Bronisław MalinowskiReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
7. April 1884 – 16. Mai 1942
Bronisław Malinowski war ein polnischer Anthropologe, dessen bahnbrechende Arbeit im Bereich der ethnografischen Feldforschung das Studium Melanesiens und der Reziprozität maßgeblich prägte. Sein Ansatz der Feldforschung, der eine tiefe Immersion in eine Kultur betonte, wurde zu einem Eckpfeiler der modernen Anthropologie. Malinowskis innovative Methoden und sein Fokus auf das Verständnis von Gesellschaften von innen heraus definierten die Disziplin neu. Seine umfangreichen Beiträge prägen weiterhin unser Verständnis von menschlichen Beziehungen und kulturellen Dynamiken.
Exploring the interplay between myth, magic, and human psychology, this work by Bronislaw Malinowski delves into how primitive myths shape psychological experiences. Originally published in 1926, it offers insights into the significance of these cultural elements in understanding human behavior. The republished edition includes a new biography of the author, providing additional context to his influential contributions to anthropology and psychology.
Drawing from personal experiences in Melanesian New Guinea, the author provides a detailed account of native life, including work, play, and cultural practices. The book features five maps and sixty-five illustrations, offering a comprehensive look at the Kula District and the Trobriand Islands. Key chapters cover topics such as local inhabitants, ceremonial practices, and traditional canoe sailing. This insightful volume serves as a valuable resource for anthropology enthusiasts and is enhanced by a new introductory biography of the author.
Malinowského kniha je dokumentem doby, v níž vznikla. Mnoho témat ještě bylo tabuizováno, řada tvrzení v ní byla pozdějším vývojem v antropologii i psychologii modifikována. Přesto zůstává Malinowského pojednání o sexu a jeho potlačování jak v divošské tak v civilizované společnosti neobyčejně poučným čtením a o užitečnosti vydání českého překladu nemůže být pochyb. Právě pro tento systematický výklad v porovnávacím duchu, kdy i moderní společnost je citlivě členěna do stavů zámožných a vzdělaných a do vrstev pracujících v zemědělství a průmyslu, je Malinowského kniha přitažlivá pro antropology i pro jakéhokoli čtenáře, který se nebojí být srovnáván s divochy. Je napsána přístupným jazykem, který si nezadá s nejlepšími populárně poučnými díly a přitom neztrácí na své profesionální vědecké úrovni.
When it was first published (in 1967, posthumously), Bronislaw Malinowski's diary, covering the period of his fieldwork in 1914-1915 and 1917-1918 in New Guinea and the Trobriand Islands, set off a storm of controversy. Many anthropologists felt that the publication of the diarywhich Raymond Firth describes as "this revealing, egocentric, obsessional document"was a profound disservice to the memory of one of the giant figures in the history of anthropology. Almost certainly never intended to be published, Malinowski's diary was intensely personal and brutally honest. He kept it, he said, "as a means of self-analysis." Reviews ranged from "it is to the discredit of all concerned that the diary has now been committed to print" to "fascinating reading." Twenty years have passed, and Raymond Firth suggests that the book has moved over to a more central place in the literature of anthropological reflection. In 1967, Clifford Geertz felt that the "gross, tiresome" diary revealed Malinowski as "a crabbed, self-preoccupied, hypochondriacal narcissist, whose fellow-feeling for the people he lived with was limited in the extreme." But in 1988, Geertz referred to the diary as a "backstage masterpiece of anthropology, our The Double Helix." Similarly in 1987, James Clifford called it "a crucial document for the history of anthropology."
Malinowski untersucht das Zusammenspiel von Wissenschaft, Magie und Religion und schlägt eine duale Realität vor, in der die natürliche Welt durch Beobachtung und Rationalität verstanden wird, während das Übernatürliche emotionale Bedürfnisse durch Glauben anspricht. Er argumentiert, dass Wissenschaft aus der Fähigkeit der Menschheit entsteht, Wissen zu organisieren, wie es in den technischen Fähigkeiten der Trobriand-Gesellschaft zu sehen ist, während Magie als pragmatische Antwort auf menschliche Begrenzungen und Herausforderungen dient. Darüber hinaus unterscheidet er Magie von Religion, indem er erstere als zielgerichtet und letztere als ritualistisch charakterisiert, insbesondere im Zusammenhang mit Lebenskrisen.
Während des Ersten Weltkriegs fand sich der Pionieranthropologe Bronislaw Malinowski auf den Trobriand-Inseln vor der Ostküste Neuguineas gestrandet. Durch das Leben unter den Menschen, deren Sprache er sprach und an deren Aktivitäten er teilnahm, entwickelte er die Methode der „Teilnehmenden Beobachtung“. Diese neue Art ethnografischer Studien hatte einen enormen Einfluss auf die aufkommende Disziplin der Anthropologie. In „Geschlechtstrieb und Verdängung in primitiven Gesellschaften“ wandte Malinowski seine Erfahrungen von den Trobriand-Inseln auf das Studium der Sexualität an und beleuchtet damit Themen wie Erotik, Obszönität, Inzest, Unterdrückung, Macht und Elternschaft. Dabei nutzte und stellte er die zu dieser Zeit in Europa von Freud und anderen popularisierten psychoanalytischen Methoden in Frage. Das Ergebnis ist ein einzigartiges und brillantes Buch, das, obwohl es bei seiner Veröffentlichung revolutionär war, mittlerweile zu einem Standardwerk über die Psychologie der Sexualität geworden ist.
Die tatsächlichen Beobachtungen des martilinearen Komplexes bei den Melanesiern sind wohl die erste Anwendung der psychoanalytischen Theorie auf die Erforschung des Lebens der Primitiven und könnten von einigem Interesse für den sein, der den Menschen, seinen Geist und seine Kultur studiert.
Die „Argonauten des westlichen Pazifik“ bilden den ersten Band der Trilogie über die Trobriander. Bronislaw Malinowski hat selbst von sich gesagt, er würde einmal der Joseph Conrad der Anthropologie sein, und nirgendwo in seinen Arbeiten liegt diese Assoziation näher als bei seinem Hauptwerk, der Trilogie über die Trobriander. Im Mittelpunkt von Malinowskis auch literarisch faszinierender Schilderung steht das , Kula", der Ringtausch von teils nützlichen, vor allem aber magisch-rituell bedeutsamen Gütern, die in einem komplexen System von Gegenseitigkeits- und Freundlichkeitsökonomie zwischen den verschiedenen Inselgruppen zirkulieren. Hierbei unternehmen die Trobriander und ihre Nachbarn große, magisch und nautisch sorgfältig vorbereitete Übersee-Expeditionen, die, wie die Seefahrt der Argonauten in der griechischen Sage, von einer Mythologie aus Gefahren und harten Prüfungen, aus Seeungeheuern und Stürmen, aus Schiffbruch und wohlbehaltener Ankunft umgeben sind. Bronislaw Malinowski, geb. 1884 in Krakau, gest. 1942 in New York, studierte u. a. bei Wilhelm Wundt in Leipzig und bei J. G. Frazer in London. Während des ersten Weltkriegs nahm er an einer Expedition nach Neu-Guinea und Melanesien teil.
Focusing on the themes of war and totalitarianism, this treatise by Bronislaw Malinowski reflects his urgent analysis of global issues during World War Two. Concerned with the implications of a totalitarian victory, Malinowski delves into concepts of freedom, culture, and humanity's future. The book's chapters explore various dimensions of freedom, making it a thought-provoking read. Now republished in a modern edition, it includes a new biography of the author and is essential for those interested in Malinowski's insights and the broader implications of civilization.