Sie hat einen Blick für die kleinen Wunder des Lebens: Eine Frau teilt bei einem Unwetter überraschend mit ihr den Schirm; eine §andere schenkt ihr, ehe sie in die U-Bahn steigt, eine Rose. Roma §Ligocka ist diese Frau, und sie erzählt auch von den Verletzungen des Alltags und den Katastrophen ihres Volkes: Im München unserer Tage wird sie auf einer Rolltreppe in einem Befehlston angeherrscht, der sie an unselige Zeiten erinnert. Ein anderes Mal sucht sie in Polen mit Hilfe zweier Mädchen auf einer Blumenwiese den vergessenen Grabstein ihres Urgroßvaters. Dann berichtet sie von ihrem Vetter Salomon, den Jahre vor dem Krieg pöbelnde Gleichaltrige ertrinken ließen.§In kurzen, ganz unterschiedlichen Geschichten vermittelt die mit ihrem literarischen Debüt so erfolgreiche Malerin das bunte Kaleidoskop eines bewegten Lebens: als Frau, als Jüdin, als Künstlerin, als Fremde in der großen Stadt. Ob zum Nachdenken anregend oder witzig, ob tief in die Vergangenheit ausgreifend oder aktuell, imm er ist es die Ligocka, die den Leser mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Verstandesschärfe und emotionaler Anteilnahme in den Bann schlägt.§
Roma Ligocka Bücher
Diese polnische Künstlerin, die als Kostümdesignerin, Schriftstellerin und Malerin tätig ist, schöpft tief aus ihren traumatischen Kriegserfahrungen. Ihr Werk spiegelt oft die Strapazen und Leiden wider, die sie während der deutschen Besatzung Polens erlebte, als ihre Familie der Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt war. Obwohl ihr Leben von persönlichen Dramen und einem Kampf gegen Sucht geprägt war, hat sie sich erholt und schafft weiterhin Kunst, die den Abdruck ihrer einzigartigen Lebensreise trägt. Ihr künstlerischer Ausdruck ist tief von ihrer persönlichen Geschichte geprägt und thematisiert Identitätssuche und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.






Das Mädchen im roten Mantel
- 463 Seiten
- 17 Lesestunden
Roma Ligocka ist zwei Jahre alt, als alle Juden aus Krakau und Umgebung im Ghetto zusammengepfercht werden. Wie durch ein Wunder überlebt sie. Doch das Grauen, das für sie als Kind das Normale war, hat sie nicht mehr verlassen. Es lauert dicht unter der Oberfläche des Lebens.
Ich wollte die Schuld meines Vaters aufdecken - heute weiß ich, dass ich ihn lieben kann, wer immer er auch war. Als ein Journalist mehr als fünfzig Jahre später den Vorwurf erneut erhebt, ist Roma Ligocka gerade in David, einen Diplomaten aus Israel, glücklich verliebt. Ohne ihn ins Vertrauen zu ziehen, macht sie sich auf, die Unschuld des Vaters zu beweisen. Sie ist wütend und beschämt, aber auch bereit zu kämpfen, und das gibt ihr Kraft. Mehr als ein Jahr dauert es, bis sie Gewissheit hat - Gewissheit darüber, ob David weiterhin zu ihr hält und wer ihr Vater wirklich war.
Roma Ligocka erzählt in kurzen, vielfältigen Geschichten von den kleinen Wundern und Verletzungen des Lebens. Sie verbindet persönliche Erlebnisse als Frau, Jüdin und Künstlerin mit Erinnerungen an die Vergangenheit und aktuellen Erfahrungen, und zieht den Leser mit ihrer emotionalen Tiefe und Scharfsinnigkeit in den Bann.
The Girl in the Red Coat
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
As a child in German-occupied Poland, Roma Ligocka was known for the bright strawberry-red coat she wore against a tide of gathering darkness. Fifty years later, Roma, an artist living in Germany, attended a screening of Steven Spielberg’s Schindler’s List, and instantly knew that “the girl in the red coat”—the only splash of color in the film—was her. Thus began a harrowing journey into the past, as Roma Ligocka sought to reclaim her life and put together the pieces of a shattered childhood.The result is this remarkable memoir, a fifty-year chronicle of survival and its aftermath. With brutal honesty, Ligocka recollects a childhood at the heart of the flashing black boots, the sudden executions, her mother weeping, her father vanished…then her own harrowing escape and the strange twists of fate that allowed her to live on into the haunted years after the war. Powerful, lyrical, and unique among Holocaust memoirs, The Girl in the Red Coat eloquently explores the power of evil to twist our lives long after we have survived it. It is a story for anyone who has ever known the darkness of an unbearable past—and searched for the courage to move forward into the light.
Poruszająca opowieść o sile, jaką czerpiemy z prostych uczuć i codzienności, ukazuje, jak łatwo to wszystko może zostać nam odebrane. Roma Ligocka wraca do historii swojej rodziny i zaginionego świata w niezwykły sposób. W 1938 roku Anna Abrahamer, zajmująca się domem i ogrodem, wyczekuje narodzin wnuczki Romy. Wyrusza w pierwszą podróż na Lazurowe Wybrzeże, ciesząc się życiem i wierząc w przyszłość, mimo narastającej niepewności. W 2020 roku Roma, wnuczka Anny, podróżuje do Nicei, by dopisać ostatnie karty rodzinnej opowieści. Chce podążyć śladami babci, przywracając wspomnienia przedwojennego świata. Jednak pandemia zaskakuje ją, splatając losy jej i Anny w nieoczekiwany sposób. Autorka przenosi nas do 1938 roku, do Krakowa, gdzie żyje jej żydowska rodzina. Roma nosi w sobie obraz domu pełnego ciepła i smakowitych potraw, którego nigdy nie miała. Teraz ukazuje jego urok, krakowskie ulice, ogrody, zapomniane zwyczaje i kolory przeszłości. Nie unika jednak teraźniejszości i codziennych wyzwań. Powieść niesie przesłanie: jesteśmy, dopóki pamiętamy, a najważniejsze, co mamy, jest teraz.
Księżyc nad Taorminą
- 193 Seiten
- 7 Lesestunden
Istotnym elementem tej książki jest podróż. Sama się sobie dziwię, ale stale do tego temat wracam. Na pewno nie jestem typowym podróżnikiem ani tym bardziej turystą – ja po prostu wciąż szukam najlepszego miejsca – nie, nie po to żeby "odnaleźć siebie", bo nigdy się nie zgubiłam – ale żeby odnaleźć takie miejsce, gdzie będę mogła ze sobą wytrzymać.Roma Ligocka
