Die erfolgreiche Reihe der Oldenbourg Interpretationen umfasst alle Epochen und Gattungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Titeln der Gegenwartsliteratur, die für den Deutschunterricht entdeckt werden. Lehrern und Schülern bietet die Reihe über 100 sorgfältig aufbereitete Werke.
»Beirut belongs to us« wirft einen Blick auf die aktuelle literarische Szene des Libanon in ihrer Lebendigkeit und Widerständigkeit. Es geht darum, die durch die Explosion 2020 verlorengegangenen Orte in einer literarischen und künstlerischen Form wieder in die Gegenwart zurückzuholen. Im zweiten Kapitel »Fundstücke« stellen sich Autorinnen und Autoren vor, die aus unterschiedlichen Gründen (noch) nicht im Fokus des deutschsprachigen Literaturbetriebs stehen; zu Wort melden sich aber auch namhafte Fürsprecher*innen, die diese Texte als »Fundstücke« ausgewählt haben und kurz kommentieren. Schließlich gehen im abschließenden Kapitel Unverhofft Klaus Siblewski und David Wagner in einem Gespräch der Frage nach, inwiefern literarisches Schreiben von neueren Medien profitiert. Mit Beiträgen von Marina Chamma, Dirk Dasenbrock, Daniel Drennan ElAwar, Ulrich Faure, Gunther Geltinger, Saskia Groneberg, Martin Hielscher, Michael Kleeberg, lisa luxx, Charif Majdalani, Martin Mittelmeier, Rainer Merkel, Pascale El Moussobaa, Ibrahim Nehme, Klaus Siblewski, Pia Steffen, Martina Wunderer, Rewa Zeinati u. a.; zudem mit Kunst- und Fotoarbeiten mehrerer Künstlerinnen und Künstlern.
Die Deutschen Gesellschaften waren eine Sozietätsbewegung, die von den mitteldeutschen und protestantischen Universitäten und Gelehrtenschulen ausging. Ziel war es, über die zum Programm erhobene „Pflege der deutschen Sprache, Poesie und Beredsamkeit" den Gelehrtenstand aus den Schranken der Latinität herauszuführen und als gesellschaftlich nützliche Gruppe zu profilieren. Diese Arbeit unterzieht die Deutschen Gesellschaften einer Gesamtbetrachtung, in die die programmatischen Grundlagen, Gründungsvorgänge und Mitgliederstrukturen ebenso einfließen wie die Genese und Rezeption der in den Sozietäten entstandenen Texte. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Strategien und Praktiken, mit denen die Gesellschaften und ihre Mitglieder ihre Positionen in der ständischen Gesellschaft festigen und ausbauen wollten. In dieser überregionalen und interdisziplinären Zusammenschau entsteht das Bild einer Sozietätsbewegung, in der sich innovative und konservative Momente wechselseitig durchdrangen. Die Geschichte der Sprach- und Literaturpflege sowie der aufgeklärten Gesellschaften wird damit in der sie umgebenden Ständegesellschaft verankert, ihre Protagonisten als Kinder ihrer Zeit begreifbar.
„Kall, Eifel“, der Ort und die Gegend, die zentrale Bedeutung in allen Büchern Norbert Scheuers haben, sind auch hier als Denkfigur Ausgangspunkt und Ziel einer Reise. Mit unterschiedlichen Mitteln und von unterschiedlichen Standpunkten aus blicken Andreas Erb mit seinen Collagen und Norbert Scheuer mit seinen Texten auf Dörfer, Städte und Landschaften. Die geschichtenreichen Bilder und die bildreichen Texte ergeben dabei zwar ein Ganzes und gehören zusammen, aber weder bebildern noch untertiteln sie einander. Eher handelt es sich um ein aufgeteiltes Sprechen mit unterschiedlichen Temperamenten: Die Geschichten und die Bilder ergänzen sich und führen das jeweils Ungesagte und Nichtgezeigte fort.
Die unglaubliche Geschichte eines Goldmedaillengewinners
256 Seiten
9 Lesestunden
Wojtek Czyz zählt zu den erfolgreichsten deutschen Sportlern überhaupt. Dabei beendete ein schwerer Sportunfall am 15. September 2001, in dessen Folge sein linker Unterschenkel amputiert wurde, zunächst jäh seinen Traum von einer Profifußballkarriere. Nur elf Monate später wurde er Deutscher Meister im 100-Meter-Lauf und im Weitsprung. Danach stellte er mehrere Weltrekorde auf und gewann unter anderem vier paralympische Goldmedaillen. Sein nächstes Ziel: Die Welt umsegeln und Amputierten in aller Welt direkte und unbürokratische Hilfe leisten, indem er in einer Werkstatt an Bord Prothesen für die Betroffenen baut und anpasst.