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Nomade im Speck

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Ein Buch über das Reisen und Essen hat Wiglaf Droste geschrieben, kongenial illustriert von Nikolas Heidelbach. Für Droste lebt der Reisende wie der „Nomade im Speck“ und wird gelegentlich von miesepetrigen Daheimgebliebenen belästigt. Diese Sesshaften, die ihr Leben aus Traurigkeit in Sesshaftigkeit verbringen, fragen den Nomaden oft: „Wovor läufst du eigentlich weg?“ Darauf antwortet er: „Vor Besorgtheitsheuchlern wie dir“ – und ist schon wieder verschwunden. Als Leser begleitet man Droste nach Lüttich, „auch Palermo ohne Palmen genannt“, und in die Welt seiner Wortspielereien. Er vergleicht die Miniermotte, die die Rosskastanien bedroht, mit dem rumänischen Exportschlagersänger Peter Maffay, der für das menschliche Trommelfell einen langsamen, zähen Tod darstellt. Manchmal wird es gefährlich: Einmal muss er mit einem VW-Käfer vor mexikanischen Mordbuben fliehen, ein anderes Mal zeigt sich Italien als „schön und gefährlich“, besonders für Kinderfüße, die von Seeigeln bedroht sind. Droste kritisiert den Massenindividualismus und warnt vor dem „dicken Vermassungsgrauen“, das der Welt bevorsteht. Oft unternimmt er Kopfreisen in fiktive Länder wie Nasien, wo der Geruchssinn über Leben und Tod entscheidet. Die besten Reisen enden bekanntlich dort, wo man zu Beginn nicht weiß, wohin sie führen – und so verhält es sich auch mit Drostes Texten.

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Nomade im Speck, Wiglaf Droste

Sprache
Erscheinungsdatum
2016
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(Hardcover)
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Titel
Nomade im Speck
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Wiglaf Droste
Erscheinungsdatum
2016
Einband
Hardcover
ISBN10
3893202080
ISBN13
9783893202089
Reihe
Schlagwörter
Belletristik
Beschreibung
Ein Buch über das Reisen und Essen hat Wiglaf Droste geschrieben, kongenial illustriert von Nikolas Heidelbach. Für Droste lebt der Reisende wie der „Nomade im Speck“ und wird gelegentlich von miesepetrigen Daheimgebliebenen belästigt. Diese Sesshaften, die ihr Leben aus Traurigkeit in Sesshaftigkeit verbringen, fragen den Nomaden oft: „Wovor läufst du eigentlich weg?“ Darauf antwortet er: „Vor Besorgtheitsheuchlern wie dir“ – und ist schon wieder verschwunden. Als Leser begleitet man Droste nach Lüttich, „auch Palermo ohne Palmen genannt“, und in die Welt seiner Wortspielereien. Er vergleicht die Miniermotte, die die Rosskastanien bedroht, mit dem rumänischen Exportschlagersänger Peter Maffay, der für das menschliche Trommelfell einen langsamen, zähen Tod darstellt. Manchmal wird es gefährlich: Einmal muss er mit einem VW-Käfer vor mexikanischen Mordbuben fliehen, ein anderes Mal zeigt sich Italien als „schön und gefährlich“, besonders für Kinderfüße, die von Seeigeln bedroht sind. Droste kritisiert den Massenindividualismus und warnt vor dem „dicken Vermassungsgrauen“, das der Welt bevorsteht. Oft unternimmt er Kopfreisen in fiktive Länder wie Nasien, wo der Geruchssinn über Leben und Tod entscheidet. Die besten Reisen enden bekanntlich dort, wo man zu Beginn nicht weiß, wohin sie führen – und so verhält es sich auch mit Drostes Texten.