500. Jahrestag 2025 Kirchen, Klöster und Burgen gingen in Flammen auf, als die Bauern in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Jahren 1524 bis 1526 gegen ihre geistlichen und weltlichen Herren aufbegehrten. Pfaffen, Vögte und Grafen hatten versucht, ihnen zu viel von ihrer Freiheit zu rauben, und sie zu sehr mit Abgaben belastet. Die Freiheitsforderung der Bauern drückt im Kern die Überzeugung von der Universalität der Menschenrechte aus. Ursachen, Verlauf und Auswirkungen des Bauernkrieges werden in dem vorliegenden Band fesselnd erzählt und allgemeinverständlich erklärt.
Peter Blickle Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Peter Blickle ist ein Historiker, der sich auf die Reformation und frühneuzeitliche Gemeinschaften spezialisiert hat. Seine Arbeit bietet tiefe Einblicke in die Gesellschaftsstrukturen und transformativen religiösen Bewegungen dieser entscheidenden Epoche.






Was tut ein armer Schlucker, der eine Million erbt? Daniel Dorner aus Berlin, 35, Hausbesetzer, muss entscheiden, was er mit dem vielen Geld denn macht, das ihm sein amerikanischer Onkel so unverhofft vermacht hat. Dafür reist er in die USA, »schaut sich um« – und kämpft Tag für Tag im Waldseehaus und dem ihm zugeteilten Besitz mit sich selbst: hin- und hergerissen zwischen seinem sozialen Gerechtigkeitsideal und seiner womöglich rosigen Zukunft. Peter Blickle erzählt mit viel Esprit und Sprachwitz von unser aller Widersprüchlichkeit und konfrontiert uns mit der unleugbaren Tatsache, dass wir in moralisch prekären Situationen doch (fast) alle dazu neigen, uns zu unsren eignen Gunsten zu entscheiden. Die Erbschaft ist ein packender Roman, eine ethische Herausforderung in Sachen Soll, Haben oder Sein. Für potentielle Erben wie für potentielle Nichterben, gleichermaßen, eine Probe auf Theodor Fontanes sarkastisch auf den Kopf gestellte Sentenz: »Moral ist gut, aber Erbschaft ist besser« …
This book, first published in 1984, brings together three essays written by specialists in German history of the sixteenth and seventeenth centuries whose important work is examines the politics, religious changes and social situations around the social protest movements of the period.
Aufhebung der Leibeigenschaft, Wahl des Pfarrers, Stärkung der Selbstverwaltung der Dörfer, Gesetze nach christlichen Normen – diese Forderungen der Bauern, die sie mit mächtigen Demonstrationen vertraten, wurden im Jahr 1525 Ursache für einen mit äußerster Grausamkeit geführten Krieg der Herren gegen ihre Untertanen. An der Spitze des Heeres der Fürsten, des Adels und der Städte, dem Zehntausende zum Opfer fielen, stand Georg Truchsess von Waldburg, der als Bauernjörg zu einer Schreckensgestalt wurde und dessen Geschichte dieses Buch erzählt. "Ein schöner und lesenswerter Band zu einem wichtigen Kapitel schwäbischer, deutscher, ja europäischer Geschichte." Joachim Worthmann, Stuttgarter Zeitung
Andershimmel
Roman
Andershimmel: ein anrührender, ein poetisch-sensibler Roman von starker erzählerischer Kraft, gleichsam ein schwäbisches Geschwister von Deborah Feldmans berühmt gewordenem Roman Unorthodox. Ein Roman über das Andere in uns – das andere Geschlecht, die anderen Heimaten, die anderen Religionen, die anderen Himmel. Welten prallen aufeinander – christliche und muslimische, amerikanische und deutsche, pietistische und weltliche, wissenschaftliche und spiritistische, und dabei geht es um Menschen in ihrem Ringen um Liebe und Verbundenheit, in ihrer Sehnsucht nach Erlösung.
