Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984 | SPIEGEL-Bestseller
„Geister der Gegenwart“ von Wolfram Eilenberger erkundet die Ideen von Adorno, Sontag, Foucault und Feyerabend in der Nachkriegszeit. Der Autor schildert ihren Aufbruch zu einer neuen Aufklärung und deren Einfluss auf Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Ein inspirierendes Werk über die Kraft der Philosophie in Krisenzeiten.
The year is 1933. Hannah Arendt escapes Berlin, seeking refuge among the stateless gathering in Paris. Simone de Beauvoir reimagines the dance between consciousness and the world outside in a Rouen cafe. Ayn Rand labours in Hollywood exile on the novel she believes destined to reignite the flame of liberty in her adoptive nation. Simone Weil, disenchanted with the revolution's course in Russia,[Bokinfo].
Vier geniale Frauen kämpfen in finsterer Zeit für unsere Freiheit: Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand. Wolfram Eilenberger schildert mit großer Erzählkunst ihre dramatischen Lebenswege als einflussreichste Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Inmitten der Wirren des Zweiten Weltkriegs legen sie als Flüchtlinge und Widerstandskämpferinnen das Fundament für eine emanzipierte Gesellschaft. Die Jahre 1933 bis 1943 markieren das schwärzeste Kapitel der europäischen Moderne. Angesichts der Katastrophe entwickeln die vier Philosophinnen visionäre Ideen zu Individuum und Gesellschaft, Geschlechterverhältnissen, Freiheit und Totalitarismus sowie dem Verhältnis von Gott und Mensch. Ihr abenteuerlicher Weg führt von Stalins Leningrad über Hitlers Berlin und das besetzte Paris bis nach New York und zu revolutionären Gedanken, die unsere Gegenwart und Zukunft prägen. Ihre Existenzen als Geflüchtete und Aktivistinnen sind gelebte Philosophie und zeugen von der befreienden Kraft des Denkens. Eilenberger stellt die Frauen ins Zentrum und beweist, dass tiefes Denken und lebendiges Beschreiben sich nicht ausschließen. Ein bedeutendes Kapitel der Philosophiegeschichte, das auf aufregende Weise klüger macht.
Das Ruhrgebiet gibt es (noch) nicht! Erkenne dich selbst! Was würde es für das heutige Ruhrgebiet bedeuten, diesem Imperativ zu folgen? Zunächst die Einsicht, dass es (noch) nicht wirklich existiert. Es ist nirgends amtlich registriert, seine Grenzen sind nicht beschrieben. Es ist Mythos und doch Heimat. Wolfram Eilenberger, einer der besten Philosophen des Landes, versucht, diesem Paradox nachzugehen. Denn als Kernregion Europas ist das Ruhrgebiet am Ende ein Modell für uns alle. Ein Jahr ist der Philosoph Wolfram Eilenberger vor Ort in Mülheim an der Ruhr. Seine dortige Mission: das Ruhrgebiet verstehen, gar lieben lernen. Aber wie eine Region lieben, die sich selbst oft missversteht? Auf keiner Landkarte verzeichnet, in keinem Register vermerkt, in keinem Kunstwerk verewigt, ist das Ruhrgebiet bis heute auf der Suche nach sich selbst. Irgendwo zwischen Kumpel und Kohlen, Stadien und Halden, Brachen und Lachen, bleibt er also zu bergen: der Schatz eines Reviers, das aus mehr bestehen will als nostalgischer Rückschau.
Die Jahre 1933 bis 1943 markieren das schwärzeste Kapitel der europäischen Moderne. Im Angesicht der Katastrophe entwickeln vier Philosophinnen, Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt, ihre visionären Ideen: zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, von Mann und Frau, von Sex und Gender, von Freiheit und Totalitarismus, von Gott und Mensch. Ihr abenteuerlicher Weg führt sie von Stalins Leningrad bis nach Hollywood, von Hitlers Berlin und dem besetzten Paris bis nach New York; vor allem aber zu revolutionären Gedanken, ohne die unsere Gegenwart – und Zukunft – nicht dieselbe wäre. Ihre Existenzen – als Geflüchtete, Aktivistinnen, Widerstandskämpferinnen – erweisen sich dabei als gelebte Philosophie und legen eindrucksvoll Zeugnis von der befreienden Kraft des Denkens ab.Ein grandioses Buch über vier globale Ikonen, die am Abgrund des 20. Jahrhunderts beispielhaft und mit bis heute weltweiter Wirkung verkörperten, was es heißt, ein wahrhaft freies Leben zu führen.
Švýcarský publicista a filozof Wolfram Eilenberger přibližuje vývoj německé filozofie v letech 1919 až 1929, zaměřuje se na čtyři významné filozofy: Martina Heideggera, Ernsta Cassirera, Ludwiga Wittgensteina a Waltera Benjamina. Na základě důkladné znalosti jejich životních příběhů a děl vytváří plastický obraz jejich osobností a přínosů pro filozofii a kulturu. Martin Heidegger, existencialistický filozof, se ve svém hlavním díle snažil odhalit smysl bytí analýzou lidské existence, přičemž kladl důraz na konečnost a smrtelnost člověka. Ernst Cassirer, novokantovec a profesor, se zabýval duchovními vědami a kulturou, přičemž jeho filozofie, označovaná jako symbolism, zdůrazňuje vytváření symbolů jako jedinou dostupnou skutečnost. Ludwig Wittgenstein, rakouský logik a filozof, formuloval v Logicko-filozofickém traktátu základy analytické filozofie a logického pozitivismu, redukující filozofii na logickou analýzu jazyka a extrapolující logický formalismus na veškeré poznání. Eilenberger tak přináší fascinující pohled na klíčové myšlenky a osobnosti, které formovaly filozofii v tomto důležitém období.
