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Eberhard Geisler

    8. Januar 1950
    Wagner hören
    Musikalisches Opfer
    Borromini
    Es tagt schon im Orangenhain
    In drei Gottes Namen
    A bigger splash
    • Gemeinschaft der Heiligen

      Zugleich eine Revision von Goethes Werther

      • 148 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ein Abend am See, drei Menschen bei Weißwein und angeregtem Gespräch: Der 72-jährige Helmut findet sich unerwartet in einer platonischen Ménage-à-trois wieder. Während er sich mit dem »Werther«, dem Klassiker unglücklicher Liebesgeschichten, beschäftigt, trifft er seine große Liebe aus der Studienzeit wieder. Was zunächst nach einem melancholischen Abend aussieht, führt zu innerer Klärung und Leichtigkeit. Im Austausch mit Veronika, einer Literaturwissenschaftlerin, und ihrem Mann, einem Kunsthistoriker, erhält Helmut neue Einsichten in die Leiden des jungen Werthers. Dabei wird ihm bewusst, wie narzisstisch geprägt Werthers Liebe und seine eigenen Erfahrungen als junger Liebender waren. Die Malerei von Henri Michaux wird zum künstlerischen und intellektuellen Bezugspunkt des Trios. Michaux thematisiert sowohl die Einzigartigkeit des Individuums als auch ein von narzisstischen Spiegelungen befreites zwischenmenschliches Verhältnis. In seinen Werken entsteht eine »Gemeinschaft der Heiligen«. So wird Eberhard Geislers Erzählung nicht nur zu einem intellektuellen Vergnügen, sondern auch zu einer berührenden Reflexion über das Wesen der Liebe, die Kraft der Freundschaft und die Gelassenheit, die uns mit den Jahren zuteilwird.

      Gemeinschaft der Heiligen2025
    • Wagner hören

      Versuch einer Wiederaufnahme der Schrift

      Die Diskussionen um Richard Wagners Werk reißen nicht ab. Neuinszenierungen versuchen zwanghaft, seine Aktualität hervorzukehren, zugleich stellen die antisemitischen Äußerungen des Komponisten noch immer einen Hemmschuh für seine Rezeption dar. Dieses Buch folgt den Einsichten der neueren Hermeneutik, lässt die Frage der Intention in den Hintergrund treten und durch bislang unbeachtete Kontexte Wagners Werk in neuem Licht erscheinen. Zudem wird nach Wagners Verhältnis zu sprachlichem Ausdruck gefragt. Der Komponist hatte sich der Musik aus Sprachnot zugewandt und in ihr Unvergleichliches geschaffen, lädt uns heute jedoch zu einer Wiederaufnahme des Wortes ein. Seine Kritik des Patriarchats, die sich in einem „weiblichen“ Verständnis von Kunst äußert, gehört in denselben Zusammenhang. Walter Benjamin, der gegenüber Adorno seine Bewunderung für Wagner hatte verschweigen müssen, lieferte mit seiner zum Fortschrittsdenken querstehenden Idee einer Darstellung von Vergangenem eine der wesentlichen Anregungen für dieses Buch. 

      Wagner hören2023
    • Borromini

      Entwurf einer literarischen Architektur

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden
      Borromini2022
    • Passagen Literatur: Literarische Scherflein

      Notizen

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      In seinen Notizen greift der Autor Konzeptionen des Dekonstruktivismus auf, um in der Auseinander-setzung mit Literatur, Kunst und Musik dessen Aporien zu überwinden und die Möglichkeit eigenen poetischen Schreibens zu erproben. Die Texte sind geleitet von der Frage nach der Möglichkeit eines poetischen Schreibens, das nicht naiv, sondern theoretisch fundiert wäre. Einsichten des Dekonstruktivismus, der strukturalen Psychoanalyse, aber auch theologischer Traditionen bilden hierfür den Ausgangspunkt. In der Lektüre und Analyse der Werke u. a. von Heimito von Doderer vergewissert sich der Autor des eigenen Ansatzes. Auch wenn die Ästhetik der Moderne notwendigerweise von Sinnverlust ausgehen und eine Dezentrierung der Mitte betreiben musste, soll ein Weiterschreiben nach wie vor der Sinnfrage verpflichtet bleiben und Vertrauen in die ungewisse Stimme des Autors setzen.

      Passagen Literatur: Literarische Scherflein2019
    • Mikronotizen

      • 232 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Das Buch sucht den intellektuellen Weg des Autors nachzuzeichnen. Schon in seinen frühesten Tagebucheinträgen wird der Wunsch spürbar, die bloße Literaturwissenschaft, die er gleichwohl betreibt, hinter sich zu lassen, Erlebnisse, Lektüren und Begegnungen mit Kunst und Musik zu formulieren, um der inneren Gestimmtheit und Anschauung Raum zu geben. Die Kurzprosa erweist sich dabei als Form, die bestimmten ästhetischen und denkerischen Überzeugungen entspricht und dabei in einer reichen, vorbildhaften Tradition steht. Im Lauf der Jahre entsteht eine gewisse Orientierung in philosophischer und theologischer Hinsicht, unterbrochen von Versuchen poetischer Notate.

      Mikronotizen2017