„Happily“ ist ein Buch wie eine Wundertüte: Wenn wir es öffnen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir folgen Eli und Noah, den beiden Söhnen der Autorin, auf ihren Abenteuern, wir begegnen Wölfen, Prinzessinnen und Stiefmüttern, Peter Pan, Alice oder Rumpelstilzchen. Poetisch und verschmitzt lässt uns Sabrina Orah Mark am Alltag ihrer Schwarz-jüdischen Patchworkfamilie im amerikanischen Süden teilhaben. Ihre Geschichten sind erfüllt von der Surrealität des Zusammenlebens, von Mutterliebe, Wärme und Verlustangst. Sie erfindet das alte Märchen neu, stellt es auf den Kopf, um die Widersprüche unserer Gegenwart zu verstehen und vom Wunder der Zugehörigkeit, aber auch von Rassismus und Bedrohtheit zu erzählen.
Esther Kinsky Reihenfolge der Bücher
Esther Kinsky ist eine Schriftstellerin, deren Werk von ihrer Erfahrung als Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen geprägt ist. Ihre literarische Produktion befasst sich mit komplexen Themen und sprachlichen Feinheiten und zeigt ein tiefes Engagement für verschiedene literarische Traditionen. Mit ihrem unverwechselbaren Erzählstil und ihren scharfen Beobachtungen bietet Kinsky den Lesern eine tiefgründige Erkundung der menschlichen Erfahrung.






- 2025
- 2025
Letzte Geschichten
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Gerade ist nach langer Ehe Paraskewias Mann gestorben, in ihrem Haus hoch oben auf dem Berg, das im tiefsten Wintervon der Außenwelt abgeschnitten ist. Und so schreibt sie die Nachricht von seinem Tod in großen Buchstaben in den Schnee, damit die Menschen unten im Tal davon erfahren. Ihre Enkelin Maja erlebt das Sterben ganz anders. Im Urlaub auf einer heißen Südseeinsel begegnet sie einem schwerkranken Zauberkünstler, in dem sie ihren Vater zu erkennen glaubt. Der Tod kommt schnell, plötzlich. Majas Mutter Ida möchte noch ein Mal ihr Elternhaus sehen. Im Schneetreiben verunglückt sie mit dem Autound findet Unterschlupf bei einem älteren Ehepaar, das eine Sterbeklinik für Tiere unterhält, und begegnet auch ihrer Mutter Paraskewia - in einer mythischen Vision.
- 2023
Weiter Sehen
Von der unwiderstehlichen Magie des Kinos
Auf einer Reise durch den Südosten Ungarns macht die Erzählerin in einem fast ausgestorbenen Ort an der Grenze zu Rumänien Station. Resignation und Vergangenheitsglorifizierung beherrschen die Gespräche der Bewohner. Wie vieles andere ist auch das Kino, ungarisch »Mozi«, längst geschlossen. Einst Mittelpunkt des Ortes, spielt es nur mehr in den Erzählungen und Erinnerungen der Verbliebenen eine wichtige Rolle. Ihre eigene Leidenschaft für das Kino bewegt die Erzählerin dazu, das vor sich hin verfallende »Mozi« wieder zum Leben zu erwecken. In ihrem neuen Buch erzählt Esther Kinsky von der unwiderstehlichen Magie des Kinos, eines Ortes, »wo Witz, Entsetzen und Erleichterung ihren gemeinschaftlichen Ausdruck fanden, ohne dass die Anonymität im dunklen Raum angegriffen wurde«. Aller glühenden Kinobegeisterung und dem Nachdenken über den »großen Tempel des bewegten Bildes« liegt die Frage zugrunde: Wie ist ein »Weiter Sehen« und eine Verständigung darüber möglich, wenn der Ort einer gemeinsamen Erfahrung zugunsten einer Privatisierung von Leben und Erleben demontiert ist?
