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Der Spendenkomplex

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  • 180 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Angesichts wachsender Hungersnöte wird das Spenden wichtiger denn je. Der jüngste Skandal um UNICEF lässt viele an der Sinnhaftigkeit des organisierten Massenspendens zweifeln. Zu viel Geld fließt in Organisation und Akquisition, während viele Spenden nicht ihr Ziel erreichen oder kolonialistische Strukturen zementieren. Alexander Glück, der selbst in einem Hilfswerk tätig war, beleuchtet die Effektivität von Spendenorganisationen und die Motive der Spender. Es geht um Emotionen, die oft manipuliert werden, um Gönnergesten, die ein schlechtes Gewissen erleichtern, und um selbsternannte Samariter, deren Mitleid mehr der Imagepflege dient. Diese selbstherrlichen Spenden können den Hilfsbedürftigen schaden. Glück lehnt das Spenden nicht grundsätzlich ab, sondern kritisiert differenziert die aktuelle Praxis und bietet konkrete Vorschläge zur Verbesserung an. Aktuelle Fragen stehen im Raum: Wofür spendet man? Was geschieht mit den Spenden? Welche Motive begleiten das Spenden? In Deutschland wird jährlich ein Markt von zweieinhalb Milliarden Euro für Spenden mobilisiert, wobei Fundraising oft auf Emotionen abzielt. Der Dialog zwischen Fundraiser und Spender wird emotional gestaltet, um das Selbstwertgefühl des Spenders zu aktivieren. Dabei wird oft mehr in Kampagnen investiert, die nicht primär Not lindern, sondern neue Spenden durch emotionale Ansprache generieren.

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Der Spendenkomplex, Alexander Glück

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
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(Paperback)
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Titel
Der Spendenkomplex
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Alexander Glück
Verlag
Transit
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Paperback
Seitenzahl
180
ISBN10
3887472349
ISBN13
9783887472344
Reihe
Beschreibung
Angesichts wachsender Hungersnöte wird das Spenden wichtiger denn je. Der jüngste Skandal um UNICEF lässt viele an der Sinnhaftigkeit des organisierten Massenspendens zweifeln. Zu viel Geld fließt in Organisation und Akquisition, während viele Spenden nicht ihr Ziel erreichen oder kolonialistische Strukturen zementieren. Alexander Glück, der selbst in einem Hilfswerk tätig war, beleuchtet die Effektivität von Spendenorganisationen und die Motive der Spender. Es geht um Emotionen, die oft manipuliert werden, um Gönnergesten, die ein schlechtes Gewissen erleichtern, und um selbsternannte Samariter, deren Mitleid mehr der Imagepflege dient. Diese selbstherrlichen Spenden können den Hilfsbedürftigen schaden. Glück lehnt das Spenden nicht grundsätzlich ab, sondern kritisiert differenziert die aktuelle Praxis und bietet konkrete Vorschläge zur Verbesserung an. Aktuelle Fragen stehen im Raum: Wofür spendet man? Was geschieht mit den Spenden? Welche Motive begleiten das Spenden? In Deutschland wird jährlich ein Markt von zweieinhalb Milliarden Euro für Spenden mobilisiert, wobei Fundraising oft auf Emotionen abzielt. Der Dialog zwischen Fundraiser und Spender wird emotional gestaltet, um das Selbstwertgefühl des Spenders zu aktivieren. Dabei wird oft mehr in Kampagnen investiert, die nicht primär Not lindern, sondern neue Spenden durch emotionale Ansprache generieren.