Ich sehe was, was du nicht siehst!
- 455 Seiten
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Anlässlich der Ausstellung im Museum Ludwig erschien ein umfangreicher Band über Chargesheimer, der sein Gesamtwerk 36 Jahre nach seinem Tod würdigt. Der Kölner Künstler und Fotograf (1924–1971) überschritt stets die Grenzen des Kulturbetriebs und ist bekannt für seine Fotobücher sowie seine vielseitige künstlerische Arbeit.
Im Zeitalter der Massenmedien und der Überflutung mit Bildern sind es – frei nach Gottfried Keller – nicht nur Kleider, die Leute machen, sondern vor allem ihre Bilder. Jede Fotografie entsteht absichtsvoll, wobei Selbstinszenierung des Fotografierten und Inszenierung durch den Fotografen eng miteinander verbunden sind. Die Publikation spürt dem Phänomen umfassend nach und versammelt hierfür über 130 Bildbeispiele – von Daguerreotypien der fotografischen Frühzeit bis zur digital erzeugten kunstfotografischen Serie. Neben Bildern von internationalen Pionieren der Fotografie, wie Richard Scholz, Gustav und Theodor Matter, Johannes Schafgans, und herausragenden Werken von August Sander, Jacob Hilsdorf, Nicola Perscheid, Robert Häusser oder Toni Schneiders werden auch Arbeiten kleiner rheinland-pfälzischer Ateliers präsentiert. Ausführlich beleuchtet werden private Erinnerungsbilder sowie Aufnahmen, die für eine große Öffentlichkeit entstehen, wie etwa Herrscherbilder, Fotografien von berühmten Personen, journalistische und dokumentarische Bilder, Werbefotografien oder Arbeiten aus dem künstlerischen Bereich. Ausstellung: Landesmuseum Koblenz, Festung Ehrenbreitstein 9.3.–18.5.2008
La Bohème Die Inszenierung des Künstlers in der Fotografie des 19. und 20. Jahrhunderts Henri Murger beschrieb 1851 in seinem Roman 'La Bohème' erstmals das Leben armer Künstler im bürgerlichen Zeitalter. Damit begründete er den romantischen Mythos vom unabhängigen, anarchischen Geist der Kreativen. Schon damals spielte Fotografie eine bedeutsame Rolle: Sie diente der Darstellung und Selbstinszenierung von Künstlern ebenso wie der Dokumentation ihrer Arbeitsverhältnisse und Vergnügungswelten. Legende und Mythos der Bohème wirken bis heute fort in der Literatur, auf der Bühne, im Film sowie im Habitus zahlloser Künstler unserer Zeit. Dieses Buch versammelt Daguerreotypien und Fotografien von Malern, Bildhauern, Literaten und Schauspielern: Einzel- und Gruppenporträts, Atelierszenen und Künstlerfeste aus dem späten Biedermeier und der Belle Epoche bis in die 1920er Jahre. Es schließt mit Darstellungen von den Kölner Lumpenbällen und den legendären Bauhaus-Festen. Neben Bildern von bedeutenden Fotografen wie Nadar, Alois Löcherer, Wilkie Wynfield, J. M. Cameron, August Sander und Lux Feininger umfasst es zahlreiche ungewöhnliche Aufnahmen unbekannter ‚Meister’. In Zusammenarbeit mit dem Museum Ludwig, Köln. Ausstellung: Museum Ludwig Köln, 25. September 2010 – 9. Januar 2011.
The Museum Ludwig in Cologne can lay claim to the earliest Berlin daguerreotypes--albums that once belonged to Alexander von Humboldt, and photographs by Maxime Du Camp of Egypt, by Auguste Salzmann of Jerusalem and August F. Oppenheim of Greece. Its inventory also includes more than 300 portraits of artists, writers and politicians shot by Hugo Erfurth in Dresden and Cologne, and 200 caricatures and illustrations on the behavior of people in front of and behind the camera, as well as numerous documents and autographs from figures ranging from Daguerre to Talbot, from Hermann Biow to Lszlo Moholy-Nagy. Over the past 20 years, parts of this collection have traveled and been published in connection with their appearances elsewhere. Now, for the first time Facts provides an overview of the entire extraordinary collection.