Berlin in den »Goldenen 20ern«: Der Krieg ist vorüber - in den SaIons und Theatern herrscht Lebensfreude, in der Kasse die Inflation und auf der Straße Not und politische Unruhe. Drei junge Kriegskameraden versuchen ein neues Leben aufzubauen...
Thomas F. Schneider Bücher






Herbstfahrt eines Phantasten : Erzählungen und Essays
- 317 Seiten
- 12 Lesestunden
Jetzt erstmals in einem Band – die wichtigsten Erzählungen und Essays von Erich Maria Remarque, darunter auch bislang unveröffentlichte Texte! Schriftsteller, Theater- und Drehbuchautor, »militanter« Pazifist, die Frauen und das Leben liebender Gentleman, Feind der Nationalsozialisten und Weltbürger wider Willen: Erich Maria Remarque ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, seine Romane sind einer breiten Leserschaft auf der ganzen Welt bekannt. Weniger bekannt, aber darum nicht minder facettenreich, sind die Erzählungen und Essays Remarques, von denen in diesem Band ein Querschnitt durch die gesamte Schaffenszeit des Autors vorgelegt wird. Remarques Kurzprosa ist ein bislang wenig beachteter Teil des Gesamtwerks, der die Themen der großen Romane zum Teil vorwegnimmt oder sie reflektiert. Hier steht Ironisches neben Pathetischem, Preziöses neben Lakonischem, Politisches neben Erotischem. Mit einem kenntnisreichen Nachwort und Erläuterungen des Herausgebers Thomas F. Schneider, zudem bereichert um zwei bisher noch nicht erschienene Erzählungen Remarques, gibt dieser Band einen Einblick in die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit des Menschen und Schriftstellers Erich Maria Remarque.
Ein militanter Pazifist
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Gedanken und Bekenntnisse eines unbequemen Autors, der sich zeitlebens gegen Krieg und Militarismus und für Menschlichkeit und Nächstenliebe engagierte. Die hier veröffentlichten Texte, Interviews, Anmerkungen zu eigenen Werken, Rezensionen und politische Aufsätze geben einen umfassenden Einblick in das Denken Remarques und sind zugleich Spiegel der Geschichte unseres Jahrhunderts.»Ich dachte immer jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.«_ E. M. Remarque_
Mit dem Antikriegsroman »Im Westen nichts Neues« erlangte Erich Maria Remarque 1928 weltweite Aufmerksamkeit. Das Buch wurde in mehr als 60 Sprachen übersetzt und von Millionen gelesen. Zudem hat es mittlerweile seinen festen Platz im Schulkanon. Der in Osnabrück geborene Autor verarbeitete in seinem Roman die Erlebnisse seiner Generation im ersten Weltkrieg und verdeutlichte durch seine realistisch-subjektivistische Schilderungen die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges. Das Buch ist ein zutiefst berührender Appell an die Menschlichkeit, gegen das Vergessen und gegen den Krieg. Der Roman, der mit dem Heldenpathos brach, wurde 1933 von den Nazis verbrannt. Für den Meller Künstler Peter Eickmeyer war es, wie er selbst schreibt, eine »Herzensangelegenheit«, Remarques Werk mit den Mitteln der Graphic Novel umzusetzen.
Bereits mit der Veroffentlichung von Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues erfolgten Adaptionen des Werkes in anderen Medien wie Musik, Comic oder Film. Auch die weiteren Werke wurden und werden kontinuierlich in anderen Medien verarbeitet. Ebenso lasst sich weltweit eine ungebrochene Aufmerksamkeit und Rezeption samtlicher Werke Remarques beobachten. Die Beitrage dieses Bandes widmen sich diesen Phanomenen. So wird die Verfilmung von Drei Kameraden durch Frank Borzage im Jahre 1938 erstmals intensiv analysiert (Marc Hieger) sowie eine detaillierte Analyse des Romans Der Himmel kennt keine Gunstlinge durchgefuhrt (Barbara Pogonowska). Der Comic Arc de Triomphe von Yang Yilin, Yang Kaili und Bing Lang aus dem Jahr 1998 wird zudem in diesem Band erstmals vollstandig ausserhalb der VR China publiziert und somit einem vollig neuen Publikum zuganglich gemacht.
Bilderschlachten
2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg : Technik, Medien, Kunst
- 440 Seiten
- 16 Lesestunden
Seit über 2000 Jahren gibt es Nachrichten aus dem Krieg, deren Entwicklung eng mit technologischen Fortschritten verknüpft ist. Dieser reich illustrierte Band beleuchtet, wie sich die Darstellung von Krieg im Laufe der Zeit verändert hat – von reitenden Boten und Leuchtzeichen der Antike bis hin zu den heutigen, nahezu omnipräsenten Berichten durch Handys und Internet. Namhafte AutorInnen analysieren sowohl historische als auch aktuelle Aspekte der Kriegsberichterstattung und deren politische Relevanz. Anhand von technischen Geräten, Fotografien, Grafiken, Filmbildern und künstlerischen Installationen wird sichtbar, wie die Medien die Bilder vom Krieg prägen. Die Medienkunst eröffnet zudem unerwartete Perspektiven und Assoziationen. Der Band verdeutlicht, dass es nie objektive Berichte aus dem Krieg gegeben hat; die Nachrichten verfolgen stets spezifische Ziele, die über die bloße Berichterstattung hinausgehen. Das Buch dient auch als offizieller Begleitband zu einer großen Ausstellung anlässlich des 2000. Jahrestages der „Schlacht im Teutoburger Wald“, die in Osnabrück stattfindet. Die Herausgeber sind führende Köpfe verschiedener kultureller Institutionen in der Stadt.