Richard Rorty gehört zu den amerikanischen Philosophen, die in Europa gegenwärtig besonders beachtet werden. Das kommt daher, daß er wie kaum ein anderer die kontinentaleuropäische Philosophie in sich aufgenommen hat. Dadurch ergeben sich spannende Konstellationen. Die Titel der vier Essays: – Ist Naturwissenschaft eine natürliche Art? – Physikalismus ohne Reduktionismus – Dekonstruieren und Ausweichen – Heidegger, Kundera und Dickens
Aus dem Sohn einer schwerreichen Unternehmerfamilie wurde der asketische Guru der analytischen Philosophie: So faszinierend wie Ludwig Wittgensteins Lebensweg ist auch sein intellektueller Werdegang – vom gewieften Logiker und antimetaphysischen Mystiker zum einfühlsamen Konstrukteur ausgeklügelter Sprachspiele.
Sehr verschiedene Antworten auf eine sehr grundsätzliche Frage umreißen ein Spektrum gegenwärtigen Philosophierens. Rüdiger Bittner · Michael Dummett · Dorothea Frede · P. M. S. Hacker · Ian Hacking · Dieter Henrich · Georg Meggle · Christoph Menke · Jürgen Mitttelstraß · Martha Nussbaum · Richard Rorty · Martin Seel · Dieter Thomä · Bernhard Waldenfels · Ursula Wolf
Das altehrwürdige Verhältnis zwischen Wahrheit und Fortschritt wird von Rorty gründlich auseinandergenommen: Nicht die Erkenntnis der Wahrheit führt zum Fortschritt, nein – es ist die Einsicht in die Belanglosigkeit aller herkömmlichen Wahrheitsvorstellungen, die Fortschritte ermöglicht. Neue Perspektiven kann erst der ins Auge fassen, der sich von der Vorstellung einer von menschlicher Vernunft unabhängig existierenden Realität befreit. In der Auseinandersetzung mit eingebürgerten philosophischen Theorien und verschiedenen Autoren der Gegenwart verteidigt Rorty ein pragmatistisches Verständnis von Fortschritt. Linderung menschlichen Leids, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Hilfe für unterdrückte Minderheiten sind die allgemeinen Themen, die Rorty pointiert in den Mittelpunkt rückt.
Was sind Handlungen? Was sind Handlungsgründe? Und was heißt es, dass eine Handlung aus Gründen geschieht? Das sind die Grundfragen der philosophischen Handlungstheorie, denen dieser Band gewidmet ist. Er beginnt mit Donald Davidsons kanonischem Artikel Handlungen, Gründe und Ursachen , dessen Antwort auf alle drei Fragen mittlerweile häufig als selbstverständlich vorausgeSetzt wird. In den folgenden Beiträgen wird diese handlungstheoretische Standardkonzeption dann kritisch durchleuchtet und den wichtigsten Alternativen gegenübergestellt. Dabei zeigt es sich nicht nur, dass eine Modifikation des etablierten Handlungsbildes nötig ist, sondern es finden sich auch vielfältige Hinweise darauf, welche Richtung man dabei einschlagen sollte. Auf diese Weise vermittelt das Buch ein umfassendes Verständnis des Begriffs der Handlung und des Begriffs der Handlungsgründe, also von zwei Begriffen, die nicht nur für die Handlungstheorie selbst zentral sind, sondern auch in der Philosophie des Geistes, in der Anthropologie und in der Ethik eine große Rolle spielen. Mit Beiträgen von: Kent Bach, Donald Davidson, Fred Dretske, Harry G. Frankfurt, Rosalind Hursthouse, Don Locke, Amélie O. Rorty, Michael Smith, Frederick Stoutland, Georg Henrik von Wright.