Světlana Alexandrovna Alexijevič Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)







Steht die Vergangenheit Uns Noch Bevor?
- 80 Seiten
- 3 Lesestunden
Ohne Bewusstsein der Vergangenheit lässt sich in der Gegenwart keine Zukunft entwerfen und lenken. Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und der Außenpolitiker Ruprecht Polenz sprechen über die Beziehungen zwischen Russland und Europa, das Vermächtnis der Sowjetunion im „homo sovieticus“ sowie über Möglichkeiten öffentlichen oder privaten Widerstands. Freiheit, darüber sind sie sich einig, kann nicht importiert oder allein durch äußeren Druck erzwungen werden. Sie muss sich aus einer gesellschaftlichen Ordnung heraus entwickeln, aus einem Sog, den das Freiheitsversprechen auslöst.
Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt. Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.« Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.
Seht mal, wie ihr lebt
- 267 Seiten
- 10 Lesestunden
Tschernobyl
- 282 Seiten
- 10 Lesestunden
Über mehrere Jahre hat Swetlana Alexijewitsch Menschen befragt, deren Leben von der Tschernobyl-Katastrophe gezeichnet wurden. Entstanden sind eindringliche psychologische Portraits - literarisch bearbeitete Monologe - , die von Menschen berichten, die sich ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen müssen.
Im Banne des Todes
- 267 Seiten
- 10 Lesestunden
Zerbrach ein riesiges Imperium. Der sozialistische Kontinent, der ein Sechstel der Landmasse einnahm. In den ersten fünf Jahren wurden Hunderttausende von Selbstmorden registriert. Die Menschen konnten nur im Sozialismus leben und wussten nicht, wie es weitergehen sollte… Unter den Selbstmördern waren nicht nur kommunistische Fanatiker, sondern auch Dichter, Marschälle, gewöhnliche Kommunisten… Das Buch handelt davon, wie wir aus der Narkose der Vergangenheit, aus dem Hypnose des Großen Betrugs herauskamen… Ideen-Mörder…
Zinkjungen
Afghanistan und die Folgen
Zinkjungen: So wurden im sowjetischen Afghanistankrieg die gefallenen Soldaten genannt. Ihre Leichen durften den Angehörigen nur in zugeschweißten Zinksärgen übergeben werden. Das Wort steht exemplarisch für die Verschleierungspraxis der Sowjetunion, die alles dafür tat, die brutale Realität des zehnjährigen Krieges geheim zu halten. Swetlana Alexijewitsch hat mit Soldaten, Müttern, Witwen und Krankenschwestern gesprochen und verarbeitet die Augenzeugenberichte in ihrem »Roman der Stimmen« zu einem erschütternden Antikriegsbuch. Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch dokumentiert den universellen Wahnsinn des Krieges und seine verheerenden Auswirkungen auf ihre Gesellschaft – in Zeiten von weltweit auflodernden Krisenherden ist dieses Buch aktueller denn je. »Beharrlich, furchtlos, ergreifend.« Karl Schlögel, Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013
Die letzten Zeugen
- 259 Seiten
- 10 Lesestunden
Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sprechen Männer und Frauen, die beim Einmarsch der Deutschen in Weißrussland noch Kinder waren, zum ersten Mal darüber, woran sie sich erinnern. Ihre erschütternden Berichte vom Krieg machen „Die letzten Zeugen“ zu einem der eindringlichsten Antikriegsbücher überhaupt. Oft sind diese Erinnerungen nur Bruchstücke, und doch haben diese Kinder Dinge gesehen und erlitten, die niemand, am allerwenigsten ein Kind, sehen und erleiden dürfte. Alexijewitsch erweist sich einmal mehr als begnadete Zuhörerin und große Chronistin, die es versteht, den Erfahrungen von Menschen in Extremsituationen, im Ausnahmezustand einen einzigartigen Resonanzraum zu verschaffen.
Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
Rund eine Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gekämpft, aber ihr Schicksal ist nirgendwo festgehalten. In diesem Buch sind nun ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Die Frauen schildern die unheroische Seite des Krieges, die üblicherweise in Erzählungen und Erinnerungen ausgeblendet wird. Im Gegensatz zu den Männern, die aus dem Krieg zurückkehrten, galten die Soldatinnen keineswegs als Heldinnen, vielmehr begegnete man ihnen mit Misstrauen, ja mit Verachtung. Swetlana Alexijewitsch gibt den Frauen in diesem erschütternden Buch erstmals eine Stimme. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes, unsentimentales und doch fast lyrisches Dokument, das nun in einer von der Autorin überarbeiteten Neuausgabe erscheint.
Běloruská autorka Světlana Alexijevičová jezdila čtyři roky po Sovětském svazu a setkávala se s ženami, které bojovaly ve Velké vlastenecké válce. Hovořila s dělostřelkyněmi, spojařkami, tankistkami, letkyněmi, zdravotními sestrami, partyzánkami… Z jejich vzpomínek vytvořila velmi osobité, často až otřesně působící literární dílo, výrazné protiválečné varování. Proud vzpomínek působí hluboce lidsky, autenticky, vyhýbá se zbytečnému patosu a velkým slovům. Šestnáctileté dívky se učí zabíjet – a přitom pláčou, že už tři dny neviděly mámu. Ani návrat do mírového života není lehký, mnohé ve válce ztratily svou ženskost, zešedivěly, v noci se probouzejí hrůzou – a jsou to dvacetileté dívky, které mají všechno před sebou – lásku, manželství, děti…