- 2023
Er entspringt in den friulanischen Dolomiten an der Grenze zu Venetien, fließt durch die abfallenden karnischen Alpen und mündet nach einer Strecke von 170 Kilometern in die Adria – der Tagliamento ist der letzte wilde, unregulierte Fluss Europas. Esther Kinsky folgt schreibend seinem schmalen, silbrigen Lauf, schreitet durch karge Mondlandschaften und Schwemmwiesen, über Kieskämme und Sandbänke, lauscht dem Rohrsänger und Kiebitz, entdeckt Wolfsmilch und Lichtnelken. Sie hört dem Wasser zu, liest im Stein und betrachtet das Spiel von Licht, Schatten, Farben. Als wissensdurstige Forscherin taucht sie tief in die Materie ein – und tritt zugleich zurück: Durch die Genauigkeit und Sinnlichkeit ihrer Sprache, die aus einem ungeheurem Wortreichtum schöpft, bringt sie die Natur selbst zum Sprechen. In FlussLand Tagliamento, einer harmonischen Verquickung von Prosa und Poesie, fasst Esther Kinsky die ungezähmte Landschaft ihrer norditalienischen Wahlheimat in skizzenhafte, hochpoetische Sprachaquarelle. Begleitet mit atmosphärischen Birnholzschnitten von Christian Thanhäuser ist dieser Band eine Hommage an ein einzigartiges Ökosystem, das durch die zunehmenden Eingriffe des Menschen immer stärker vom Verschwinden bedroht ist.
- 2023
Esther Kinsky widmet sich in „Störungen“ menschlichen oder natürlichen Einwirkungen auf unsere Umgebung, die fundamentale Veränderungen bewirken. Aber was genau kennzeichnet eine Störung und wie können wir uns dem negativ belegten Wort so nähern, dass sich unerwartete Denkräume öffnen? Esther Kinsky stellt den Begriff des „gestörten Geländes“ in das Zentrum ihres Essays. Es handelt sich dabei um ein Gelände, das nach einer Phase oft sehr intensiver Nutzung und Überprägung durch den Menschen allmählich wieder an die „Natur“ fällt. Anhand von Beispielen analysiert Esther Kinsky sprachgewaltig das Spannungsfeld von Natur und Kultur zwischen Ausbeutung und Rückeroberung sowie historische Belastungen als Störfelder. Ihr Blick auf die Welt bietet überraschende und poetische Einsichten.
- 2023
Die Hoffnung ist ein Phänomen, das den Menschen ganz wesentlich definiert und für unser Leben von größter Bedeutung ist. Aber was ist Hoffnung eigentlich? Ist sie ein ebenso unverdrossener wie hilfloser Vogel, wie sie in Emily Dickinsons Gedicht »Hope is the Thing with Feathers« beschrieben wird? Ist Hoffnung etwas Plötzliches, »Unverhofftes«, das uns schlagartig überkommt? In siebzehn kurzen erzählerischen Texten geht Esther Kinsky den Fragen nach, wie Hoffnung und Handlung wie auch Hoffnung und Zeit miteinander in Verbindung stehen und wie notwendig Utopie als Ausdruck kollektiver Hoffnung ist.
- 2022
Die schlaue Katzendame Mimi Kätt bleibt lieber in ihrer gemütlichen Wohnung, trotz des kalten Wetters und eines lästigen Mopses vor ihrem Fenster. Als ein Ozeandampfer im Kanal festfriert und sie die Matrosen trifft, erlebt sie einen wunderbaren und verrückten Winter voller Gesang und Freude.
- 2022
Rombo
Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022
Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Existenz, lässt sich die Sprache nicht so einfach finden. In Esther Kinskys neuem, noch vor Erscheinen preisgekrönten Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.
- 2020
Schiefern. Gedichte
- 99 Seiten
- 4 Lesestunden
Esther Kinskys neues Buch widmet sich dem Schiefer und den Slate Islands vor Schottlands Westküste. Es erforscht die geologische Frühgeschichte, Flora und Fauna der Region sowie die Geschichte der Menschen im Schieferabbau. Die Texte thematisieren auch die menschliche Erinnerung als einen dynamischen, wandelbaren Prozess.
- 2019



