Change ton monde
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
J.M.G. Le Clézio ist ein gefeierter franko-mauritischischer Romanautor, dessen umfangreiches Schaffen über vierzig Werke umfasst. Seine Schriften zeichnen sich durch tiefgründige Erkundungen der menschlichen Psyche und der Welt um uns herum aus, wobei oft die Verbindung zwischen Mensch und Natur betont wird. Le Clézio setzt Sprache meisterhaft ein und schafft poetische und fesselnde Bilder, die den Leser in seine Erzählungen hineinziehen. Sein Gesamtwerk spiegelt eine lebenslange Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und das Streben nach Verständnis der Komplexität der modernen Existenz wider.







À l’heure où Donald Trump quitte la Maison Blanche et que les États-Unis entrent dans une nouvelle ère, America tire sa révérence avec un dernier numéro agrémenté pour l’occasion d’un poster inédit et d’une vingtaine de pages supplémentaires. Dans ce 16ème opus, retrouvez d’abord un grand entretien avec l’écrivain irlando-américain Colum McCann qui nous avait fait l’honneur de participer au premier numéro. Persuadé du rôle déterminant de la littérature, l’auteur livre ses inquiétudes nouvelles mais aussi ses espoirs face à l’inconnue de ces années post-Trump. Alors que Joe Biden vient d’être élu 46ème président, America s’interroge sur l’avenir de l’Amérique à travers des portraits de figures démocrates, un reportage sur le devenir du trumpisme ou encore un essai sur les GAFA, les autres maitres du pays. Autre temps forts de ce numéro, un conte fantastique inédit de la star de la BD Emil Ferris inspiré de la trouble période du confinement, une nouvelle de l’immense écrivain Ernest Hemingway, encore jamais publiée en France, ainsi que le parti pris de l’auteure Rachel Kushner qui imagine la conclusion minable de la relation entre le fils de Donald Trump et sa petite amie, métaphore du désamour du pays pour la défaite en hommage au film « Shame ».
Roman
In seinem neuen Roman erzählt Nobelpreisträger J. M. G. Le Clézio von einem Wissenschaftler, der nach Mauritius reist, um Spuren des ausgestorbenen Dodos zu finden, und stattdessen die Geschichte seiner Familie und seinen eigenen Platz darin entdeckt. Mauritius, eine Perle im Indischen Ozean, war einst die Heimat von Jéremys Vorfahren, die auf der Plantage Alma Tabak und Zuckerrohr anbauten. Doch die Plantage existiert nicht mehr, und die Moderne hat die Insel mit Flugverkehr, Touristen und Supermärkten verändert. Obwohl Jéremy nicht die Dodo-Spuren findet, stößt er auf die Geschichte seiner Familie durch Gespräche mit Einheimischen und ausgedehnte Erkundungen. Parallel dazu erzählt Dominique, genannt Dodo, Felsen, der auf der Insel geboren wurde, seine eigene Geschichte von Krankheit, Kolonialismus, Neugier und Lebensfreude. Jéremys Aufenthalt auf Mauritius führt ihn zur Erkenntnis, dass seine Herkunft, auch wenn er nicht dort lebt, ein Teil von ihm bleibt und dass er Alma und die Insel in seinem Herzen trägt. Le Clézio verwebt geschickt die Geschichten seiner beiden Protagonisten zu einem eindringlichen Roman über Kolonialismus und Moderne, Natur und Kultur, und schafft eine Hommage an die Schönheit und Einzigartigkeit von Mauritius.
Bitna, 18 ans, invente des histoires pour Salomé, une jeune fille immobilisée par une maladie incurable. Lorsqu'elle s'arrête de raconter, Salomé la supplie de continuer ces contes qui lui permettent de vivre par procuration. Bitna découvre qu'elle exerce un pouvoir inédit sur un être humain, mais aussi qu'elle est observée et espionnée.
