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Kritische Arbeitssoziologie

Ein Abriss

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  • 192 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Der Band 'Kritische Arbeitssoziologie' beleuchtet die theoretischen Zusammenhänge und internationalen Verknüpfungen der Arbeitssoziologie, die in Europa während der Befreiung von Naziherrschaft und Faschismus entstand. Diese Disziplin brachte die Fragen der Arbeiterbewegung in die Universitäten und kritisierte die kapitalistischen Gesellschaftsstrukturen. Technische Automatisierung, Entfremdung im Produktionsprozess und die Kritik an Fachidiotentum sowie staatlicher Bevormundung wurden von Pierre Naville und Georges Friedmann in offizielle Forschungsprogramme integriert. Nach dem Pariser Mai 68 erhielt diese Strömung neuen Auftrieb, indem sie bürokratische Massenorganisationen, Konsumgesellschaft und patriarchalische Strukturen innerhalb der Arbeiterklasse hinterfragte. Die theoretische Auseinandersetzung mit Parteimarxismus verband sich mit libertären Einflüssen, die Arbeitsnormen infrage stellten. Informelle Widerstandsformen, wilde Streiks und soziale Bewegungen außerhalb des Industriebetriebs rückten in den Fokus, ebenso wie Bildungsfragen und ökologische Themen. Nach der neoliberalen Hegemonie der 80er Jahre, die die Kritik an Lohnarbeit verdrängte, entstand mit der französischen Streikwelle von 1995 eine neue Forschungsgeneration, die sich mit Prekarität, Flexibilisierung, workfare und Globalisierung beschäftigt und auf Autoren wie André Gorz und Pierre Bourdieu zurückgreift.

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Kritische Arbeitssoziologie, Alexander Neumann

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
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(Paperback)
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Titel
Kritische Arbeitssoziologie
Untertitel
Ein Abriss
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2010
Einband
Paperback
Seitenzahl
192
ISBN10
3896576585
ISBN13
9783896576583
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Der Band 'Kritische Arbeitssoziologie' beleuchtet die theoretischen Zusammenhänge und internationalen Verknüpfungen der Arbeitssoziologie, die in Europa während der Befreiung von Naziherrschaft und Faschismus entstand. Diese Disziplin brachte die Fragen der Arbeiterbewegung in die Universitäten und kritisierte die kapitalistischen Gesellschaftsstrukturen. Technische Automatisierung, Entfremdung im Produktionsprozess und die Kritik an Fachidiotentum sowie staatlicher Bevormundung wurden von Pierre Naville und Georges Friedmann in offizielle Forschungsprogramme integriert. Nach dem Pariser Mai 68 erhielt diese Strömung neuen Auftrieb, indem sie bürokratische Massenorganisationen, Konsumgesellschaft und patriarchalische Strukturen innerhalb der Arbeiterklasse hinterfragte. Die theoretische Auseinandersetzung mit Parteimarxismus verband sich mit libertären Einflüssen, die Arbeitsnormen infrage stellten. Informelle Widerstandsformen, wilde Streiks und soziale Bewegungen außerhalb des Industriebetriebs rückten in den Fokus, ebenso wie Bildungsfragen und ökologische Themen. Nach der neoliberalen Hegemonie der 80er Jahre, die die Kritik an Lohnarbeit verdrängte, entstand mit der französischen Streikwelle von 1995 eine neue Forschungsgeneration, die sich mit Prekarität, Flexibilisierung, workfare und Globalisierung beschäftigt und auf Autoren wie André Gorz und Pierre Bourdieu zurückgreift.