Ausgewählt und mit einer Nachbemerkung von Joachim Kalka. 263 Seiten.
Joachim Kalka Bücher






Erlösendes Lachen. Das Komische in der menschlichen Erfahrung
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Humor, sowohl allgegenwärtig als auch kontextabhängig, ist ein sehr spezifisches und somit fragiles Element des Ausdrucks menschlichen Denkens. In diesem Band untersucht Peter L. Berger die Natur des Komischen und dessen Beziehung zu anderen menschlichen Erfahrungen.
Das hatten wir ganz vergessen, dass es das gibt! Regen, Halbschlaf, Plötzlichkeit und endloses Verweilen, Katzen, Kismet, Tod und Teufel - Zwischenreiche, Ungreifbares, Zustände und Dinge, unscheinbar, alltäglich, mächtig zugleich, die in unser aller Leben hineinregieren, ohne dass wir ihnen viel Aufmerksamkeit schenken. Wer könnte dies alles näher bringen als Joachim Kalka, dessen Wissen die Weltliteratur ebenso umfasst wie alle strahlenden und dunklen Bereiche künstlerischen Ausdruckswillens, die abseitigeren zumal. Anstatt in der unübersichtlichen Flut zeitgenössischer und vergangener Literatur zu ersaufen, sollte man jemandem wie ihm lauschen, der alles gelesen hat, das Wesentliche destilliert und in die Kunst seiner Neuinterpretation verwandelt. Und schon fließt der Regen anders, die Katze läuft über die Straße, die Toten grüßen und der Teufel auch.
Essays über 3 wahre Begebenheiten im 18. Jahrhundert, die dokumentieren, dass trotz Aufklärungs-Zeitalter die Menschen immer auch anfällig sind für Scharlatanerie.
Staub
- 152 Seiten
- 6 Lesestunden
Es ist eine alte romantische Vorstellung, dass das Unauffällige, Abseitige und Verachtete ein besonderes Geheimnis hat. Staub zum Beispiel. Im Kriminalroman schreiben sich ihm winzige Spuren ein, die Staubwolke, die das Nahen eines Reiters zeigt, ist ein halbvergessenes dramatisches Bild, Staub schwebt im Weltraum. Der Staub ist die Chiffre des Todes und der Vergänglichkeit, er bezeichnet das Schlachtfeld, wo die Helden »in den Staub gestreckt werden«. Er kann für eine große, ungestörte Stille stehen, und am Ende für die hinfällige und kostbare Normalität unseres Alltagslebens. Joachim Kalka hat sich auf die Suche nach staubigen Spuren gemacht und ist in Texten, Filmen und Bildern fündig geworden. Ein verblüffendes, elegantes Mosaik – nach dessen Lektüre wir den Staub auf dem Kaminsims plötzlich mit ganz anderen Augen sehen.
Geschichten von bösen Büchern, deren Lektüre dunkle Träume, Rätsel und unbegreifliche Enthüllungen heraufbeschwört; Geschichten von der Macht des Lesens, die alles verändern kann - das Leben, den Planeten oder gar das ganze Universum-, und zwar wie es sich gehört, zum Schlimmen.In dieser Auswahl finden sich hier Erzählungen bekannter und weniger bekannter Autoren zum Motiv der dämonischen Bücher, der Büchermanie und der fatalen Verwechslung literarischer Wirklichkeit und Realität. Es erzählen u. a. Gustav Meyrink, K.G. Chesterton, Jorge Luis Borges, Evelyn Waugh und H.C. Artmann.
"Schwarze Venus" ist eine Anthologie von Kurzgeschichten, in der Angela Carter reale Personen und literarische Legenden – meist Frauen – neu interpretiert, die mythologisiert oder marginalisiert wurden. In einem sinnlichen, intellektuellen und fast hypnotischen Stil beschreibt "Die Fall River Axe-Murders" die letzten Stunden vor Lizzie Bordens berüchtigtem Verbrechen: die drückende Hitze, das Gewicht von Flanell und Korsetts, das Läuten der Fabrikglocken, das aufgewärmte Essen trotz unzureichender Kühlung, das Haus "voller verschlossener Türen, die nur in andere Räume mit weiteren verschlossenen Türen führen." In "Unsere Dame des Massakers" hinterfragt die pragmatische Stimme einer Prostituierten/Flüchtigen aus dem achtzehnten Jahrhundert, wer zivilisiert ist – die Indianer oder die weißen Männer? "Schwarze Venus" gibt der kreolischen Geliebten von Charles Baudelaire, Jeanne Duval, eine Stimme: "Man könnte sagen, nicht so sehr, dass Jeanne die lapidare, troubled serenity der Poesie ihres Liebhabers nicht verstand, sondern dass sie eine ständige Beleidigung für sie war." "Der Kuss" nimmt die traditionelle Geschichte von Tamburlaines Frau und verleiht ihr ein neues, erfrischendes Ende. Manchmal beunruhigend, manchmal lustig, immer zum Nachdenken anregend, bieten Angela Carters Geschichten eine feministische Revision von Bildern, die tief im öffentlichen Bewusstsein verankert sind.
One night Melanie walks through the garden in her mother's wedding dress. The next morning her world is shattered. Forced to leave the comfortable home of her childhood, she is sent to London to live with relatives she has never met: Aunt Margaret, beautiful and speechless, and her brothers, Francie, whose graceful music belies his clumsy nature, and the volatile Finn, who kisses Melanie in the ruins of the pleasure gardens. And brooding Uncle Philip loves only the life-sized wooden puppets he creates in his toyshop. This classic gothic novel established Angela Carter as one of our most imaginative writers and augurs the themes of her later creative work.