Der Bauernjörg
- 586 Seiten
- 21 Lesestunden
Kaiser Karl V. hat ihn als Retter des Reiches gepriesen - Georg Truchsess Freiherr zu Waldburg. Als Oberster Feldhauptmann eines Fürstenheeres hat er den größten Aufstand niedergeworfen, den Europa vor der Französischen Revolution erlebt hat. Peter Blickle entwirft in seiner fulminanten Geschichte des Bauernjörg ein dramatisches Panorama des Bauernkriegs. Erstmals werden der Verlauf des Bauernkriegs in Süddeutschland und das Ringen um seine Legitimierung detailliert beschrieben. Anhand meisterhaft erzählter Episoden zeigt Peter Blickle das Hauptproblem des Konflikts: Machtdenken verbietet es den Herren, sich mit den berechtigten Anliegen ihrer Untertanen auseinanderzusetzen. Georg Truchsess von Waldburg ist nicht nur Vollstrecker dieser arroganten Mentalität des Adels, er selbst fördert sie durch die ihm eigene Kriegslüsternheit. Viele prägnante Zitate lassen ein lebendiges und anschauliches Charakterbild entstehen, das den Bauernjörg als autoritären militärischen Führer, robusten Politiker und begabten Redner zeigt.
Maria Beig zu ehren
- 117 Seiten
- 5 Lesestunden
»Maria Beig zu ehren«: Diese kleine Festschrift zum 90. Geburtstag Maria Beigs am 8. Oktober 2010 verbindet die Welt der Augen und die der Worte. Bilder, Fotografi en aus dem Privatschatz Maria Beigs werden hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt: die Haustreppe (bekannt aus dem »Treppengesang«), die Eltern, die älteren und jüngeren Geschwister, Maria Beig als junge Lehrerin, Maria Beig neben ihrem ersten Motorrad, neben ihrem ersten Auto (einem Brillenkäfer), bis zu Bildern von der Verleihung des Johann-Peter-Hebel-Preises. Wir begleiten Maria Beig von ihrer Kindheit bis ins hohe Alter. Immer wieder sprechen uns diese Bilder über den Abgrund der Zeitschlucht hinweg an. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren – in Gesichtern und Schicksalen. Maria Beigs Jahrhundert in Lebensbildern wird begleitet von Worten, die die große Schriftstellerin hochleben lassen: Dieser Band versammelt mehr als ein Dutzend Lobenshymnen – gesungen von Martin Walser, Arnold Stadler, Peter Hamm, Tina Stroheker, Dietlinde Ellsässer, Manfred Bosch, Peter Blickle, Oswald Burger, Peter Renz, Andrea Reidt und Helen Meier – auf Maria Beig und ihre unvergleichliche Literatur.
Das alte Europa
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Peter Blickle bietet eine umfassende Darstellung des Alten Europas vom Spätmittelalter bis zur Moderne. Durch zahlreiche Beispiele aus über 600 Jahren Geschichte und verschiedenen Regionen Europas beleuchtet er zentrale Strukturen, die den Kontinent prägten: Haus, Herrschaft, Kommune, Sakralität, Frieden, Rechtsordnung und Policey. Blickle erklärt, wie die politische Organisationsform der Häuser die Gesellschaft der Bauern und später der Bürger auf horizontaler Ebene verbindet und sie über das Haus der Adligen und des Fürsten hierarchisch strukturiert. Die Bedeutung des Hauses für die Entwicklung von Solidarität und Recht wird deutlich, wenn die Vielzahl der Häuser zur Gemeinde wird und Bauern sowie Bürger ihr Zusammenleben gemeinverträglich und möglichst frei organisieren. Diese Struktur ist entscheidend für den Siegeszug des Christentums, in dem der leidende Christus im Zentrum von Sakralität und Spiritualität steht. Christus und die Märtyrer fördern durch ihr Vorbild die Ethik des Mitleidens, während Christus als Symbol der Freiheit auftritt: Er befreit die Menschen von weltlicher und geistlicher Unterjochung. Weitere Kapitel widmen sich dem wirtschaftlichen Selbständigkeitsstreben der Höfe und Handwerksbetriebe sowie den Ordnungs- und Rechtsbestrebungen der Gemeinden, die für den Prozess der Zivilisierung notwendig sind.
