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Der Blutvogt

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Im Klappentext als großer historischer Roman aus dem spätmittelalterlichen Berlin bezeichnet, ist dieses Buch eigentlich nur die Geschichte eines Scharfrichters, der mit viel Ehrgeiz nach oben will, um mit den Patriziern gleichgestellt zu sein. Da er gleichzeitig für seinen Beruf viel zu human ist, versucht er sich auch als Heiler und kämpft immer wieder mit diesem Konflikt. Der Autor hat sich Mühe gegeben, das Leben im Mittelalter darzustellen, und wer viel blutiges Gemetzel und derbe Geschichten mag, der kann sich an dem Buch erfreuen. Er arbeitet mit vielen Zitaten und übernimmt die zwar im Volksmund bekannten, jedoch nicht immer wahren Angaben, um den Eindruck der Authentizität und Seriosität zu erzielen, wenn er z.B. Hildegard von Bingen zitiert oder die Lüge "Jus primae noctis" ("Das Recht der ersten Nacht") -- siehe auch Das Lexikon der Fälschungen von Werner Fuld. Die Handlung des Buches, welche am Anfang eher einem Sittengemälde aus dem Mittelalter gleicht, wird am Ende immer verquaster und undurchsichtiger, als ob der Autor selbst auch von dem im Roman beschriebenen Bilsenkraut- und Alraunenrausch erfaßt wurde. Er entfernt sich immer mehr von der Realität und driftet in Legenden und Sagen ab, wobei er seine Hauptfigur am Ende als zukünftigen Gralsritter wiederaufleben läßt. --Lutz Dahm

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Der Blutvogt, Rainer Castor

Sprache
Erscheinungsdatum
1999
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(Paperback),
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Titel
Der Blutvogt
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Rainer Castor
Verlag
Heyne
Erscheinungsdatum
1999
Einband
Paperback
Seitenzahl
636
ISBN10
3453147472
ISBN13
9783453147478
Reihe
Bewertung
2,25 von 5 Sternen
Beschreibung
Im Klappentext als großer historischer Roman aus dem spätmittelalterlichen Berlin bezeichnet, ist dieses Buch eigentlich nur die Geschichte eines Scharfrichters, der mit viel Ehrgeiz nach oben will, um mit den Patriziern gleichgestellt zu sein. Da er gleichzeitig für seinen Beruf viel zu human ist, versucht er sich auch als Heiler und kämpft immer wieder mit diesem Konflikt. Der Autor hat sich Mühe gegeben, das Leben im Mittelalter darzustellen, und wer viel blutiges Gemetzel und derbe Geschichten mag, der kann sich an dem Buch erfreuen. Er arbeitet mit vielen Zitaten und übernimmt die zwar im Volksmund bekannten, jedoch nicht immer wahren Angaben, um den Eindruck der Authentizität und Seriosität zu erzielen, wenn er z.B. Hildegard von Bingen zitiert oder die Lüge "Jus primae noctis" ("Das Recht der ersten Nacht") -- siehe auch Das Lexikon der Fälschungen von Werner Fuld. Die Handlung des Buches, welche am Anfang eher einem Sittengemälde aus dem Mittelalter gleicht, wird am Ende immer verquaster und undurchsichtiger, als ob der Autor selbst auch von dem im Roman beschriebenen Bilsenkraut- und Alraunenrausch erfaßt wurde. Er entfernt sich immer mehr von der Realität und driftet in Legenden und Sagen ab, wobei er seine Hauptfigur am Ende als zukünftigen Gralsritter wiederaufleben läßt. --Lutz Dahm