Brigitte Schwaiger thematisiert in ihrem Werk die Monotonie des Ehealltags und die daraus resultierenden Fluchtversuche. Ihr erster Roman, eine stark autobiografische Ich-Erzählung, wurde ein sensationeller Bestseller. Spätere Werke, wie beispielsweise ein Bericht über Erfahrungen in der Psychiatrie, fanden zwar nicht dieselbe kommerzielle Resonanz, ernteten jedoch kritische Anerkennung und unterstrichen ihre literarische Bedeutung.
Diesmal besuchen die Spürnasen Betti, Gina, Rolf und Flipp mit ihrem Anführer Dicki einen alten Turm, in dem es spuken soll. Ern hat einen drolligen Hund mitgebracht, der Dickis Scotchterrier alles nachmacht. In dem Gespensterturm haben die Kinder ein unheimliches Erlebnis. Und wie rätselhaft erscheint ihnen die Sache mit dem blauen Boot! Aber sie lassen sich nicht verwirren und ruhen nicht eher, bis das Geheimnis aufgeklärt ist.
»Pardon, falls ich abweichen sollte vom Thema. Weil das ist bei mir die Gewohnheit. Mein Mann hat gesagt: Du weichst ab! Hoffentlich werde ich taugen. Weil ich doch nicht weiß, wohin Sie steuern. Gnädige Frau, es gibt Leute, die viel hinter die Ohren haben! Denen muß man sehr aufpassen, was man redet. Da weiß man nicht, wo man hinkommt mit der Geschichte. Ich hab mich hinreißen lassen einmal, und man hat mir gedroht, man wird mich klagen. Hab ich jemanden zusammengeschimpft zum Faschisten. Hab ich gesagt: Sie waren wahrscheinlich eine von denen, die den Hitler mit Hurra empfangen haben, sonst möchten Sie nicht so a Benehmen zur Schau tragen. Auf den herauf hat sie mir geantwortet, daß sie hat das Recht, mich zu verklagen. lch hab mich dann bei einem Advokaten erkundigt. Hat er wollen wissen, ob ich bin unbescholten. Wissen Sie, ich bin in Zorn gekommen und hab hereingehaut. Fertig war es! Meinetwegen soll man mich einsperren!« So beginnt die wahre, tragikomische und poetische Geschichte der Eva Deutsch, der Galizianerin. Die Geschichte der Galizianerin im Zweiten Weltkrieg überrascht durch die kraftvolle, an unvermuteten Bildern reiche Sprache und den natürlichen Witz, der ihre Heldin selbst in Situationen nicht verläßt, in denen es nichts zu lachen gibt.
Nach Jahren des Nicht-Schreibens hat Brigitte Schwaiger ein
sehr persönliches Buch verfasst, das durch seine Direktheit berührt
und durch seine literarische Qualität beeindruckt.
"Nach vielen Romanen und Erzählungen auch nach ihrem Sensationsbestseller 'Wie kommt das Salz ins Meer' und nach mehreren Theaterstücken hat Brigitte Schwaiger zum Erstaunen der literarischen Welt vor ungefähr einem Jahr begonnen, zum Teil im Spectrum der Presse veröffentlichte Texte über sich selbst und zwar als Patientin der Psychiatrie auf der 'Baumgartner Höhe' zu schreiben. Es geht dabei nicht nur um ihre eigene Befindlichkeit, ihre Depressionen und Süchte, ihren persönlichen 'Zustand' also, sondern auch um den Zustand der (österreichischen) Psychiatrie. Der Schreibimpuls ist dabei kein pathologisch-exhibitionistischer, sondern ein humanitärer und idealistischer. Was sie in ihren Aufsätzen berichtet, ist nicht nur deshalb von Belang, weil es eine ausgewiesene und erfolgreiche, jetzt aber in Bedrängnis gekommene Prominente schreibt. Es besticht durch seine 'Authentizität', einen selbst auferlegten Verzicht von Stilisierung
und Literarisierung, auch (falschen) Rationalisierungen, durch Schonungslosigkeit sich selbst gegenüber, frei von Attitüden, aber
auch von Selbstmitleid und macht aufs Äußerste betroffen. Schwaiger enttabuisiert nicht nur das Leiden, sondern auch die Kunst."
Alois Brandstetter, Klagenfurt
Eine junge Frau steht im Mittelpunkt von Brigitte Schwaigers Roman, der in Deutschland und Österreich spielt. Seit Christine als Schriftstellerin bekannt geworden ist, reißen sich die Medien um sie. Doch sie möchte sich am liebsten verstecken in ihrer kleinen Wohnung, nichts mehr zu tun haben mit Journalisten und auch nicht mit ihren zahlreichen Liebhabern. Ihr ist klargeworden, daß in der heutigen Zeit auch der Künstler nach dem Leistungsprinzip zu funktionieren hat, und deshalb will sie versuchen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Die Ich-Erzählerin des Romans ist siebzehn, als sie die beklemmende Enge ihres österreichischen Elternhauses verläßt und nach Madrid reist. Sie nimmt Beziehungen zu Männern auf und hofft so, Selbständigkeit zu erlangen. Doch die anerzogenen Zwänge sind stärker. Unüberlegt heiratet sie den dominanten Miguel und gelangt damit von der väterlichen Abhängigkeit in die des Ehemannes. Ein psychologisch fesselnder Roman der Autorin des Bestsellers "Wie kommt das Salz ins Meer".
«Selten kann man ein Buch so rückhaltlos, das heißt schadenfroh und unangespannt lesen; selten bekommt man auch die Essenz derart unkapriziös geliefert.» -- Nürnberger Zeitung «Ein ungemein packendes Buch, das man in einem Zug durchliest und wirklich bedauert, wenn es zu Ende geht. Nicht nur das Aufeinandertreffen zweier Künste, sondern das von Mann und Frau, von intellektueller Härte und naiver Weichheit, von hell und dunkel läßt einen nicht mehr los. Zumeist sind ja Fortsetzungen enttäuschend, hier sollte aber ruhig \"weitergemalt\" werden.» -- Die Zukunft, Wien