Die Freiheit ist immer nur Freiheit des Andersdenkenden
- 699 Seiten
- 25 Lesestunden
Rosa Luxemburg war eine einflussreiche marxistische Theoretikerin und Philosophin, die für ihre leidenschaftliche Kritik an Imperialismus und Kapitalismus bekannt war. Ihre Schriften zeichnen sich durch eine tiefgründige Analyse ökonomischer Kräfte und einen Fokus auf revolutionäre Aktion als Mittel des sozialen Wandels aus. Luxemburg betonte die Bedeutung von Internationalismus und Klassenkampf zur Erreichung echter Demokratie und zur Befreiung der arbeitenden Klassen. Ihr Vermächtnis lebt als Symbol des radikalen Widerstands gegen Unterdrückung fort.







geschrieben 1906
Zum 100. Mal jährt sich am 15. Januar 2019 die Ermordung von Rosa Luxemburg durch Mitglieder eines nationalistischen Freikorps. Luxemburgs Rolle als Wortführerin der radikalen Linken hatte sie früh verhasst gemacht – nicht nur bei Monarchisten, auch bei den Sozialdemokraten. Der Band versammelt Aufsätze und Reden, etwa ihre Verteidigungsrede vor Gericht, als man sie wegen ihres Aufrufs zur Kriegsdienstverweigerung angeklagt hatte, eine Würdigung des 1919 mit ihr ermordeten Gesinnungsgenossen Karl Liebknecht, Gedanken zu Friedensutopien und Paneuropa sowie ein Plädoyer für das Frauenwahlrecht und persönliche Zeugnisse aus der Haft. Dietmar Dath würdigt in seinem Essay Werk und Leben einer der großen Frauen der deutschen Geschichte.
Rosa Luxemburg war eine bedeutende Journalistin, Rednerin und oft unterschätzte Wirtschaftswissenschaftlerin, deren Analysen seit der Krise 2008 an Relevanz gewonnen haben. Ursprünglich wollte sie Botanik studieren, doch die Liebe zu Leo Jogiches, einem Revolutionär, führte sie in die Politik. Ihre Beziehung zerbrach 1905, und sie äußerte bitteren Unmut über die Politik, die sie von ihrer Familie entfremdete. Mit 42 Jahren, nach weiteren gescheiterten Beziehungen und zunehmender Isolation in der deutschen Sozialdemokratie, wandte sie sich wieder ihrer ursprünglichen Leidenschaft zu. Ab 1913 begann sie, ein umfangreiches Herbarium anzulegen, sammelte Pflanzen in Freiheit und während ihrer Inhaftierung (1915/16, 1916 bis 1918). Bis Oktober 1918 füllte sie 16 Schulhefte, deren Inhalt hier erstmals vollständig veröffentlicht wird. Das Schicksal ihres Herbariums spiegelt die turbulente Geschichte des 20. Jahrhunderts wider. Nach ihrem Tod gelangte es in die USA, bevor es 1976 an die diplomatische Vertretung der Volksrepublik Polen in New York übergeben wurde. Später wurde es dem Archiv der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei übergeben und galt nach dessen Auflösung lange als verschollen, bis es 2009 im Archiv nowych act in Warschau wiederentdeckt wurde.
Rosa Luxemburg gehört geschichtlich zu den einflussreichsten Vertreterinnen der Arbeiterbewegung und des Marxismus Europas. Sie vertrat die Ideen des Kommunistischen Manifestes entschlossen und doch undogmatisch. Für Ihre Überzeugungen ging sie ins Gefängnis und für Ihre Überzeugungen starb sie letztlich auch. Die Korrespondenz schrieb sie aus den Gefängnissen in Wronke und Breslau, wo sie in "Schutzhaft" genommen wurde. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
Rosa Luxemburg gehört geschichtlich zu den einflussreichsten Vertreterinnen der Arbeiterbewegung und des Marxismus Europas. Sie vertrat die Ideen des Kommunistischen Manifestes entschlossen und doch undogmatisch. Für Ihre Überzeugungen ging sie ins Gefängnis und für Ihre Überzeugungen starb sie letztlich auch. Die Korrespondenz schrieb sie aus den Gefängnissen in Wronke und Breslau, wo sie in "Schutzhaft" genommen wurde. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)