Erlöse uns, Lynx. Roman
- 452 Seiten
- 16 Lesestunden
Der sterbende Freud flieht aus Wien ins Exil. Ein Broadway-Musical über Trotsky in New York. Die letzten Züge des Planeten Erde im Jahr 2000. Dies sind alles Themen in "The End of the World News". Psychoanalyse, internationaler Sozialismus und das Ende - drei Themen, drei Geschichten - outrageously contrapunktiert zu einer Dreifaltigkeit, in einem Roman voller verbaler Pyrotechnik, erstaunlicher Fantasiekunststücke und verführerischer Witze, gekrönt von einem brillanten, unerwarteten, überirdischen Finale - alles geschrieben von einem Romanautor auf dem Höhepunkt seiner Kräfte.
Schatten und Schnee
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
Lucky Luke schießt bekanntlich schneller als sein Schatten, Peter Schlemihl verkauft den seinen, während sich der Schatten von Peter Pan selbständig macht und wieder angenäht werden muss (was ihn nicht davon abhält, weiterhin ein Eigenleben zu führen). Die Toten streifen durch das Schattenreich, Gespenster werfen keinen Schatten, doch all das vergessen wir im Sommer, wenn wir im Schatten dicht belaubter Bäume Kühlung (und eine Liebelei?) finden. Und das Gegenstück zum Schatten? Ist natürlich der Schnee! Schnödes geforenes Wasser, aber mit Zauberkräften. Schneit es, wird die Welt eine andere, ob bei Patricia Highsmith, Tania Blixen oder Dostojewski. Und bei Winnie the Pooh lernen wir, wie es ist, sich snowy zu fühlen. In seinen neuen Expeditionen ins Literaturreich folgt Joachim Kalka seltsamen Schatten und tanzenden Schneeflocken – und wir sehen ihm staunend und beglückt dabei zu.
Rauchzeichen
- 413 Seiten
- 15 Lesestunden
»Rauchzeichen heißt die Zigarettengeschichte des kubanisch-englischen Schriftstellers Cabrera Infante, ein Sach-Roman, der aus tausend Filmzitaten, Literaturstellen und Raucherfahrungen des Autors den Mythos der Zigarre erzeugt: aber einen fröhlichen Mythos voller Sarkasmus und Witz, vor allem gespickt mit Sprach- und Wortspielen, die eines James Joyce würdig sind.« die tageszeitung Cabrera Infante, dessen Rauchzeichen man »langsam genießen muß wie eine gute Zigarre« (The Sunday Times), »hat sich in seinem Londoner Exil zu einer Kulturgeschichte des gepflegten Rauchens inspirieren lassen, wie sie sich kurzweiliger kaum vorstellen läßt. Man muß schon ein Herz von kalter Asche besitzen, um seine mit Witz und Verstand gekräuselten Rauchzeichen nicht goutieren zu können.« Frankfurter Allgemeine Magazin Cabrera Infante hat der Zigarre eine Soziologie, Technologie, Psychologie und Apotheose geschrieben, so ausschweifend wie präzise, vor allem aber hat er ihr eine Mythologie geschaffen, die er aus Tausenden von Fragmenten, von Splitterchen aus Literatur, Sozialgeschichte, privater Obsession und kleinen Szenen alter Filme zusammensetzt.
Dieses Buch führt in den Keller, wo die Heizöfen stehen, mit denen die Hochkultur gewärmt und gefüttert wird. Ob Jack The Ripper oder Dagobert Duck, ob Krazy Kat, Alien, Mord und Totschlag im „Wunderhorn“, Tiefen und Untiefen der Science Fiction oder gleich der Krimi - hier sind die Früchte einer alten Leidenschaft zu genießen: Joachim Kalka, Kritiker und Übersetzer, liebt die Welt des sogenannten Trivialen, und in diesem Buch lässt er den Underground leuchten und zeigt, dass ohne ihn in den kulturellen Obergeschossen die Luft recht dünn wäre. Nicht nur die grell erleuchteten Mysterien der Kolportagewelt sind hier zu bewundern, sondern auch all jene avantgardistischen Erzählweisen, die von den ewigen Wiederholungen einer Grundformel leben - dem Mord im verschlossenen Zimmer oder dem Sturz über die Bananenschale.
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie. Sie arbeitet seit 1978 als freie Autorin und beschäftigt sich mit den Themen Frauenpolitik, Leben mit Kindern, Geschlechterbeziehung, Literatur, Medien. (seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
Gaslight
- 233 Seiten
- 9 Lesestunden
A one-of-a-kind exploration of the 19th century that ties the time period to our own through essays on a variety of topics in music, film, literature, and art. In Gaslight, Joachim Kalka delves into the mythos of the nineteenth century, exploring our fascination with its “auratic gaslight,” its mingling of romanticism and modernity, enlightenment and darkness. Here we find the roots of our contemporary preoccupations: gender roles and sexuality, terrorism and technology, mad scientists and serial killers, kitsch and commodification. Mustering a wealth of cultural references, Kalka draws illuminating connections between Balzac and Billy Wilder, Mickey Mouse and the arms race, the cake fights of Laurel and Hardy and Madame Bovary’s wedding cake. He brings the nineteenth century to life with all its contradictions, aspirations, and absurdities, inviting us to reexamine that era and our own, and the stories we tell ourselves about history.









