Deutsch, Jahrgang 1921
- 277 Seiten
- 10 Lesestunden
Gustav Just war ein deutscher Journalist und Schriftsteller, der sich später als bedeutender Übersetzer tschechischer und slowakischer Literatur ins Deutsche hervortat. Sein Leben und Werk waren von politischer Verfolgung in der DDR und der späteren Rehabilitierung geprägt. Als Übersetzer widmete er sich der Zugänglichmachung tschechischer und slowakischer Werke für ein deutsches Publikum und förderte so das literarische Verständnis zwischen den Nationen. Seine Arbeit bildet eine kulturelle Brücke und zeugt von einer komplexen historischen Periode.






Ein Fuhrmann, der nicht mehr ein noch aus weiß und der sich und seine Mähre Julca am Ende an zwei Gojim verdingen muß; ein Schneider, der sich seinen ehelichen Pflichten zu entziehen sucht, weil er sich insgeheim für einen der 36 Gerechten hält; und schließlich Hanas wunderschöne Mandelaugen, Abgründe für Männerseelen, die ihr aber auch nicht dabei helfen, ihren Geliebten als Ehemann durchzusetzen. Die Novellen Ivan Olbrachts sind Glanzstücke tschechischen Erzählens und geben Zeugnis einer Welt, die es längst nicht mehr gibt.
Aus dem Tschechischen übersetzt von Gustav Just
Geleitw. v. Hein, Christoph 212 S. - 12,5 X 20 cm
und andere Erzählungen aus hundert Jahren tschechischer Literatur
Originelle soziologische Studie über gesellschaftliche und private Probleme im Leben des durchschnittlichen Menschen in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Autor schildert an der Geschichte dreier Paare sarkastisch die Konventionalität und Bodenständigkeit, zugleich aber auch die Oberflächlichkeit des konsumorientierten Lebensstils des durchschnittlichen Menschen, der in den Stereotypen des totalitären Regimes der sechziger Jahre verankert ist. Unbarmherzig und kompromisslos zeigt der Autor die grenzenlose Durchschnittlichkeit und Ziellosigkeit des Lebensstils der modernen Bürger, die sich in allem niederschlägt – von der Einstellung zur Arbeit über emotionale Beziehungen, Ehen, Freundschaften bis hin zur Haltung zu kulturellen Werten, die in festgefahrenen, unveränderlichen Stereotypen enden. Die Kritikalität und Offenheit des Blicks, der kompromisslose Spott und der persönliche, prägnante Stil sind charakteristisch für das Werk des Autors.
Fünfzig Humoresken und Satiren