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Enrico De Angelis

    Peter Schlemihl's wundersame Geschichte
    Die Wahlverwandtschaften
    • Über die Andersartigkeit Adelbert von Chamisso, Naturforscher und Autor, macht in seiner berühmten Novelle die Andersartigkeit zum Thema. Peter Schlemihl, der seinen Schatten für niemals endenden Reichtum an den Teufel verkauft, gibt damit gleichsam einen Teil seiner menschlichen Identität auf. Der Schatten gilt den Interpretatoren des Textes, unter anderem Thomas Mann, als »Symbol aller bürgerlichen Solidität und menschlichen Zugehörigkeit«. Weil der Protagonist seinen Schatten aufgibt, muss er sich unfreiwillig auf Wanderschaft begeben, da er nirgendwo nachhaltig akzeptiert wird. Letztlich wird deutlich, dass Heimatlosigkeit und fehlende menschliche Beziehungen nicht mit materiellen Gütern aufgewogen werden können.

      Peter Schlemihl's wundersame Geschichte2012
      3,4
    • Die Wahlverwandtschaften

      • 269 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Als Die Wahlverwandtschaften 1809 erschienen, stand Goethe in seiner Popularität weit hinter Frühromantikern, patriotischen Dichtern oder populären Schriftstellern wie Kotzebue zurück, und ein entsprechender Misserfolg war der Roman eines Ehebruchs bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch. Heute erkennt man in ihm eine radikale Modernität, die sich einem Aufklärungsoptimismus, einer klassizistischen Kunstreligion oder einer romantischen Flucht ins Mythologische verweigert. Der Verfall der ländlich-aristokratischen Idylle lässt sich nicht aufhalten, Friede ergibt sich erst im Tod und Versöhnung bestenfalls im Jenseits. Nicht von ungefähr charakterisiert Thomas Mann die Wahlverwandtschaften als kapitales Alterswerk und »höchsten« Roman der Deutschen.

      Die Wahlverwandtschaften2004
      3,8