Im Archipel GUPVI
- 296 Seiten
- 11 Lesestunden
German






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Das Buch beleuchtet die wesentlichen Etappen der Geschichte der Ersten Republik Österreich von 1918 bis 1938. Als wissenschaftlicher Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im "Haus der Geschichte" im Museum Niederösterreich konzentriert es sich auf die komplexe Innenpolitik, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse sowie auf die Ursachen von Gewalt und Militarisierung. Es thematisiert den Kampf um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Gefahren populistischer Agitation. Zudem wird der wirtschaftliche Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Verarmung sowie der Einsatz für Grund- und Freiheitsrechte und Toleranz behandelt. Der österreichische Staat verlor diesen Kampf in den 20 Jahren bis 1938, da Eigeninteressen über Gesamtinteressen gestellt wurden und viele Akteure sich als Sieger fühlten. Zu wenige unterstützten die Republik von Anfang an oder glaubten in Krisenzeiten an sie. Die Abkehr von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie führte zur Zerschlagung dieser Werte in den Jahren 1933/34. Das nostalgisch an die Monarchie angelehnte Österreichbewusstsein bot keine echte Alternative zu den Verlockungen des Nationalsozialismus. Ziel des Begleitbandes ist es, wichtige Aspekte und Persönlichkeiten der Zwischenkriegszeit einem breiten Publikum näherzubringen.
Schicksale zwischen Thaya und March Der Eiserne Vorhang zwischen Österreich und der Tschechoslowakei gehörte zu den härtesten Sperrzonen im Kalten Krieg. An Thaya und March starben beinahe so viele Flüchtlinge wie an der Berliner Mauer. Spionage, Verrat, Verschleppung oder Flucht standen hinter den tödlichen Tragödien. Die Fäden im Hintergrund zogen die tschechoslowakischen Geheimdienste – über ihr dicht verwobenes Netz in ganz Österreich, mit Zentralen in Salzburg und Wien. Stefan Karner und sein Forschungsteam des Ludwig Boltzmann-Instituts haben mithilfe der Archive und Institute in Prag, Brünn und Pressburg erstmals Zugriff auf die bisher unter Verschluss gehaltenen Geheimakten bekommen. Zahlreiche Fallbeispiele erzählen die Schicksale, die sich bis zur Mitte der Fünfziger Jahre ereigneten – und über die das kommunistische Regime der Tschechoslowakei für immer den Mantel des Schweigens breiten wollte.
Seit mehr als 35 Jahren versorgt das „Österreichische Jahrbuch für Politik" alle an Politik Interessierten mit Informationen über das politische Geschehen in Österreich und der Welt. Sachlich und überparteilich dargestellt von den namhaftesten Politikwissenschaftern, Ökonomen, Politikern und Sozialforschern dieses Landes. Im Zentrum des Jahrgangsbandes 2014 stehen die Budget- und Wirtschaftspolitik, die Wahlen zum Europäischen Parlament, die Entwicklung der Parteien und des politischen Systems und weitere Themen der Innenpolitik des Jahres 2014.