In 1919, the aftermath of the First World War shapes the lives of four major philosophers: Walter Benjamin, Martin Heidegger, Ludwig Wittgenstein, and Ernst Cassirer. Each stands at a pivotal moment in their lives. Benjamin, struggling with his overbearing father and an unsteady academic career, seeks to escape while living as a critic. Wittgenstein, rejecting his wealthy inheritance from one of Europe's richest families, pursues spiritual clarity. Heidegger, having avoided combat by serving as a meteorologist, focuses on cultivating his career under Edmund Husserl, distancing himself from his Catholic past. Cassirer, on the fringes of academia, dedicates himself to writing and aims for a position at Hamburg University. As their paths intertwine over the next decade, these thinkers emerge as world historical figures. However, as the Second World War approaches, their destinies diverge dramatically. Wolfram Eilenberger artfully chronicles their tumultuous lives, weaving in other influential figures such as John Maynard Keynes, Hannah Arendt, and Bertrand Russell. Through this narrative, he reveals the brilliance of their ideas, often perceived as enigmatic, and presents a compelling story of ambition and passion among some of history's most significant intellectuals.
The year is 1919. Walter Benjamin flees his overbearing father to scrape a living as a critic. Ludwig Wittgenstein signs away his inheritance, seeking spiritual clarity. Martin Heidegger renounces his faith and align his fortunes with Husserl's phenomenological school. Ernst Cassirer sketches a new schema of human culture on a cramped Berlin tram. The stage is set for a great intellectual drama. Over the next decade, the lives and thought of this quartet will converge and intertwine as each gains world-historical significance, between them remaking philosophy. Time of the Magicians brings to life this unparalleled burst of intellectual creativity and with it an entire era, from post-war exuberance to economic crisis and the emergence of National Socialism. It becomes an intellectual adventure story, a captivating journey through the greatest revolution in Western thought told through its four protagonists, each with their own penetrating gaze and answer to the question which has animated philosophy from the very beginning: What are we?
Das abenteuerliche Leben vier außergewöhnlicher Frauen, die in finsterer Zeit für unsere Freiheit kämpften, wird eindrucksvoll geschildert. Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand sind die einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, deren dramatische Lebenswege Wolfram Eilenberger mit großer Erzählkunst beschreibt. Zwischen 1933 und 1943, dem dunkelsten Kapitel der europäischen Moderne, entwickeln sie visionäre Ideen zu Themen wie Individuum und Gesellschaft, Geschlechterverhältnisse, Freiheit und Totalitarismus sowie der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Ihre Reisen führen sie von Stalins Leningrad über Hitlers Berlin und das besetzte Paris bis nach New York. Inmitten dieser Wirren agieren sie als Flüchtlinge, Widerstandskämpferinnen und Aktivistinnen, deren Leben gelebte Philosophie darstellt. Ihre Gedanken und Handlungen erweisen sich als wegweisend für eine emanzipierte Gesellschaft. Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Zeugnis der befreienden Kraft des Denkens und würdigt vier globale Ikonen, die am Abgrund des 20. Jahrhunderts beispielhaft verkörperten, was es heißt, ein wahrhaft freies Leben zu führen.
Doba čarobnjaka Wolframa Eilenbergera izvanredni je prikaz velikog desetljeća filozofije (1919.–1929.), na razmeđi uživanja u životu i gospodarske krize, poraća i nadolazećeg nacionalsocijalizma. Uspona Martina Heideggera nalik na komet i njegove ljubavi prema studentici Hannah Arendt. Posrnuća i zanosa Waltera Benjamina, koji je zbog lude ljubavi prema latvijskoj anarhistici na Capriju i sam postao revolucionar. Genija i sina milijardera Ludwiga Wittgensteina, koji, nakon što je potpuno osiromašio, radi kao učitelj u pučkoj školi u donjoaustrijskoj provinciji dok ga u Cambridgeu slave kao "boga filozofije". I naposljetku Ernsta Cassirera, koji je još u godinama prije nego što je emigrirao iz Njemačke u građanskim četvrtima Hamburga osjetio nadolazeći antisemitizam na vlastitoj koži. U životnome putu i revolucionarnome mišljenju ove četvorice iznimnih filozofa, smatra Wolfram Eilenberger, nalazimo i temelje iskona našeg današnjeg svijeta. Zahvaljujući autorovu velikom pripovijedalačkom umijeću, Doba čarobnjaka, ta retrospektiva dvadesetih godina, podjednako inspirira kao što i opominje, ali prije svega pravi je užitak za čitatelje koje povlači u taj svijet. "Eilenberger pripovijeda stručno i podrobno, napeto i učeno o 'velikom desetljeću filozofije' između 1919. i 1929., dekadi kada se odlučivalo o tome hoće li sudbina Europe krenuti putem demokracije ili diktature, uslijed čega i svjetska povijest takoreći zadržava dah." Roman Leich, Der Spiegel "Ova zorno, domišljato i lijepim pripovijedalačkim stilom napisana knjiga opisuje razdoblje između 1919. i 1929., kada su Heidegger, Wittgenstein, Benjamin i Cassirer postali filozofi od svjetske važnosti. Premda među njima nije bilo previše doticaja, imali su brojne dodirne točke. Zajedno, kao što nam Eilenberger upečatljivo pokazuje, tvore nevjerojatnu duhovnu konstelaciju i predstavljaju četiri životne koncepcije i četiri odgovora na pitanje: što je čovjek? Iz toga proizlazi zvjezdana karta filozofije u jednom velikom trenutku, na koji pada sjena prošle i buduće katastrofe." Rüdiger Safranski