Von der Leibeigenschaft zu den Menschenrechten
Eine Geschichte der Freiheit in Deutschland
Natur des Menschen frei, die in die Forderung nach Herstellung von Freiheit und Eigentum in der Aufklärung mündeten.
Blaulicht im Nebel
- 182 Seiten
- 7 Lesestunden
Macht und Ohnmacht der Bilder
Reformatorischer Bildersturm im Kontext der europäischen Geschichte
Lenin, Stalin, Marx und Engels sind gefallen; ihre Bilder wurden während der Revolution von 1989 zerstört, ähnlich wie in der Reformation, als die Statuen der Heiligen vernichtet wurden. Historiker, Kunsthistoriker, Kirchenhistoriker und Literaturhistoriker analysieren in diesem Band das Spannungsverhältnis zwischen Bilderverehrung und Bilderzerstörung in der europäischen Geschichte. Der zeitliche Bogen reicht vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Es werden Wahrnehmungsprozesse und die Handlungsdimension im Umgang mit Bildern intensiv diskutiert, wobei Perspektiven für die fächerübergreifende Forschung aufgezeigt werden. Drei Beiträge von einem Kunsthistoriker, einem Historiker und einem Theologen beleuchten das Thema aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bildersturm der Reformationszeit, der in den Kontext der Bilderverehrung und des Bildergenusses im Spätmittelalter sowie des konfessionellen Verhältnisses zu Bildern in der Neuzeit eingeordnet wird. Die Diskussion führt zu aktuellen Fragen über die Bedeutung des „Arteklasmus“ in der modernen Kunst und die Rolle von Bildern in den politischen Religionen des Faschismus und Kommunismus im 20. Jahrhundert. Ein abschließender Bericht fasst die zentralen Themen der Kongressdiskussion zusammen.
Im Spätmittelalter erfolgte in den meisten europäischen Ländern ein Kommunalisierungsprozeß. Neben dem traditionellen Lehnswesen entwickelte sich auf lokaler Ebene die Gemeinde zur vorherrschenden gesellschaftlichen Organisationsform. Deren Wertvorstellungen - Frieden, Gemeiner Nutzen, Rechtsgleichheit - waren ein wichtiger Bestandteil des modernen Staates, der sich in den folgenden Jahrhunderten entwickelte.
From the Communal Reformation to the Revolution of the Common Man brings together important studies related to a coherent interpretation of the Reformation and the Peasants War of 1525 as a mass movement, rooted in the structures of the communities of towns and villages. The volume presents both detailed studies from the archives and conceptualized essays.
Der Bauernkrieg
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
Hunderttausend tote Bauern – die Zahl lief um im Reich und war allgemein die grobe Aufsummierung dessen, was man gerüchteweise von den Schlachten des Bauernkriegs gehört hatte. „Das vergossene Blut des Jahres 1525“, schrieb ein Schweizer Beobachter, sei ausreichend, „alle Tyrannen zu ertränken“. Waren die Forderungen und Aktionen des Gemeinen Mannes so revolutionär, daß Fürsten und Adel sie wie Hochverrat und Landfriedensbruch behandeln mußten? Peter Blickle erklärt im vorliegenden Band, wie die Aufständischen einen Diskurs über Freiheit und Gerechtigkeit auslösten, der im Erfolgsfall zur Ausweitung kommunaler Rechte der Dörfer und Städte geführt und damit das Reich stark republikanisiert hätte. Daß der Bauernkrieg zur Revolution werden konnte, ist nicht zuletzt den Reformatoren geschuldet, mehr Huldrich Zwingli als Martin Luther. Schon deswegen, aber auch wegen seiner großen Ausdehnung in der Schweiz und Österreich, ist er nicht nur ein deutscher. Auch war er keineswegs folgenlos. Der Autor hebt heraus, daß die nach der militärischen Niederwerfung geschlossenen Verträge den Untertanen für ihre Person und ihren Besitz Rechte mit verfassungsmäßigen Garantien einräumten, die modernen Menschen- und Bürgerrechten nahekommen. Er zeigt weiter, wie die gescheiterte Revolution von 1525 seit 200 Jahren für Nationalismus, Sozialismus und Liberalismus nutzbar gemacht wurde und auch auf diese Weise geschichtlich weitergewirkt hat.
