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Ilse Eichenbrenner

    Der Praktikant, die Wölffin und das Amt
    Alles wird gut
    Die Sängerin oder kleine Krisen im Krisendienst
    • Ilse Eichenbrenner entführt uns in ihrem dritten Karsten Schäfer-Roman in einen Berliner Krisendienst, das Zentrum des alltäglichen Wahnsinns. Karsten, Sozialarbeiter, erwartet eine normale Schicht, die er mit seinem Kollegen Harry getauscht hat. Doch eine ominöse Plastiktüte am Türgriff, wahrscheinlich ein Streich der „Sängerin“, die bereits alle Krisendienste mit ihren Anrufen genervt hat, kündigt Chaos an. Verzweifelte Anrufer, interne Intrigen und dramatische Einsätze eskalieren die Situation. Schnell wird klar, dass die Probleme im Krisendienst-Team den Herausforderungen der „Außenwelt“ fast gleichkommen. Doch Karsten Schäfer bleibt ruhig, cool wie ein Vulkan. Der Roman bietet einen präzisen, einfühlsamen und spannenden Insiderbericht aus einem Mikrokosmos zwischen Hilfe und Ohnmacht. Die Autorin, Ilse Eichenbrenner, geboren 1950 in Waiblingen, arbeitet als Sozialarbeiterin im Sozialpsychiatrischen Dienst Berlin-Charlottenburg. Ab 1990 war sie für den Aufbau und die Koordination des Psychiatrischen Notdienstes Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig, bis dieses 1999 Teil des „Berliner Krisendienstes“ wurde. Eichenbrenner hat sowohl satirische als auch ernsthafte Texte zur Gemeindepsychiatrie verfasst und ist Kolumnistin der „Sozialen Psychiatrie“ und des „Eppendorfers“.

      Die Sängerin oder kleine Krisen im Krisendienst2005
    • Wie wird der Alltag des Sozialarbeiters im Jahr 2019 aussehen? Ilse Eichenbrenner lässt stellvertretend Karsten Schäfer, bekannt aus »Der Praktikant, die Wölfin und das Amt« im betreuten Wohnen der Zukunft arbeiten. Seine psychisch gestörten Klienten leben in einem Apartmenthaus gemeinsam mit anderen Sozialfällen: mit den dementen alten Damen der »Nancy-Regan-Suite«, mit elektronisch angeleinten Haftinsassen, mit Aidskranken und Behinderten. Im Foyer des Hauses stehen Junkies an der Heroinausgabe Schlange. Die Arbeit ist einfach geworden. Ein elektronisches Überwachungssystem liefert, höflich angemeldet, stündlich einen visuellen Bericht; im Lava-Raum können Klienten und Betreuer luxuriös entspannen. Das Gesundheitssystem ist völlig liberalisiert; Pflegedienste mit verlockenden Angeboten konkurrieren um die lukrative Klientel mit hohem Hilfebedarf. Die Klinik ist auf wenige teure Akutbetten geschrumpft. Im ersten Science-Fiction Roman der Psychiatrie-Geschichte denkt Ilse Eichenbrenner aktuelle Trends konsequent weiter: die Selbsthilfebewegung der Betroffenen, die Kostenexplosion des Sozialsystems, die Suche nach Sinn in einem Leben (fast) ohne Arbeit.

      Alles wird gut2001
    • Karsten Schäfer, Student der Sozialpädagogik, ein bißchen zu groß, zu weich und zu ungelenk, hat Angst als »Teddy auf dem Dachboden« seiner Eltern zu enden und will endlich raus aus der schwäbischen Provinz, rein ins wirkliche Leben, beruflich und privat. Das Angebot, sein Berufspraktikum bei einem Sozialpsychiatrischen Dienst in Berlin zu machen, kommt ihm da gerade recht. Doch der feste Vorsatz, die mühsam erworbenen Kenntnisse über Gesprächsführung, Angehörigenarbeit und Verwaltung endlich anzuwenden, kommt im Alltag des Amtes schnell ins Wanken. Hier scheinen ganz andere Regeln zu gelten und die wichtigste lautet offenbar: abwimmeln und absichern. Auch das Maß der blauen Säcke tauchte in keiner Vorlesung auf. Und so studiert Karsten Schäfer das Geschäft der Entmüllung, der Unterbringung und des Hausbesuchs. Ein Lesepraktikum für Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit und der Sozialpädagogik, die schon immer wissen wollten, wie der Alltag im Arbeitsfeld Psychiatrie wirklich aussieht.

      Der Praktikant, die Wölffin und das Amt1999