geboren 1904 in Radzymin/Polen, wollte Rabbiner werden, wurde jedoch nach Abschluss seines Studiums an der Warschauer Universität Journalist. 1935 emigrierte er in die USA. 1978 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein literarisches Gesamtwerk. 1991 starb er in Miami.
Isaac Bashevis Singer Bücher
Isaac Bashevis Singer war ein Meistererzähler, berühmt für seine eindringlichen Kurzgeschichten, die die Welt des osteuropäischen jüdischen Lebens lebendig werden ließen. Als eine Schlüsselfigur der jiddischen Literatur befassten sich seine Erzählungen mit tiefgründigen Themen wie Glauben, Schicksal und den Komplexitäten der menschlichen Natur. Singers Prosa ist reich und resonant und zieht die Leser in Welten, die sowohl vertraut als auch exotisch sind. Durch seine einzigartige Stimme erforschte er den beständigen Geist und das kulturelle Gefüge seines Erbes und hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in der literarischen Landschaft.







Jakob, der Knecht
- 249 Seiten
- 9 Lesestunden
Einer der eindringlichsten Romane des großen Erzählers und Nobelpreisträgers Polen, im 17. Jahrhundert: Russische Kosaken terrorisieren die Juden. Der jüdische Leibeigene Jakob verliebt sich ich die christliche Tochter seines Herrn. Als Jakob freigekauft wird, bekehrt er Wanda zu seinem Glauben und nimmt sie zur Frau. Doch damit geraten sie in tödliche Gefahr., “Eine wunderbare, wunderbare Welt, diese schrecklich schöne Welt von Isaac Bashevis Singer! Sein Name sei gesegnet.” (Henry Miller)
Das Erbe
Roman
Als eine breit entfaltete Familienchronik aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert erzählt dieser Roman die Geschichte des Aufbruchs von Polen und Juden in die moderne Zivilisation, die sich in jenen Jahren nach westlichem Vorbild in Polen ausgebreitet hat. Die Handlung führt über das westliche Europa hinaus, mit den Auswanderern in die USA und auch schon nach Palästina. Die vielfältigen Lebensschicksale der Mitglieder verschiedener Familien werden nicht "gelöst", sondern, wie eine Romangestalt Singers sagt, schärfen das Gefühl dafür, dass es "kein Kinderspiel ist, geboren zu werden, zu heiraten, Generationen in die Welt zu setzen, zu altern und zu sterben".
Massel & Schlamassel und andere Kindergeschichten
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Diese Märchen und Geschichten, in denen es von unerschrockenen Knaben, von Feen, Kobolden und Gnomen nur so wimmelt, sind sowohl für Kinder wie für Erwachsene eine spannende und unterhaltsame Lektüre. Und was darin an Weisheit und Wahrheit enthalten ist, wird niemals mit erhobenem Zeigefinger, sondernimmer heiter und gelassen vermittelt.
Neues vom Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer: 27 Geschichten des großen Erzählers liegen hier erstmals auf Deutsch vor. So erzählt er von einem Handwerker, der eine Prostituierte heiraten will, oder von einem armen Klempner, der alles dafür gibt, um aus seinem Sohn einen Rabbi zu machen. Ein faszinierendes Bild der untergegangenen Welt des Ostjudentums zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Mit der Niederlage, die der polnische Adel durch den gescheiterten Aufstand vom Januar 1863 gegen die russiche Herrschaft erlitten hat, beginnt der Roman. Graf Wladislaw Jampolski, der wegen seiner Teilnahme am Aufstand verhaftet und verbannt wurde, und der fromme jüdische Getreidehändler Kalman Jacoby, der das Landgut des Grafen pachtet und zum Grundstein seines rasch wachsenden Vermögens macht, stehen sich als Protagonisten zweier Epochen gegenüber.
Meschugge
- 298 Seiten
- 11 Lesestunden
Über jüdische Emigranten in New York New York, das ewige Tollhaus, ist die letzte Zuflucht vieler Juden. Nachts werden sie heimgesucht von den Alpträumen der Erinnerungen, tagsüber versuchen sie, sich in einem neuen Leben zurechtzufinden. Der Schriftsteller Aaron Greidinger, sein großspuriger Freund Max Aberdam und Miriam, ihrer beider Geliebte, verstricken sich in erotische Liebesabenteuer und undurchsichtige Geschichten, und immer wieder holt die Vergangenheit sie ein.
Jentl
- 127 Seiten
- 5 Lesestunden
»Jentl wußte, daß sie für das übliche Frauendasein nicht geeignet war. Sie konnte weder nähen noch stricken. Sie ließ das Essen anbrennen und die Milch überkochen.« Der verwitwete Vater hat mit ihr die Tora studiert, als ob sie ein Sohn wäre. Was also liegt näher, als nach seinem Tod Haus und Mobiliar zu verkaufen und nach Lublin zu fahren, um ein Studium aufzunehmen. Doch die Talmudschule dürfen Frauen nicht besuchen, so schlüpft Jentl in Männerkleidung, legt sich eine neue Identität zu und versucht ihr Glück als Anschel. In dieser mit Barbra Streisand verfilmten Titelgeschichte wie auch in den beiden anderen Erzählungen dieses Bandes stehen zu allem entschlossene, starke Frauen im Mittelpunkt, die sich auch nicht scheuen, Konventionen in Frage zu stellen. Drei eindringliche Erzählungen um Liebe und Leidenschaft, um Tugend und Laster, um Dämonen, sündiges Leben und gnädigen Tod.
Skurrile Geschichten von den Menschen, denen der Autor in seinem Wohnblock am East Broadway begegnet: Rabbiner und fromme Chassidim aus Polen, gestrandete Revolutionäre, Maler, Schriftsteller oder auch kleine Gauner. „Von ihnen allen berichtet Singer mit einem schelmischen Lächeln, mit halluzinierender Genauigkeit und mit einem tiefen Mitfühlen, das er auf den Leser zu übertragen weiß.“ NZZ
Wunderschöne Geschichten aus der neuen und alten Welt, in die sehr viel Autobiographisches einfloß. »Alles kann zur Leidenschaft werden«, heißt es in der Titelgeschichte, und die Protagonisten Isaac B. Singers liefern die Beweise dafür. Der vorliegende Band versammelt Geschichten über jüdische Schicksale in der neuen und der alten Welt, Schicksale von Menschen mit Ängsten und Hoffnungen. Und nicht selten spielt der Dibbuk eine entscheidende Rolle, der sich überwiegend weiblicher Personen bemächtigt und sie in Besessene verwandelt. »Je länger ich unter ihnen [den Juden Osteuropas] lebe und über sie schreibe, desto größer ist mein Erstaunen über die Vielfalt ihrer Persönlichkeiten und, da ich selber einer von ihnen bin, über meine eigenen Launen und Leidenschaften. Und während ich auf ihre Erlösung und Wiederauferstehung hoffe, wage ich doch gleichzeitig zu sagen, daß für mich all diese Menschen noch am Leben sind. In der Literatur, wie in unseren Träumen, gibt es keinen Tod.« Isaac B. Singer



