstellt.

      Schlüsseltexte der kritischen Theorie
      4,0
    • Kommunikatives Handeln

      Beiträge zu Jürgen Habermas' »Theorie des kommunikativen Handelns«

      • 419 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Jürgen Habermas' systematisches Hauptwerk hat seit seinem Erscheinen eine Fülle von Reaktionen und Debatten ausgelöst. Viele Stellungnahmen sind deutlich geprägt von der Schwierigkeit, auf ein so überaus komplexes und anspruchsvolles, gedankliche Ansätze verschiedenster Herkunft bündelndes Werk angemessen einzugehen. Dieser Materialband versucht, eine Bilanz des philosophischen und soziologischen Ertrags zu ziehen. Die Neuausgabe bietet weitere Aufsätze und eine aktualisierte Bibliographie.

      Kommunikatives Handeln
      4,0
    • Die Idee des Sozialismus

      Versuch einer Aktualisierung

      • 167 Seiten
      • 6 Lesestunden

      »Soziale Freiheit ist die eigentliche Idee des Sozialismus.« Die Idee des Sozialismus, die der Empörung über die kapitalistischen Lebensbedingungen für mehr als 150 Jahre normativen Halt und geschichtliche Orientierung gegeben hat, scheint heute jegliche Zugkraft verloren zu haben. Trotz eines wachsenden Unbehagens lässt sich gegenwärtig jedenfalls kaum jemand dazu hinreißen, in ihrem Namen noch einmal Vorstellungen einer Lebensform jenseits des Kapitalismus zu entwerfen. Wie ist das rapide Veralten dieser einst so faszinierenden Idee zu erklären? Und was müssen wir tun, wenn wir sie für unsere Zeit retten wollen? Die Idee des Sozialismus hat ihren Glanz verloren, so Axel Honneth in seinem luziden politisch-philosophischen Essay, weil in ihr theoretische Hintergrundannahmen am Werk sind, die aus der Zeit des Industrialismus stammen, nun aber, im 21. Jahrhundert, keinerlei Überzeugungskraft mehr besitzen. Sie müssen ersetzt werden, und zwar durch Bestimmungen von Geschichte und Gesellschaft, die unserem heutigen Erfahrungsstand angemessen sind. Nur wenn das gelingt, kann das Vertrauen in ein Projekt zurückgewonnen werden, das nach wie vor zeitgemäß ist und auch einschließt, die Wirtschaft nach Maßgabe einer solidarisch verstandenen Freiheit zu gestalten.

      Die Idee des Sozialismus
      4,0
    • Kampf um Anerkennung

      Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte.

      • 301 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Aus dem Hegelschen Denkmodell eines »Kampfes um Anerkennung« die Grundlagen einer normativ gehaltvollen Gesellschaftstheorie zu entwickeln - das ist das Ziel dieses Buches. Die systematische Rekonstruktion der Hegelschen Argumentationsfigur, die den ersten Teil des Buches ausmacht, führt zu einer Unterscheidung von drei Anerkennungsformen. Der zweite Teil der Arbeit nimmt seinen Ausgang in dem Unterfangen, der Hegelschen Idee mit Rückgriff auf die Sozialpsychologie G. H. Meads eine empirische Wendung zu geben: auf diese Weise entsteht ein intersubjektivitätstheoretisches Personenkonzept. Als eine Konsequenz dieser Untersuchung zeichnet sich die Idee einer kritischen Gesellschaftstheorie ab, in der Prozesse des gesellschaftlichen Wandels mit Bezugnahme auf die normativen Ansprüche erklärt werden sollen, die in der Beziehung der wechselseitigen Anerkennung strukturell angelegt sind. Die durch diesen Grundgedanken eröffneten Perspektiven werden im letzten Teil des Buches weiterverfolgt.

      Kampf um Anerkennung
      4,2
    • Die zerrissene Welt des Sozialen

      Sozialphilosophische Aufsätze

      • 203 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die in diesem Band enthaltenen theoriegeschichtlichen – zumeist in Form von Autorenportraits angelegten – Studien versuchen, einen Überblick über die sozialphilosophischen Schwierigkeiten zu gewinnen, mit denen heute der Entwurf einer kritischen Gesellschaftstheorie systematisch konfrontiert ist.

      Die zerrissene Welt des Sozialen
      3,0
    • Eine der größten Schwächen vieler Demokratietheorien ist das Versäumnis, zu berücksichtigen, dass die Mitglieder des Souveräns auch arbeitende Subjekte sind. Axel Honneth untersucht in seiner Monographie die Rolle der Organisation von Arbeitsverhältnissen für die Stabilität demokratischer Gemeinschaften. Er argumentiert, dass die Teilnahme an der demokratischen Willensbildung von einer transparenten und fairen Arbeitsteilung abhängt. Honneth begründet, warum es wichtig ist, Arbeitsverhältnisse auf ihre Vereinbarkeit mit demokratischen Prinzipien zu prüfen. Er analysiert die Entwicklung der Arbeitsbedingungen seit dem 19. Jahrhundert, illustriert durch eindrucksvolle literarische Zeugnisse, und beleuchtet die Lebensrealitäten von Landarbeitern, Dienstboten und frühen Industriearbeitern. Dabei stellt er die These auf, dass gegenwärtige Arbeitsverhältnisse die Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme an der demokratischen Meinungs- und Willensbildung zunehmend gefährden. Im abschließenden Teil skizziert Honneth, an welchen Punkten eine zeitgemäße Arbeitsmarktpolitik ansetzen sollte, um den bestehenden Missständen entgegenzuwirken und die dringend benötigte Wiederbelebung demokratischer Partizipation zu fördern.

      Der arbeitende Souverän
      3,5