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James Strachey

    Hemmung, Symptom und Angst
    Das Unbehagen in der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften
    Two short accounts of psycho-analysis : (five lectures on psycho-analysis and the question of lay analysis)
    The Standard Edition of the Complete Psychological Works of Sigmund Freud - 5: The Interpretation of Dreams (Second Part) and On Dreams
    • Im Nachwort zu seiner »Selbstdarstellung« reflektierte Freud 1935 über seine kulturtheoretischen Schriften und bemerkte, dass sein Interesse nach einem langen Umweg über Naturwissenschaften, Medizin und Psychotherapie wieder den kulturellen Problemen galt, die ihn als Jüngling faszinierten. Diese Erkenntnis erweckte den Eindruck, dass Freud aus Altersweisheit zur Kultur gefunden habe, was jedoch irreführend ist. Bereits als Wissenschaftler beschäftigte er sich intensiv mit gesellschaftlichen Phänomenen. Alfred Lorenzer und Bernard Görlich betonen in ihrer Einleitung, dass das »hysterische« Unglück in einen spezifischen kulturellen Kontext eingebettet ist, in dem Bedürfnisse und intime Lebensentwürfe mit gesellschaftlichen Normen und Verboten in Konflikt stehen. Diese Konfliktstruktur bringt die soziokulturelle Dimension ins Spiel. Die Schriften des vorliegenden Bandes zeigen, wie sich Freuds Auffassung von der Wechselwirkung zwischen Individuum und Kultur im Laufe der Jahre differenzierte. Ein zentrales Thema ist der Antagonismus zwischen Kultur und Triebleben. In seinen frühen Arbeiten betrachtete Freud diesen Konflikt vor allem im Hinblick auf den Sexualtrieb, während er später den Fokus zunehmend auf Aggressions- und Selbstvernichtungstriebe richtete. Diese Verschiebung erklärt die anhaltende Relevanz von Freuds kulturtheoretischem Denken in der heutigen Zeit.

      Das Unbehagen in der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften1989
      3,8
    • Hemmung, Symptom und Angst

      • 87 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Angst ist ein zentrales Phänomen der menschlichen Existenz, wie Freud in seinen ›Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse‹ feststellt. Bei seelisch Kranken kann Angst in Panik umschlagen und das Alltagsleben stark beeinträchtigen. Freud begegnete Angstbeschwerden in seiner Praxis von Anfang an, und seine frühesten Schriften thematisieren dieses Gefühl intensiv. In seiner ersten Angsttheorie vertrat er eine somatisch-biologische Sichtweise: Angst entsteht durch die Umwandlung aufgestauter Sexualspannung und ist ein toxisches Produkt. Dieses Konzept begleitete ihn jahrzehntelang, während Angst weiterhin ein zentrales Thema seiner klinischen Beobachtungen blieb, wie die berühmte Pferdephobie des "kleinen Hans" zeigt. Erst 1925/26, im Alter von siebzig Jahren, setzte sich Freud erneut mit dem Phänomen Angst sowie den psychischen Gesetzmäßigkeiten auseinander, die neurotische Hemmungen und Symptome hervorrufen. Auf Basis seiner Strukturtheorie formulierte er eine zweite, psychologische Angsttheorie, in der das Ich als zentrale Angststätte erscheint. Er unterscheidet zwischen "Signalangst" und "automatischer Angst", die beide aus der ursprünglichen Hilflosigkeit des Menschen als Säugling resultieren. Hemmung, Symptom und Angst sind zentrale Elemente von Freuds Werk. F.-W. Eickhorf interpretiert in seiner Einleitung die umfassende Theorie und erläutert nachfreudsche Entwicklungen in der psychoanalytischen Angsttheorie.

      Hemmung, Symptom und Angst1979
      3,5