Zwei Novellen
Mit viel Einfühlungsvermögen und Sinn fürs Detail erzählt Nobelpreisträger Le Clézio in seinen beiden Novellen von Menschen, die nach schweren Schicksalsschlägen und Zeiten des Verlorenseins die Kraft für einen Neuanfang finden. So wie der Journalist Philip Kyo, der auf der koreanischen Insel Udo einer verlorenen Liebe nachspürt und der schwer an einer Verfehlung in seiner Vergangenheit trägt. Zwischen ihm und der 13-jährigen vaterlosen June entspinnt sich eine besondere Beziehung, die für beide zum Auslöser wird, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Anders die Geschichte von Rachel aus der zweiten Novelle. Als ihre Familie zerbricht und sie ihr geliebtes Afrika verlassen muss, um nach Frankreich zu ziehen, ist sie gezwungen, sich in einem langen, schmerzhaften Prozess nicht nur nach außen, sondern auch im Verhältnis zu ihrer Familie neu zu orientieren. Meisterhaft oszilliert J.M.G. Le Clézio in seinen Geschichten zwischen Licht und Schatten, Tod und Neuanfang, Wissen und Nicht-Wissen und verleiht seinen Figuren auf diese Weise gleichzeitig Verletzlichkeit und Stärke.
Un petit garçon qui s'ennuie et qui rêve de voyager s'enfonce dans la forêt, à la rencontre des arbres. Il prend le temps de les apprivoiser, surtout le vieux chêne au regard si profond. Il peut même les entendre parler. Et quand les jeunes arbres l'invitent à leur fête, le petit garçon sait qu'il ne sera plus jamais seul...
Le vampire - La morte amoureuse - Le mari vampire - Histoire cahier photos des arts - Texte intégral
Un retrait dcroche son fusil lorsqu'il entend un intrus. Un rebelle surveille une plage, prt tirer "sur tout ce qui bouge". Un dandy impose son majordome ses dangereux caprices. Un jeune de banlieue assiste sans broncher un acte de torture. Deux adolescentes se lancent dans une "ronde" aussi violente que tragique... Les personnages de ces rcits infligent ou subissent la cruaut ordinaire. Cruaut d'individus tyranniques ou inconscients. Cruaut d'une socit ingalitaire qui engendre la violence. Cruaut du destin, qui transforme des personnes ordinaires en victimes et en bourreaux. En explorant la tragdie quotidienne du fait divers, les cinq auteurs de ces nouvelles interrogent la banalit du mal.
Eine Eloge auf die Stärke der Frauen und ein Appell an die Menschlichkeit: das neue Buch des Nobelpreisträgers beleuchtet Menschen, vor allem Frauen, die in existenziellen Krisensituationen Menschlichkeit bewahren, indem sie sich auf ihr Ursprüngliches besinnen. J. M. G. Le Clézio stellt Fragen wie: „Bis wohin sind wir bereit zu gehen? Bis zu welchem Punkt sind wir lebendig?“ Seine Heldinnen durchleben private Krisen, wie Ujine, die in einer komplizierten Liebesbeziehung schwanger wird und trotz ihrer Verzweiflung die Kraft findet, den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen. Fatou von der Insel La Gorée zeigt, dass ihre Liebe stark genug ist, um ihren Verlobten zu suchen und einen Lebenstraum zu begraben, während Mari in den Wirren des Bürgerkriegs in Liberia ihre Schulfreundin in ein sicheres Versteck führt. Allen Figuren in Le Clézios meisterhaften Erzählungen gemein ist ein fast mystisches Einfühlungsvermögen in die Kraft des Ursprünglichen, eine Erdverbundenheit und Vitalität, die sie in Krisensituationen über sich hinauswachsen lässt. Le Clézio fängt auf unnachahmliche Weise jene intensiven Momente ein, in denen der Mensch ganz auf sich zurückgeworfen scheint.
Diese Lektüre besteht aus zwei Erzählungen: "Ariane" und "Rodéo d'or". Im Mittelpunkt der Geschichten stehen Jugendliche, die in einer zunehmend entfremdeten Banlieue (über)leben müssen und irgendwann - als Täter oder Opfer - mit Gewalt konfrontiert werden.