Landgemeinde und Stadtgemeinde in Mitteleuropa
- 510 Seiten
- 18 Lesestunden
Zwar mangelt es keineswegs an Untersuchungen über Gemeinden, doch in der Spezialisierung der historischen Disziplinen in Agrargeschichte und Stadtgeschichte kamen deren Verwandtschaften nie richtig in den Blick. Der merkliche Aufschwung, den die Erforschung der bürgerlichen und bäuerlichen Gesellschaft im Zuge der Sozialgeschichte der letzten zwanzig Jahre genommen hat, erlaubt es heute, Landgemeinde und Stadtgemeinde unter vergleichender Perspektive auf einer soliden empirischen Basis zu untersuchen. Das war die Absicht einer Tagung, die vom 6.-9. März 1989 auf Schloß Reisensburg, gefördert von der Volkswagen-Stiftung und mitorganisiert von Herrn Rudolf Endres, stattgefunden hat.
Unruhen in der ständischen Gesellschaft 1300 - 1800
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
Main description: Im Rahmen der Enzyklopädie deutscher Geschichte gibt Peter Blickle eine Gesamtdarstellung des Gegenstandes "Soziale Konflikte" für das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit. Unter "Unruhen" versteht er die Protesthandlungen der Untertanen zur Behauptung und Durchsetzung ihrer Interessen und Wertvorstellungen gegenüber der Obrigkeit, den "bäuerlichen Widerstand" auf dem Land ebenso wie die "Bürgerkämpfe" in den Städten. Angesichts ihrer Häufigkeit und Grundsätzlichkeit können Unruhen als "verfassungskonform" eingeschätzt werden. Damit erweist sich das Römische Reich deutscher Nation als ein äußerst elastisches politisches System mit einer bemerkenswerten Integrationskraft gegenüber Forderungen der Gesellschaft
Die Argumentationsschritte sind in den folgenden Überlegungen angedeutet: Was verstehen Bauern und Bürger unter Reformation, und wieweit läßt sich ein gemeinsames Reformationsverständnis feststellen (1)? Was übernimmt die bäuerlichbürgerliche Gesellschaft von den Reformatoren, und wo ist sie originär, anders gewendet, gibt es eine eigene Reformation der einfachen Leute (2)? Schließlich - wie erklärt sich der Rezeptionsprozeß in der Gesellschaft (3)?
Wege der Forschung - 460: Der deutsche Bauernkrieg von 1525
- 491 Seiten
- 18 Lesestunden
Leutkirch im Allgäu
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
Die Revolution von 1525
- 326 Seiten
- 12 Lesestunden
Die These von der "Revolution des gemeinen Mannes" ist in die internationale Forschungstradition des 20. Jahrhunderts eingegangen. Nun wurde das Standardwerk zum Bauernkrieg vom Autor erneut durchgesehen und bibliographisch erganzt. Die derzeit massgebliche handbuchartige Bauernkriegsdarstellung liegt damit auf aktualisiertem Stand vor. Ihre internationale Resonanz wird durch Ubersetzungen ins Amerikanische, Italienische und Japanische unterstrichen
Bauer, Reich und Reformation
- 329 Seiten
- 12 Lesestunden
Von der Ständeversammlung zum demokratischen Parlament
- 376 Seiten
- 14 Lesestunden
Deutsche Untertanen
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Aufruhr und Empörung?
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Landschaften im alten Reich
- 609 Seiten
- 22 Lesestunden














